Bild Information: Europäer gewinnen EurAsia Cup 2018 (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Generalprobe noch einmal gerettet

European Tour
 

Das europäische Team um Kapitän Thomas Björn gewinnt den EurAsia Cup 2018.


Kuala Lumpur, Malaysia - Thomas Björn und seine Mannen haben das Ruder beim EurAsia Cup in den Einzeln noch einmal herum gerissen und das europäisch-asiatische Pendant zum Ryder Cup mit 14 zu 10 Punkten gewonnen. Ein fader Beigeschmack bleibt mit Blick auf Paris Ende September allerdings dennoch bestehen.

Die ersten beiden Tage haben es die Europäer nicht geschafft, ein klares Zeichen zu setzen. Ganz im Gegenteil. Nach den Vierern (Freitag) und Klassischen Vierern (Samstag) lag Team Asia mit 6,5 zu 5,5 Punkten vorne und hatte die Europäer in Zugzwang gebracht.

Denn es waren nicht die Spieler um Asiens Kapitän Arjun Atwal, die den EurAsia Cup als Generalprobe für den Ryder Cup in Paris nutzen wollten. Und die drohte, gehörig schief zu gehen.

Europäer drehen EurAsia Cup in den Einzeln

Doch nach den Klassischen Vierern am Samstag hat Europas Kapitän Thomas Björn offensichtlich die richtigen Worte gefunden. Im Interview am Ende des zweiten Tages kündigte er an, dass er in den Einzeln von jedem seiner Spieler erwarte, ihre Matches zu gewinnen.

Das taten sie dann auch. Mit achteinhalb Punkten in zwölf Begegnungen stärkten die Europäer ihrem Kapitän nicht nur den Rücken und ließen seinen großen Worten Taten folgen, sie drehten auch den Spieß beim diesjährigen EurAsia Cup um und gewannen mit 14 zu 10 Punkten.

Allerdings müssen wir der Wahrheit ins Gesicht blicken. An den ersten Tagen bekleckerte sich Team Europa nicht mit Ruhm. Wenn Spieler wie der British-Open-Champion Henrik Stenson, Race-to-Dubai-Sieger Tommy Fleetwood sowie die mehrfachen European-Tour-Sieger Rafa Cabrera Bello, Tyrrell Hatton und Thomas Pieters es nicht schaffen, gegen Nicholas Fung, Sunghoon Kang, Phachara Khongwatmai und Co. eine deutliche Führung herauszuspielen, wie wollen sie dann gegen Kaliber wie Dustin Johnson, Jordan Spieth und Justin Thomas bestehen?

Langer Weg liegt vor Team Europa

Das Jahr steckt zwar noch in den Kinderschuhen und die europäischen Spieler werden im September ganz anders auf den Kontinentalwettkampf mit den US-Amerikanern vorbereitet sein, aber dennoch muss man den EurAsia Cup als Generalprobe ansehen.

Es liegt noch ein weiter Weg vor Team Europa, ins Besondere vor Thomas Björn. "Als Kapitän kann ich nur dafür sorgen, dass alle möglichst gut auf das Bevorstehende vorbereitet sind, auf dem Platz habe ich es dann nicht mehr in der Hand", hatte der Ryder-Cup-Kapitän am Freitag gesagt. Gerade als Team - normalerweise eine Stärke der Europäer - zeigten sich an den ersten beiden Tagen noch einige Abstimmungsschwierigkeiten.

Da kann Björn noch so oft von unglücklichen Situationen sprechen und die spielerische Stärke seines Teams unterstreichen. Am Ende kommt es darauf an, Punkte aufs Leaderboard zu bringen und darin besteht Handlungsbedarf.

Zumal die Amerikaner so stark scheinen wie lange nicht mehr, und auch ihre Schwäche aus der Vergangenheit haben sie ausgemerzt. Waren die Vierer und Klassischen Vierer nie eine Stärke des US-Boys, haben sie sowohl im vergangenen Ryder Cup als beim Presidents Cup bewiesen, dass sie als Mannschaft zusammengeschweißt wurden.

Björn und seine Mannen mögen das Ruder beim EurAsia Cup noch einmal herum gerissen haben, im Le Golf National können sie sich allerdings nicht darauf verlassen, acht der zwölf Einzel für sich zu entscheiden und damit den Ryder Cup wieder nach Europa zu holen.

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