Bild Information: Alex Cejka (Photo by Stan Badz/Getty Images)

Cejka gewinnt in Arizona

Tournews
 

Drei Deutsche bei Event der Outlaw Tour in Top Ten.

Ja, es wird professionell Golf gespielt in diesen Tagen - trotz Pandemie. Während sich in Deutschland viele fragen, wann und wie es weitergeht mit Turnieren und Bälle schlagen, sorgen drei deutsche Pros derweil in Arizona für Schlagzeilen. Dort nämlich ist die Outlaw Tour (gehört zur Golden State Golf Tour) eine der wenigen Sportserien, die keine Pause macht.

Vom 13. bis 15. April fand in Glendale, das zur Metropolregion Phoenix gehört, die Arrowhead Classic statt. Nun gewinnt man auf der Outlaw Tour nicht unbedingt die dicksten Preisgelder, aber man hält den Körper auf Betriebstemperatur und kann für höhere Aufgaben trainieren. Bestens gelungen ist das Alex Cejka, der das Event auf dem Par-70-Kurs des Arrowhead Country Club mit Runden von 63, 69 und 64 Schlägen und einem Gesamtscore von -14 für sich entschied.

Für seinen Sieg erhielt der 49-jährige Cejka, der in Las Vegas lebt und in dieser Saison schon sieben Mal auf der PGA Tour gespielt hatte, immerhin 5.000 Dollar. Besonders erfreulich: Neben Cejka landeten zwei weitere Deutsche in den Top Ten. Die Mannheimer Zwillinge Yannik Paul (67, 68, 66/-9) und Jeremy Paul (69, 69, 65/-7) wurden am Ende Vierter bzw. Siebter (alle Ergebnisse hier).

Allerdings mussten die Teilnehmer des Turniers mit besonderen Regeln spielen, um die Social-Distancing-Auflagen zu erfüllen. So wurden im Vorfeld die Bunkerrechen entfernt, die Spieler durften die Flaggenstöcke nicht berühren und die Löcher sind mit einer speziellen PVC-Beschichtung versehen, damit die Bälle nicht tief fallen. So wird es auch beim nächsten Turnier der Outlaw Tour sein; der Legacy Shootout findet vom 21. bis 22. April in Phoenix statt.

Stimmen zum Turnier

Für die beiden Paul-Zwillinge sind die Turniere der Outlaw Tour eine sehr willkommene Chance, im Wettkampfmodus ihre Form zu stabilisieren.

Yannik Paul war trotz der Einschränkungen sehr zufrieden: "Ich habe drei solide Runden gespielt. Der Platz hat sich nicht so leicht gespielt, weil es immer relativ windig war. Es ist cool, dass wir in Arizona trotz der Corona-Krise weiterhin noch Turniere spielen können. Natürlich gibt es Sonderregeln, aber ich muss sagen, dass es sich fast wie ein normales Turnier anfühlt. Die Fahnen werden nicht berührt. Es wurden klein geschnittene Poolnudeln ins Loch gemacht, damit der Ball nicht ganz reinfällt, sondern nur kurz reinpluppt. Dann kann man ihn mit zwei Fingern wieder rausnehmen. In den Bunkern waren keine Rechen. Dort wurde mit "Preferred Lies" gespielt. Man hatte dadurch aber keinen großen Vorteil. Dazu haben wir noch genügend Abstand zu den Mitspielern gehalten. Das war wirklich überhaupt kein Problem, und ich glaube, dass das hier auch weiterhin stattfinden kann. Für uns ist das ideal, weil wir so weiter trainieren und Turniere spielen können. Das hilft uns weiter."

Auch Bruder Jeremy war sehr froh: "Es ist toll, dass man hier noch Golf in einer Wettkampfsituation spielen kann. In Arizona wurde Golf zum "Essential Business" deklariert. Daher sind die meisten Golfplätze weiterhin geöffnet. Dennoch haben viele Plätze Einschränkungen gemacht. Der Platz des Arrowhead CC ist echt gut. Die Grüns waren für Minitour-Verhältnisse richtig gut, sehr schnell und treu. Es hat Spaß gemacht, dort zu spielen. Ich habe nicht überragend gespielt, aber solide die Bälle getroffen. In den beiden ersten Runden sind die Putts nicht so gut gefallen wie in der Finalrunde. Mein Spiel fühlt sich gut an. Es ist aber eine schwierige Zeit, weil man nichts planen kann. Ich bin aber froh, überhaupt spielen zu können."

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