Bild Information: Bryson DeChambeau (Photo by Sam Greenwood / Getty Images)

DeChambeau erwägt Rückzug

Desert Swing 2020
 

Gefahrenlage: Zahlreiche Spieler wollen Situation vor Turnieren in Nahost analysieren.

Traditionell steht zu Beginn einer Saison der so genannte Desert Swing an. Die European Tour lädt den Tross an den Persischen Golf zum Golfspielen ein. Ausgerechnet jetzt scheint sich der Konflikt zwischen dem Iran und den USA zu verschärfen. Zwar setzt Präsident Trump nach den Racheakten des Iran auf US-Militärbasen im Irak auf Deeskalation, aber wer weiß schon, wie sich die Situation entwickeln wird.

Daher befassen sich auch zahlreiche Golf-Stars mit den aktuellen Entwicklungen und behalten sich vor, eine Teilnahme der anstehenden drei Events in Abu Dhabi (16. bis 19 Januar), Dubai (23. bis 26. Januar) und in Saudi-Arabien (30. Januar bis 2. Februar) kurzfristig abzusagen. Vor allem Bryson DeChambeau hat über einen Streaming-Dienst ernsthafte Zweifel angemeldet, ob es Sinn mache, in die Region zu reisen, die sich in diesen Tagen von heute auf morgen zu einem Pulverfass entwickeln kann. 

Immerhin ist der 26-jährige DeChambeau der Titelverteidiger beim zweiten Turnier der Middle-East-Serie in Dubai. Und immerhin ist DeChambeau aktuell die Nummer 15 der Welt. "Ich kann eigentlich nicht ernsthaft nach Abu Dhabi reisen", verkündete DeChambeau. Dass mache er vor allem daran fest, dass es für Amerikaner nach der jüngsten Eskalation schwierig in der Region werden könne. Über sein Management ließ er mitteilen, dass man die Situation derzeit noch sehr genau beobachte.

"Wann werde ich sicher wegen Abu Dhabi Bescheid wissen? Sieht so aus als wüsste ich es erst am Dienstag", so DeChambeau. Weitere Stars teilten jüngst mit, zwar dabei sein zu wollen, aber nicht um jeden Preis. Dustin Johnsons Agent David Winkle sagte der USA Today, man sei entschlossen, verfolge aber aufmerksam jede Veränderung der Situation in der Region am Golf. Johnson ist Titelverteidiger des Turniers in Saudi-Arabien.

Sergio Garcia steht ebenso im Feld von Abu Dhabi und Dubai, möchte sich aber noch nicht vollends festlegen: "Wenn ich das Gefühl habe, es ist sicher dorthin zu reisen, werde ich es tun", sagte der Spanier der Golfweek. Aber auch er wird sich genau informieren. Die Verantwortlichen der European Tour betonten unterdessen, dass die Sicherheit der Spieler und aller, die bei den Turnieren beschäftigt sind, an oberster Stelle stehe. Nach den jüngsten Vorfällen zwischen dem Iran und den USA sind alle Beteiligten zumindest stark sensibilisiert. Verständlich.

Für die Abu Dhabi HSBC Championship und das Omega Dubai Desert Classic sind aktuell auch Martin Kaymer und Max Kieffer sowie Bernd Wiesberger gemeldet. Interessant: In Abu Dhabi wäre Sebastian Heisele - Stand jetzt - erster Nachrücker.

Kritik an Saudi International Entry List Abu Dhabi

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