Bild Information: Bryson DeChambeau gewinnt die Omega Dubai Desert Classic (Photo by Ross Kinnaird/Getty Images)

Machtdemonstration des "Mad Scientist"

European Tour
 

Amerikaner gewinnt in Dubai ersten Titel auf der European Tour.

Wer in Führung liegt und die gesamte Woche über davon spricht, bislang nicht sein bestes Golf gezeigt zu haben, könnte für arrogant gehalten werden. Man könnte es aber auch anders sehen, und dem Spieler einen Hang zur Perfektion zu unterstellen. Genau das trifft wohl auf keinen anderen Spieler so zu, wie auf Bryson DeChambeau, der mit einer beeindruckenden Schlussrunde nicht nur die Omega Dubai Desert Classic - und mit ihr seinen ersten Titel auf der European Tour - für sich entschied, er unterstrich auch, dass es keine leeren Worte waren und deutlich mehr möglich war, als er in den ersten Tagen gezeigt hatte.

Der Mad Scientist gewinnt erstes European Tour Turnier

Sei es seine methodische Herangehensweise an seinen Golfschwung, die ständigen Eigenheiten - denken Sie nur an Zirkelgate und sein Side Saddle Putting -, um auch den letzten Vorteil für sich heraus zu holen oder seine Entscheidung, die neuen Regeln auszunutzen und beim Putten die Fahne im Loch stecken zu lassen, weil er dann statstisch mehr Putts locht.

Noch nicht einmal seine Vorbereitung auf der Driving Range ähnelt der seiner Kollegen in der Weltspitze. Sein Perfektionismus geht sogar soweit, bei einer frühen Startzeit auf der Range seine Bälle mit einer Sprühflasche zu benässen, um den Tau auf dem Platz zu simulieren und ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wie sich der Ball verhält. Kein Wunder, dass Bryson DeChambeau der Beinahme "Mad Scientist" (engl. Verrückter Professor) verpasst wurde.

Aber die methodische Herangehensweise an sein gesamtes Golfspiel hat sich in der Vergangenheit ausgezahlt - insgesamt fünf Mal gewann DeChambeau bislang auf der PGA Tour - und das zahlte sich auch im Emirates Golf Club aus. Mit drei Birdies in Folge in den Tag gestartet, hielt er die Konkurrenz von Anfang an auf Abstand und brachte noch mehr Schläge zwischen sich und die nächsten Verfolger, als er die Back Nine mit einem souverän herausgespielten Eagle und direkt im Anschluss mit einem weiteren Birdie begann. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sechs Schläge Vorsprung und sollte diesen bis zum Ende der Finalrunde nicht nur verteidigen sondern sogar weiter ausbauen.

Mit drei weiteren Birdies auf den letzten sechs Bahnen verbesserte DeChambeau mit einer abschließenden 64 (-8) nicht nur seinen Siegesscore auf 24 unter Par, er unterbot auch den Turnierrekord von bislang 23 unter Par um einen weiteren Schlag. "Es ist ein unglaubliches Gefühl, einen Sieg auf dieser Seite des Atlantiks zu gewinnen", freute sich DeChambeau über seinen siebten Titelgewinn als Profi.

Hinter dem Amerikaner beendete Matt Wallace - nach einer abschließenden 68 (-4) - die Omega Dubai Desert Classic auf dem alleinigen zweiten Platz bei 17 unter Par; sieben Schläge hinter dem Gewinner DeChambeau.

Zum abschließenden Leaderboard der Omega Dubai Deser Classic 2019

Martin Kaymer macht mächtigen Sprung am Sonntag

Für Martin Kaymer wurde es mit einer finalen 67 (-5) - eine der zehn besten Runden des Tages - noch einmal ein versöhnlicher Abschluss der Omega Dubai Desert Classic. Dies bedeutete den Sprung vom geteilten 38. Platz bis knapp ausserhalb der Top 20. Mit drei Birdies auf den ersten vier Bahnen begann Kaymer die Finalrunde fulminant. Auch auf den zweiten Neun gelangen dem Deutschen drei Unterspielungen bei nur einem Schlagverlust. Mit insgesamt 277 Schlägen beendete Kaymer die Omega Dubai Desert Classic zweistellig unter Par (-11) auf dem geteilten 24. Rang. Jetzt geht es für Kaymer zurück in die USA zu einer längeren Turnierphase auf der PGA Tour, die für den Deutschen mit der Waste Management Phoenix Open (31. Januar bis 3. Februar) beginnt.

Für Matthias Schwab ging es in der Finalrunde dagegen auf dem Leaderboard nach unten. Mit einer abschließenden 75 (+3) verlor der Österreicher 26 Plätze und beendete das Turnier im Emirates Golf Club auf dem geteilten 64. Rang bei drei unter Par.

Zum kompletten Leaderboard der Omega Dubai Desert Classic

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