Bild Information: Esther Henseleit spielt 2020 auf der LPGA Tour. (Photo: Stacy Revere/ Getty Images)

Henseleit holt Ticket für LPGA Tour

Q-Series
 

Esther Henseleit erfüllt sich gleich im ersten Jahr als Profi ihren großen Traum.

Das war ein Marathon. Und ein Krimi. Aber für Esther Henseleit hatte er ein Happyend. Das Kämpfen hat sich gelohnt. Die 20-jährige Hamburgerin krallt sich die Spielberechtigung für die LPGA Tour 2020. Nach acht langen Runden in der Q-Series in Pinehurst (North Carolina) steht der Name Henseleit auf dem geteilten 30. Rang. Das genügt, um den Traum wahr zu machen, denn: "Die US-Tour war immer mein Ziel."

Knapp 100 Spielerinnen waren beim letzten und entscheidenden Quali-Turnier in den USA am Start. Darunter auch die Münchnerin Isi Gabsa, die nach Runden von 72, 73, 72, 72, 75 und 81 Schlägen den Cut hauchdünn verpasste. Drei deutsche Damen waren im Endspurt noch dabei, nur eine sollte es tatsächlich unter die Top 45 (Photo: Getty Images) schaffen, für die es schließlich eine Tourkarte gab. Olivia Cowan war gut gestartet. Immerhin war sie als Siegerin der zweiten Runde auf der Q-School angereist. Aber eine 78 in Runde fünf und eine 79 in Runde sieben waren nicht gut genug. Die Konkurrenz war einfach besser.

Bitter verlief das Finish für Sophia Popov. Ihr wurde eine 80 in der vorletzten Runde zum Verhängnis. So verpasste sie den Sprung in die Top 45 nur um einen Schlag. Und Esther Henseleit? Die Hamburgerin spielte ein sehr solides Turnier, behielt im Marathon die Nerven. Nach drei starken Ergebnissen zum Auftakt (70, 68, 70) auf dem Kurs Pinehurst No. 6 mischte sie ganz vorne mit. Den kleinen Rückschlag in Runde vier, als sie ein Triple-Bogey kassierte, steckte sie gut weg. In Woche zwei absolvierte sie den Platz Pinehurst No. 9 dann mit 74, 71, 73 und 73 Schlägen. Das reichte, um die heiß begehrte Karte für die LPGA Tour 2020 zu holen. Mission erfüllt. Gesamtergebnis nach acht kraftraubenden Runden: +3.

Die Athletin selbst war überglücklich: "Die letzten Wochen waren schon sehr anstrengend, aber jetzt freue ich mich, am Ende eine Karte für die LPGA bekommen zu haben. Natürlich wusste ich nach jeder Runde, wo ich stehe, und bei den letzten Runden stand auch immer am Leaderboard, welcher Score für die Top 45 reicht. Da ich gerne weiß, wo ich stehe, habe ich immer geschaut und war mit eigentlich vor der letzten Runde schon sehr sicher, dass ich es schaffen werde. Mein Spiel hat sich sehr solide angefühlt. Das Ziel war eher, noch ein paar Plätze gut zu machen, um einen besseren Status zu bekommen. Leider konnte ich meine Chancen, von denen ich wirklich viele hatte, nur selten nutzen“, erklärte Esther Henseleit.

DGV-Sportvorstand Marcus Neumann lobt die erfolgreiche Hamburgerin in den höchsten Tönen: "Es ist unglaublich, was Esther Henseleit in ihrem ersten Jahr als Tourspielerin geschafft hat. Nachdem sie auf der Ladies European Tour mit hervorragenden Ergebnissen auf sich aufmerksam machte, hat sie sich nun sensationell für die LPGA Tour qualifiziert. Ihr Weg im Golf Team Germany ist unglaublich. Ich bin mir sicher, dass sie auch in der weltweit höchsten Spielklasse viele tolle Ergebnisse liefern wird."

Der Sieg in der LPGA Q-Series 2019 ging an die Chinesin Muni He (-21), die sich vor der Koreanerin Hee Young Park (-18) und der US-Amerikanerin Yealimi Noh (-15) durchsetzte. Für Esther Henseleit haben sich die Strapazen der vergangenen Wochen gelohnt. Ihrem ersten Jahr als Profi, das ohnehin schon sehr erfolgreich verlaufen war, setzte sie nun die Krone auf. Nach zahlreichen Top-Ten-Plätzen auf der Ladies European Tour steht sie dort in der Rangliste auf Platz zwei, glänzte im Sommer bei den US Open und hat sich den Titel "Rookie of the Year" redlich verdient. Und jetzt also der Sprung auf die LPGA Tour. Ein schneller, steiler Aufstieg.

Endstand 2019 LPGA Q-Series

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