Bild Information: Stephan Jäger und Alex Cejka (Photo by Quinn Rooney/Getty Images)

Blase, Fans, Deutsche: Alles Wichtige zum Neustart

Tournews
 

Sowohl die PGA als auch die Korn Ferry Tour nehmen diese Woche wieder ihren Spielbetrieb auf.

Wenn am Donnerstag die Charles Schwab Challenge offiziell beginnt, lagen ziemlich genau drei Monate zwischen der ersten Runde der Players Championship und dem ersten Abschlag seit der Corona-Pause. Drei Monate, in denen Fans auf Live-Golf und die Profis auf die Ausübung ihres Berufes verzichten mussten. Umso größer wird die Vorfreude bei allen Beteiligten sein, endlich wieder ein Stück weit Normalität in den Alltag zu bringen. Wobei wirklich "normal" wird es die nächsten Monate noch nicht wieder sein. Wir fassen alles Wichtige zum langersehnten PGA-Tour-Comeback zUSAmmen:

Top 5 der OWGR und Langer in Texas am Start

Die Charles Schwab Challenge hätte planmäßig bereits Ende Mai stattfinden sollen, nahm aber nach zahlreichen Änderungen im Turnierkalender den Platz der RBC Canadian Open ein, die bis auf weiteres abgesagt wurde. Der Austragungsort bleibt aber der gleiche: Seit 1946 trägt der Colonial Country Club in Fort Worth, Texas, dieses Event aus. Nur das Masters wird schon länger an ein und demselben Ort gespielt. Ein solch starkes Feld wie in diesem Jahr begrüßten die Veranstalter aber seit 1986 nicht mehr. Denn zum ersten Mal seit 24 Jahren gehen hier wieder alle Spieler aus den Top Fünf der Weltrangliste an den Start. Namentlich sind dies Rory McIlroy, Jon Rahm, Brooks Koepka, Justin Thomas und Dustin Johnson.

Insgesamt fehlen in dieser Woche nur fünf Spieler aus den Top 20. Darunter auch Tiger Woods. Phil Mickelson, zweimaliger Sieger von Colonial, tritt dagegen die Reise nach Texas an. Und übrigens ist mit Bernhard Langer auch ein deutscher Spieler bei dem mit 7,5 Millionen US-Dollar dotierten Turnier dabei. 

Live im TV: 

Donnerstag & Freitag, 22 Uhr (Sky Sport 2)
Samstag & Sonntag, 21 Uhr (Sky Sport 2)

Corona-Tests und Quarantäne

Um allen Beteiligten Sicherheit zu gewährleisten und keine Ausbreitung des Corona-Virus zu riskieren, musste sich die PGA Tour einige Maßnahmen überlegen, die in erster Linie das Verhalten der einzelnen Spieler und Caddies betrifft. So mussten sich unter anderem alle PGA-Tour-Spieler außerhalb der USA für zwei Wochen in Quarantäne begeben haben, bevor sie bei der Charles Schwab Challenge antreten dürfen. Deswegen hält sich beispielsweise McIlroys Caddie, Harry Diamond, seit einiger Zeit in einem der Nebengebäude des Weltranglistenersten auf. Während der Turnierwoche wohnen die meisten Spieler, Caddies, Mitarbeiter sowie die Offiziellen in einem ausgewählten Hotel. Dies bezeichnet die PGA Tour auch als "Blase".

Diese "Blase" beinhaltet auch die Phasen zwischen den Turnieren, weswegen man von Seiten der PGA Tour eigens Flugzeuge gechartert hat, um so wenig Kontakt zur Außenwelt wie möglich zu garantieren. Wer private Häuser mieten oder mit seinem eigenen Privatjet fliegen will, soll dies aber tun dürfen. Wie die Leitlinien zu Corona-Spielertests aussehen, können Sie hier lesen.

Caddies ja, Fans nein

Während die LPGA Tour bei ihrem Neustart im Juli den Spielerinnen die Entscheidung überlässt, ob sie ihre Taschen lieber selbst oder von ihren jeweiligen Caddies tragen lassen wollen, wird man bei den Herren die gewohnte Teamarbeit zu sehen bekommen. Vielleicht wird man etwas mehr auf den Abstand achten. Große Auswirkungen sind hier jedoch nicht zu erwarten.

Ganz anders schaut es bei der Unterstützung aus. Die kommenden fünf Turniere werden komplett ohne Zuschauer vor Ort auskommen müssen, was sich durchaus auch auf das Spiel der Profis auswirken kann. Nicht nur stimmungstechnisch wird man sich umgewöhnen müssen. Auch der Fakt, dass Fans die idealen Finder von Bällen sind, darf nicht ungeachtet bleiben. Gut möglich, dass der ein oder andere Spieler vielleicht doch eher zum Schlag aus der Kategorie "Sicherheit" greift.

Deutsches Duo im Einsatz

Neben der PGA Tour greifen auch wieder die Herren der Korn Ferry Tour zu ihren Schlägern. Mit der Korn Ferry Challenge at TPC Sawgrass steht hier das siebte Event der regulären Saison auf dem Programm. Aufgrund der vielen Turnierabsagen einigte man sich auf einen neuen Saisonablauf, der sich bis ins neue Jahr streckt. Insgesamt beinhaltet der Kalender für 2020 noch 23 Stationen, bevor die Saison im Laufe des kommenden Jahres mit den Korn Ferry Tour Finals ihren Abschluss findet.

Dort mitspielen wollen dann bestimmt auch wieder Alex Cejka sowie Stephan Jäger, die auch beim Neustart in dieser Woche mit von der Partie sind. Um den Schwung über die Corona-Pause nicht vollends zu verlieren, spielte Cejka auch ein paar Turniere auf kleineren US-Touren - und zwar sehr erfolgreich. Zwei Titel sammelte der 49-Jährige in der Zeit und blieb somit etwas im Wettkampfrhythmus. Aber auch Jäger machte Schlagzeilen, als er mit einer fehlerfreien 64 beim Maridoe Samaritan Fund Invitational im Mai einen neuen Platzrekord aufstellte.

Mitte Juli: Bis zu 8.000 Zuschauer beim Memorial erwartet Rose unterstützt LET mit neuer Serie

Anhänge


Anzeige
Anzeige
Tiger Woods und Martin Kaymer (Photos by Getty Images) Tiger Woods und Martin Kaymer (Photos by Getty Images)

Tour-Vorschau

Woods und Kaymer im Einsatz

Vorschau auf das Tour-Geschehen mit der Zozo Championship sowie der Italian O...

weiterlesen
Matthias Schwab (Photo by Getty Images) Matthias Schwab (Photo by Getty Images)

Tops&Flops

Brillanter Baske und Schwab aus ...

Adrían Otaegui wandelt auf Rahms Spuren und Matthias Schwab rutscht ab.

weiterlesen
Jason Day und Ian Poulter (Photos by Getty Images) Jason Day und Ian Poulter (Photos by Getty Images)

Tour-Rückblick

Days Nacken und Poulters Hosen

Jason Day erleidet erneut einen Rückschlag, Ian Poulter sorgt für Spaß auf de...

weiterlesen
Justin Thomas, Rory McIlroy und Brooks Koepka (Photo by Stan Badz/PGA TOUR) Justin Thomas, Rory McIlroy und Brooks Koepka (Photo by Stan Badz/PGA TOUR)

Tour-Vorschau

Elite-Treffen in Vegas‘ Oase

Vorschau auf das Tour-Geschehen mit dem CJ Cup sowie der Scottish Championship.

weiterlesen