Bild Information: Tiger Woods beim Genesis Inivitational 2020 (Photo by Chris Trotman / Getty Images)

Verzerrte Golf-Weltrangliste

Tournews
 

In der turnierfreien Zeit wird die Golf-Weltrangliste OWGR durcheinandergewirbelt.

Während die Turniere auf den Profi-Touren aufgrund des Corona-Virus gerade ruhen, dreht sich die Golf-Weltrangliste (OWGR) auch ohne Turnierergebnisse unaufhaltsam weiter. Dieses Ranking wird in den kommenden Wochen und Monaten der golffreien Zeit Gewinner und Verlierer mit sich bringen. Auf- und Absteiger, die für ihren Erfolg oder Misserfolg nur bedingt etwas dafür können. Aus diesem Grund werden bereits Forderungen nach Maßnahmen laut, um diese für den Profigolfsport wichtige Weltrangliste in der nächsten Zeit nicht zu verzerren./

Der Algorithmus des OWGR lieferte in der Vorwoche Sieger und Verlierer. Spieler in den Top Zehn wie Adam Scott kletterten von Platz neun bis auf Rang sechs kräftig nach oben, ohne auch nur einen Schlag auf einem gewerteten Turnier gemacht zu haben. Andere Profis wie der aktuelle Neunte Webb Simpson fielen unter den gleichen Umständen zwei Plätze ab.

Verzerrung und zementierte Vorsprünge

Im Ranking werden die Ergebnisse der letzten Wochen gewertet und nach der durchschnittlichen Punktzahl pro gespieltes Turnier gelistet. Eingefahrene Zähler eines Spielers beginnen in diesem System erst nach 13 Wochen an Wertigkeit zu verlieren. Das führt aktuell dazu, dass Spieler mit guten Ergebnissen in den letzten Wochen im Ranking verhältnismäßig gut dastehen. Eben so wie Scott, der Ende Dezember 2019 und im Januar 2020 je einen Turniersieg auf der PGA Tour und auf der European Tour landete. Zuletzt nicht erfolgreiche oder, wie im Falle des 2020 durchaus erfolgreichen US-Amerikaners Simpson, wenig spielende Golfprofis rutschen indes immer weiter ab. Und aktuell große Vorsprünge wie derjenige des aktuellen Weltranglistenersten Rory McIlroy gegenüber seinem Verfolger Jon Rahm werden durch die Pause zementiert.

Bleibt McIlroy also bis auf Weiteres der uneinholbare Spitzenreiter? Und haben Top-Spieler wie Tiger Woods, der im Ranking im Moment außerhalb der besten zehn Golfer auf Rang elf steht, überhaupt noch Chancen auf Verbesserungen? Diese beiden drängenden Fragen stellen sich im Moment gerade vielen Beteiligten im Profigolf.

Ungleiche Chancen bei Qualifikationen

Letztere vor allem im Zusammenhang mit Qualifikationen für größere Turniere, sollten diese in diesem Jahr tatsächlich stattfinden. Für die olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio, die laut einer jüngsten Meldung der Nachrichtenagentur Reuters ihre Qualifikationsprozesse wegen der aktuellen Situation nicht ändern, würden nach jetzigem Stand prominente Namen wie Woods oder gar Titelverteidiger Justin Rose in Tokio fehlen. Nur die besten 60 dieser Liste, davon nur zwei bis vier maximal pro Land, sind für Olympia qualifiziert. Punkte für dieses Ranking können nur noch bis 22. Juni geholt werden. Und auch für Majors wie die US Open, für die nur die besten 60 der Weltrangliste automatisch ein Ticket erhalten, ist die Punkteverteilung entscheidend. Der fünfmalige Major-Champion Phil Mickelson als aktueller 61. wäre somit raus.

Wie also soll jemand eine Qualifikation schaffen, wenn er dazu im Rahmen der bis dato geplanten Turnierpause bis Mitte April nur noch wenige Chancen dazu erhält? Erste Töne nach Maßnahmen werden laut, um das OWGR in den kommenden Wochen möglichst geringfügig zu verzerren und um mehr Chancengleichheit herzustellen. Die Möglichkeit des temporären Einfrierens der Weltrangliste oder eine Änderung des Formats stehen im Raum. "All diese Angelegenheiten werden diskutiert", zitiert golf.com einen Sprecher der OWGR.

Ähnliche Situation bei den Damen

Ebenso wie bei den Herren, stellt sich auch die Situation in der Weltrangliste der Damen, im Rolex Ranking, dar. Mit dem einzigen Unterschied, dass in der Vorwoche auf der Ladies European Tour in Südafrika noch gespielt und Punkte für dieses dem OWGR ähnlichen Ranking vergeben wurden. Spätestens in den kommenden Wochen, wo die Damen-Turnieren ebenfalls pausieren, wid die Proetten jedoch das gleiche Schicksal wie die Herren ereilen. 

 

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