Bild Information: European Tour Qualifying School (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Der steinige Weg der Q-School

European Tour
 

Die Qualifying School lockt mit der vollen Spielberechtigung.

Am Ende der European Tour Qualifying School winken 25 "volle Spielberechtigungen" für Europas höchste Golfliga. Kein Wunder, dass sich jedes Jahr mehr als 700 ambitionierte Golfer - jung wie alt - daran probieren. Doch der Aussiebeprozess ist hart und der Weg zu den begehrten Tourkarten lang und steinig.

"Die besten 25 Spieler (und Geteilten) verdienen sich einen Status der Kategorie 17 auf der European Tour sowie der Kategorie 5 auf der Challenge Tour [für die kommende Saison]", schreibt die European Tour auf ihrer Webseite. Das entspricht erfahrungsgemäß etwa 18 Starts in Europas höchster Golfliga. Gerade zu Beginn der Saison (in Südafrika) sowie bei den kleineren Turnieren können sich die Qualifikanten über Startplätze sicher sein. Bei den größeren Events kommt man mit Kategorie 17 nur ins Feld, wenn man ganz oben auf der Liste steht; wenn überhaupt.

Kein Wunder also, dass nur etwa eine Handvoll der 25 "Überlebenden" der Qualifying School auch im darauffolgenden Jahr ihre Spielberechtigung verteidigen können. Dennoch versuchen sich jedes Jahr wieder zahlreiche Nachwuchsspieler am steinigen Weg über die Qualifying School. Denn selbst wenn die Chancen geringt und die Aussichten auf ein gesichertes Einkommen schlecht sind, ist der Silberstreif am Horizont zu verlockenden, den Weg nicht dennoch einzuschlagen.

25 aus mehr als 700

Von den mehr als 700 angemeldeten Golfern für die First Stage, die normalerweise zwischen Anfang September und Anfang Oktober stattfindet, kommen nur etwa 25 Prozent weiter zur Second Stage. Diese erspielen sich ihr Weiterkommen über vier Runden Zählspiel (72 Löcher) in zahlreichen Austragungsorten über ganz Europa; seit 2017 sogar mit einer Station in Asien. Die mehr als 300 Startplätze in der Second Stage werden dann mit Anmeldungen von Spielern der European Tour aufgefüllt sowie mit ehemaligen Siegern der Challenge Tour Rankings und vergangener Qualifying Schools.

In der Second Stage wird Anfang November erneut über vier Runden Zählspiel (72 Löcher) weiter aussortiert. Über die vier Stationen - allesamt in Spanien - qualifizieren sich erfahrungsgemäß um die 80 für die Final Stage, die 2017 erstmals in der Lumine Beach & Golf Community ausgetragen wird. Zu den etwa 80 Qualifikanten aus der Second Stage gesellen sich Mitte November noch einmal knapp die gleiche Anzahl Spieler aus dem European Tour Race to Dubai (Plätze 101 bis 145) und dem Race to Oman der Challenge Tour (Plätze 16 bis 45) sowie weiteren Qualifikanten aus aller Welt.

In der Final Stage der European Tour Qualifying School stehen an sechs Tagen schließlich noch einmal 108 Löcher Zählspiel (sechs Runden) auf dem Programm. Nach 72 Löchern (je 36 auf dem Lakes Course sowie dem Hills Course im Lumine Golf Club) findet der erste Cut statt, bevor die verbliebenen 70 (und Schlaggleichen) um die beste Kategorie über die Q-School kämpfen. Die besten 25 (und Geteilten) erhalten Kategorie 17 auf der European Tour in der kommenden Saison.

Selbst das Erreichen der Final Stage sowie das Überstehen des Cuts wird mit einer Kategorie belohnt, die einem immerhin bis zu zehn Starts auf der European Tour und weitere auf der Challenge Tour bringen.

Wer darf sich für die Qualifying School anmelden?

Für eine Startgebühr von 1.800 Euro dürfen sich neben jedem männlichen Golfprofi auch Amateure mit einem maximalen Handicap von 0,4 (Scratch) für die First Stage der Qualifying School anmelden. Die Chancen auf den großen Coup sind zwar gering, aber die Möglichkeit, sein Geld an der Seite der besten Golfer der Welt zu verdienen, locken jedes Jahr mehrere hundert Aspiraten an.

Weitere Informationen zur European Tour Qualifying School finden Sie hier Häufig gestellte Fragen zur Q-School der European Tour werden hier beantwortet (Englisch) Weitere Informationen zu den Golf Packages der Lumine Beach & Golf Community

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