Bild Information: Bernd Ritthammer (Photo by Ross Kinnaird/Getty Images)

Starker Ritthammer in Top Ten

European Tour
 

33-jähriger Münchner glänzt bei Showdown auf Zypern. Schotte MacIntyre feiert ersten Toursieg.

Irgendwie hatte sich das angedeutet, dass Bernd Ritthammer ganz vorne mitspielen würde. Der 33-jährige Münchner hatte nach einer 70 zum Auftakt des Aphrodite Hills Showdown auf Zypern zwei 65er-Runden nachgeschoben und damit Ambitionen auf seinen ersten Sieg auf der European Tour angemeldet. Nach einer turbulenten Schlussphase mit Gewitterunterbrechung vor den letzten Putts wurde es der geteilte neunte Rang im Endklassement für Ritthammer, der damit zwar weiter auf seinen ersten Sieg auf der großen Tour warten muss, aber mit diesem Top-Ten-Resultat und - vor allem - dank einer konstant guten Performance über vier Runden durchaus zufrieden sein und wieder optimistischer nach vorne blicken kann.

Der Modus war bei diesem Event etwas außergewöhnlich: Aus dem gut 100 Teilnehmer starken Feld hatten sich nach zwei Runden am Freitag die 32 Besten für den Moving Day am Samstag qualifiziert, an dem alle Scores auf Null gesetzt wurden. Es ging für die Top 32 also wieder von vorne los - gleiche Chancen für alle. Und Ritthammer glänzte auch am Samstag mit seiner zweiten 65 auf dem Par-71-Kurs in Paphos an Zyperns Südwestküste. Sebastian Heisele und Max Kieffer hatten die Top 32 am Freitag dagegen um einen bzw. um zwei Schläge verpasst.

Ritthammer zog als einer der Top 16 am Samstag ins Finale ein. Und wieder schraubten die Verantwortlichen die Scores runter auf Null. Es ging also wieder von vorn los. Die Top 16 und Schlaggleiche, also 19 Spieler insgesamt, spielten den Sieger dieses zweiten Turniers innerhalb weniger Tage auf Zypern aus. Am Finaltag startete Ritthammer solide. Mit seinem gelochten Bunkerschlag auf Bahn sechs und zwei Birdies auf den Bahnen neun und zehn führte der Deutsche das Leaderboard plötzlich alleine an.

Es folgten allerdings ein Bogey auf der Elf - und schließlich eine einstündige Gewitterunterbrechung just in dem Moment, als sich alles entscheiden hätte sollen auf der Mittelmeerinsel. Nach dem Break war der Rhythmus dann irgendwie weg. Zumindest bei Ritthammer. Er kassierte das Bogey auf der 17 und fiel auf T9 zurück. Kein Turniersieg, aber ein starkes Ergebnis für den Münchner, der erstmals in dieser Saison in den Top Ten landete und wertvolle Punkte in der Gesamtwertung sammeln konnte.

Ganz vorne brachte sich nach der Gewitterpause der Japaner Masahiro Kawamura in Position, dem allerdings zwei Briten auf den Fersen waren: der Engländer Marc Armitage und der Schotte Robert MacIntyre. Vor allem Letzterer bewies im Endspurt Nerven aus Stahl: MacIntyre verpasste das Hole-in-One auf der 17 nur um fünf Zentimeter, zog mit Kawamura, der bereits im Ziel war, gleich (-6) und sammelte auf der 18 das noch nötige Birdie ein. Der 24-jährige Schotte feiert mit seiner 64 im Finale (-7) seinen ersten Sieg auf der European Tour.

Im Interview sagte MacIntyre hinterher unter Tränen, dass er schwierige Wochen hinter sich habe. Nun endlich einen großen Erfolg auf der Tour zu haben, mache ihn stolz: "Unglaublich. Ich kann es kaum fassen. Das ist das, wofür wir gearbeitet haben", so der Triumphator. Nach dem Lockdown habe er viel und hart an sich gearbeitet. Irgendwann sei er aber mental in ein Loch gefallen, habe die Lust und die Freude am Golf verloren. Jetzt ist alles wieder voll da. Lefty Robert MacIntyre ist zurück - vielleicht stärker als je zuvor.

Endergebnis des Aphrodite Hills Cyprus Showdown

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