Bild Information: Li Haotong (Photo by Lintao Zhang/Getty Images)

China - Europas zweite Chance

European Tour
 

Die Volvo China Open zeigt: Der Golf-Boom ist zurück.

Den Blick in den Fernen Osten zu richten, um dort nicht den Anschluss und die Chance auf einen äußerst ertragreichen Markt zu verpassen, ist längst kein Geheimnis mehr. Und auch die Golfwelt hat die wachsende Industrie, wie sie beispielsweise in China vorherrscht, bereits seit längerer Zeit im Blick. Für die European Tour bietet sich mit dem dort vorhandenen Kapital, das teilweise schier endlos scheint, jede Menge Möglichkeiten, frisches Geld in die Kassen zu spülen. Erst Recht, weil man sich auf dem eigenen Kontinent immer schwerer tut, große Sponsoren an Land zu ziehen, um der Übermacht USA Paroli zu bieten.

Die erste erfolgreiche europäisch-asiatische Zusammenarbeit trug bereits im Jahr 1999 Früchte, als man erstmals die Malaysian Open co-sanktionierte. In den Folgejahren intensivierte man das Bemühen, den Sport mit dem kleinen weißen Ball zu exportieren. 2012 gelang der European Tour ein großer Durchbruch, als man mit dem BMW Masters das bereits dritte Turnier in China austrug, das eine Woche vor dem WGC - HSBC Champions große internationale Namen anlockte. Der Durchbruch in einem Land, das den Golfsport bis in die 80er Jahre verboten hatte, scheint geglückt.

Wo ist der Golf-Boom?

Der große Hype hielt jedoch nur drei Jahre an. Das mit sieben Millionen US-Dollar dotierte BMW Masters verschwindet 2016 aus dem Kalender und so hatte man nur noch das WGC als Aushängeschild. Das Shenzhen International sowie die Volvo China Open kämpften Jahr um Jahr um namhafte Besetzung, scheiterten aber meist an der ungünstigen Terminierung. Zudem wollen die großen Stars der Szene ihre Reisestrapazen entsprechend vergüten lassen. Ohne entsprechende Sponsoren lassen sich diese Summen jedoch nicht stemmen.

Und so suchen die Verantwortlichen der European Tour nach Lösungen für die kleine Asien-Krise der jüngeren Vergangenheit. Denn wenn sich eines gezeigt hat bei der China Open Anfang Mai, dann dass der Golf-Boom in China zurückgekehrt, oder vielleicht auch nie verschwunden ist. Zum 25. Geburtstag des mit der Asian Tour co-sanktionierten Events lockte man knapp 50.000 Besucher in den Genzon Golf Club in Shenzhen. Von den 45 chinesischen Startern schafften zehn den Cut, darunter der 14-jährige Schüler Kuang Yang.

Die Chinesen sind begeisterungsfähig und genau diese Chance sollte sich die European Tour nicht ein zweites Mal durch die Lappen gehen lassen. Zumal die US PGA Tour bereits einen Schritt voraus ist und in der kommenden Saison einen Asian Swing in Südkorea, Japan und China einlegt, bei dem knapp 30 Millionen US-Dollar Preisgeld ausgeschüttet werden.

Zusammenarbeit mit CGA intensivieren

Neben der China Open ist mit dem WGC im Sheshan International Golf Club nur ein weiteres Event in China für dieses Jahr geplant. Dies will Ben Cowen, stellvertretender Vorsitzender der European Tour, so schnell wie möglich ändern: "Unser Ziel ist es, hier wieder zwei aufeinanderfolgende Turniere auszutragen. Es ist wichtig, den richtigen Platz im Kalender zu finden, damit die Spieler nicht nur für eine Woche anreisen müssen." So soll ein ähnliches Szenario wie in dieser Saison vermieden werden, in dem man aus Marokko nach Shenzhen reisen musste, nur um im Anschluss nach Southport, England, zurückzukehren - vorausgesetzt man wolle alle drei Events spielen.

Die European Tour verstärkt also wieder ihre Zusammenarbeit mit der China Golf Association und will den chinesischen Golfern auch vermehrt die Möglichkeit geben, sich mit den etablierten Profis zu messen. So plant man bei den in China stattfindenden Turnieren auf der Challenge Tour das Teilnehmerfeld zu 50 Prozent mit Mitgliedern der CGA aufzufüllen. "Dies gibt ihnen die Gelegenheit, auf einem sehr hohen Niveau zu spielen", so Cowen. "Wenn wir das durchsetzen, gibt es keinen Grund, warum die Spieler aus China nicht den Durchbruch schaffen sollten." So könnten beide Seiten voneinander profitieren. Man muss sich jedenfalls definitiv etwas überlegen. Eine dritte Chance wird die European Tour nämlich vermutlich nicht mehr bekommen. Erst Recht, weil die Freunde aus den USA bereits mehr als nur einen Fuß in der Tür haben.

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