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Die Krux mit der Tourkarte

Tour News
 

Zu keiner anderen Zeit kommt das Thema so brandheiß auf den Tisch wie zum Ende der Challenge-Tour-Saison. Auf wie viele Turniere dürfen sich unsere deutschen Nachwuchsspieler vorbereiten? Zumal dieser Tage auch die Second Qualifying Stage der European Tour endet und weitere Kandidaten um die Kategorien für 2015 kämpfen.

In dieser Woche möchten wir einmal von unserem üblichen Konzept abweichen, Ihnen jene Meldungen zu präsentieren, die Sie am Wochenende interessiert haben dürften und Sie stattdessen über ein Thema intensiv informieren. Und das aus gutem Grund: Am Samstag ging mit dem Dubai Festival City Challenge Tour Grand Final die Saison der Challenge Tour vorbei. Und das bedeutet, dass für viele Spieler die heiße Zeit der Saisonplanung beginnt. Nicht unbedingt nur für die besten 15 der abschließenden Rangliste, die sich das volle Spielrecht auf der European Tour erspielt haben. Sondern gerade für die knapp Gescheiterten.

Zu eben jenen gehört nämlich auch Bernd Ritthammer, dem zum Saisonende gerade einmal 6.000 Euro auf den bedeutsamen 15. Platz fehlten. "Ich bin natürlich sehr enttäuscht", schrieb der Deutsche auf Facebook, wusste aber auch, dass es noch lange nicht vorbei ist ("It's far from over!"). Denn mit seiner Kategorie 16 für die European Tour 2015 darf er sich, das zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahre, auf einige Startplätze freuen. "Ich habe auf jeden Fall eine Kategorie, die mir 10 bis 15 Starts ermöglicht", formulierte er vorsichtig seine Aussichten, die eigentlich noch besser sind.

In der ablaufenden Saison durfte man sich mit Kategorie 16 über nicht weniger als 19 Einladungen freuen. Und das nicht nur zu denen in Südafrika zu Beginn der Saison. Auf der Liste finden sich auch Klassiker wie Trophée Hassan II, Open de España, Open de France und Wales Open. Ganz zu Schweigen von der BMW International Open, zu der er vermutlich allein ob seiner Nationalität eine Einladung erhalten hätte.

Allerdings bringt die eingeschränkte Kategorie einige Nachteile mit sich. Will er alle Termine wahrnehmen, leidet darunter die Planung für seine eigentliche Spielberechtigung auf der Challenge Tour. Es ist ein schmaler Grat der Abwägung zwischen dem Reiz, auf Europas erster Liga spielen zu können und der Verpflichtung, auch auf der Challenge Tour den Job zu sichern. Alle Überlegungen werden natürlich mit guten Ergebnissen bei den ersten Turnieren in Südafrika obsolet.

Ähnliches gilt auch für Florian Fritsch und Moritz Lampert. Beide haben die Challenge Tour zwar in den Top 15 abgeschlossen, was jedoch nicht bedeutet, dass Beide auch bei allen Stationen startberechtigt sind. Allerdings hält sich die Anzahl der exklusiven Turniere in Grenzen, so dass Fritsch und Lampert theoretisch frei planen können.

Für Florian Fritsch kommt jedoch ein einschränkender Faktor hinzu. Der Deutsche hat eine ausgeprägte Flugangst und nimmt lieber stundenlange Autofahrten in Kauf, als einen Fuß in ein Flugzeug zu setzen. Damit schränkt sich beim internationalen Turnierkalender der European Tour natürlich die Anzahl der in Frage kommenden Turniere stark ein. Bei seiner letzten vollen Saison auf Europas erster Liga 2011 beschränkten sich seine Starts größtenteils auf Kontinentaleuropa mit wenigen Ausreißern nach Marokko (Trophée Hassan II) und Großbritannien (Irish und Wales Open), wo die Flugzeiten kurz und die Erlösung nah ist.

Der Kampf um die Kategorie ist zudem auch für die Teilnehmer der Final Qualifying Stage der European Tour von enormer Bedeutung, die vom 15. bis 20. November im PGA Catalunya Resort stattfindet. Die besten 25 erhalten Kategorie 15, weshalb auch Bernd Ritthammer in der kommenden Woche den Weg in den Norden Barcelonas wählt, um seine Chancen auf Einladungen zu verbessern. "Wenn ich dort on die Top 25 komme, verbessert sich meine Kategorie noch etwa." Alle übrigen Spieler des Feldes des Final Qualifyings werden mit Kategorie 20 deutlich rarer gesäte Einladungen erhalten.

In diesem Jahr haben es vier Deutsche über die Pre-Qualifyings ins Finale geschafft und werden sich im PGA Catalunya um die begehrten vorderen Plätze bemühen:

  • Marcel Schneider setzte sich mit einem Gesamtergebnis von 17 unter Par in Castellón durch und qualifizierte sich als geteilter Fünfter
  • Im Lumine Golf & Beach Club schloss Julian Kunzenbacher als Zweiter des Klassements ab und ist ebenfalls beim Finale in der kommenden Woche dabei
  • Bei Valencia setzte sich Alexander Knappe als geteilter Achter durch, während Dominic Foos als geteilter 21. denkbar knapp scheiterte
  • Im Las Colinas Golf & Country Club musste Sebastian Heisele als geteilter 16. gegen drei Mitstreiter ins Stechen um die letzten drei Plätze und setzte sich erfolgreich durch

Wie sich die Deutschen in der kommenden Woche im PGA Catalunya Resort schlagen, erfahren Sie natürlich in aller Ausführlichkeit auf Golf.de.

adk

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