Bild Information: Martin Kaymer (Photo by Ross Kinnaird/Getty Images)

Wüstenexperte Kaymer in Favoritenrolle

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Vorschau auf Stationen der European, PGA und Champions Tour.

Die European Tour feiert in dieser Woche ihren vorerst letzten Gastauftritt in der Wüste des Mittleren Ostens und reist nach Doha, wo das Qatar Masters auf dem Programm steht. Ein Turnier, das vor gar nicht allzu langer Zeit noch zum großen, ertragreichen "Desert Swing" zählte, sich aber inzwischen zu den etwas niedriger dotierten Events dazugesellt. Mit 1,75 Millionen US-Dollar wird genauso viel Preisgeld wie bei der Oman Open in der vergangenen Woche ausgeschüttet. Unabhängig von der monetären Belohnung erwartet die Teilnehmer ein brandneuer Austragungsort, der erstmals ein Profiturnier beheimatet. Der Doha GC hat ausgedient und stattdessen zieht es die Spieler in den auf der anderen Seite der Stadt gelegenen Education City GC. Hier durfte sich José Maria Olazabal austoben und einen Par-71-Kurs kreieren, der zumindest optisch schonmal einiges hermacht.

Dieser Standortwechsel kommt auch Martin Kaymer durchaus entgegen, der nie so wirklich warm geworden war mit dem Doha GC. Bei acht Starts war sein bestes Ergebnis ein neunter Platz, was in Anbetracht seiner ansonsten so starken Auftritte im Mittleren Osten eher mäßig ist. Und so kehrt der Deutsche erstmals seit 2017 nach Katar zurück und will seine gute Form aus den vergangenen Wochen konservieren. Dank vier Top-20-Resultaten in Serie gilt Kaymer - neben Thomas Pieters - bei den Buchmachern als Favorit auf den Sieg in Doha.

Weitere Deutsche, die in dieser Woche am Start sind: Sebastian Heisele, Maximilian Kieffer und Marcel Siem, der bereits beim Qualifier zu dem Event eine Runde von acht unter Par spielen konnte.

Players-Generalprobe ohne Woods

Die PGA-Tour-Saison geht so langsam in die heiße Phase. Nicht nur temperaturmäßig erwarten die Spieler in Orlando, Florida, warme Bedingungen von bis zu 30 Grad Celsius. Als letzter Test vor der Players Championship, dem inoffiziellen fünften Major im Golfzirkus, wollen viele Top-Stars das Arnold Palmer Invitational als Generalprobe nutzen. Wenn sie denn körperlich fit sind. Denn Tiger Woods - eigentlich Stammgast beim zu Ehren seines verstorbenen Freundes ausgetragenen Event - muss aus gesundheitlichen Gründen passen. Erneut ist es der Rücken, der dem 15-fachen Major-Sieger zu schaffen macht. Zur Players will Woods dann aber wieder fit sein.

Trotzdem dürfen sich die Fans im Bay Hill Club & Lodge auf einige der besten Golfer der Welt freuen. Mit fünf Spielern aus der Top Ten des OWGR zählt das Arnold Palmer Invitational definitiv zu den besser besetzten Turnieren der bisherigen Saison. Als Top-Favorit in Orlando gilt Rory McIlroy. Und zwar nicht nur, weil er die aktuelle Nummer eins der Welt ist. Auch seine derzeitige Form sowie seine jüngsten Ergebnisse in Bay Hill sprechen für einen nordirischen Erfolg. Seit der Zozo Championship Ende Oktober beendete McIlroy keines seiner Turniere außerhalb der Top 5. Zudem konnte er 2018 bereits einmal in Bay Hill gewinnen. Damals wurde Bryson DeChambeau Zweiter, der in dieser Woche auch wieder um den Titel mitspielen will.

Langers Jagd nach Nummer 42

Seit der vergangenen Woche ist klar: Bernhard Langers Trophäenschrank wird auch in der 14. Saison auf der PGA Tour Champions um ein weiteres Exemplar reicher. Oder sollte man lieber sagen "mindestens um ein weiteres Exemplar reicher"? Denn außer 2007 und 2011 blieb es nie bei nur dem einen Titel im Jahr. 2017 waren es gar sieben Stück. Doch Langer weiß auch, dass er an sein Leistungsmaximum gehen muss, will er ganz vorne mitspielen. "Ich kann nicht nur 80 Prozent geben", so der 41-fache Turniersieger auf der PGA Tour Champions nach seinem Erfolg bei der Cologuard Classic in der vergangenen Woche.

Nun steht mit der Hoag Classic das fünfte Turnier des Jahres an. Verpasst hat Langer noch keins und so ist er auch in dieser Woche mit von der Partie. Zumal das Event, das bis vor zwei Jahren noch Toshiba Classic hieß, sein 25-jähriges Jubiläum feiert. Und natürlich konnte Langer auch dieses Turnier bereits ein Mal gewinnen. 2008 war der Deutsche damals gegen Jay Haas im Play-off erfolgreich und sagte im Anschluss: "Keiner von uns beiden hatte es verdient zu verlieren." Zu verlieren hat Langer in seinem zarten Alter von 62 Jahren ohnehin eigentlich nichts mehr. Und doch überzeugt "Mister Consistency" Woche um Woche mit Top-Platzierungen. Warum sollte sich dies im Newport Beach Country Club in Kalifornien also ändern?

Kaymer mit weiterem Top-Resultat Zwischen Titel-Freude und Corona-Sorgen Langer überragt bei Titel Nummer 41

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