Bild Information: Kendall Dye (Photo by Michael Cohen/Getty Images)

Unerlaubte Hilfestellung sorgt für Kontroverse

Entscheidungen zu Golfregeln
 

Ein Caddie hilft einer Spielpartnerin und beide Parteien werden bestraft.

Wir sind seit dem vergangenen Wochenende um einen heiß diskutierten Regelfall reicher. Denn nicht nur sorgte das Vergehen an sich für Gesprächsstoff. Auch die Art und Weise, wie der Fall an die Öffentlichkeit getragen wurde, schlug hohe Wellen. Doch eins nach dem anderen.

Der Regelbruch ereignete sich in der sechsten Runde des LPGA Q-Series. Kendall Dye kommunizierte mit dem Caddie ihrer Spielpartnerin Dewi Weber. Hierbei handelte es sich jedoch nicht um einen üblichen Small Talk, sondern um die vorangegangene Schlägerwahl Webers. Der Caddie gab auf Anfrage Dyes Auskunft über das genutzte Werkzeug, womit beide Parteien gegen die Regeln verstießen. Denn zum einen hätte Dye mit Ausnahme ihres eigenen Caddies niemand anderes um Beratung bitten dürfen. Zum anderen hätte Webers Caddie nur seiner Arbeitgeberin entsprechende Informationen mitteilen dürfen. Das Beraten anderer Spieler ist untersagt. Und da Weber für die Handlungen ihres Caddies verantwortlich ist, bekamen beide Spielerinnen jeweils zwei Strafschläge.

"Ich nehme die volle Verantwortung auf mich und schäme mich dafür, die Regel nicht gekannt zu haben", schrieb Dye bei Twitter. "Ich habe zehn Jahre lang Profigolf gespielt und so etwas tausende Male zwischen Spielern und Caddies gesehen. Noch nie wurde eine Strafe ausgesprochen. Ich bin absolut enttäuscht, dass zwei unschuldige Personen wegen mir zwei Strafschläge bekommen haben." Bleibt zu klären, wie der Fall überhaupt ins Gespräch kam, war Dye die Regel doch nicht bewusst.

Ans Tageslicht kam der Fall aufgrund einiger kryptischer Tweets der dritten Spielerin in der Gruppe, Christina Kim. Diese äußerte sich in den sozialen Medien über den Regelbruch und lenkte so die Aufmerksamkeit auf das Vergehen, das sie bereits zuvor den Regeloffiziellen meldete. "Ich bin enttäuscht vom unprofessionellen Verhalten einer Kollegin, dieses Thema auf Twitter öffentlich zu machen“, so Dye, die es genauso wie Weber nicht in die Top 45 der LPGA Q-Series schaffte und damit die Tourkarte für die LPGA Tour verpasste.

Es ist übrigens nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass ein Bruch gegen Regel 10.2 für reichlich Diskussion sorgt. Bereits ein Fall um Haotong Li machte Anfang des Jahres Schlagzeilen.

Die wichtigsten Neuerungen der Golfregeln für 2019 Alles über die neuen Golfregeln im DGV-Serviceportal Weitere Entscheidungen zu den Golfregeln finden Sie hier

Anhänge

Anzeige
Anzeige
Brendan Steele (Photo by Marianna Massey/Getty Images) Brendan Steele (Photo by Marianna Massey/Getty Images)

Entscheidungen zu Golf...

Strafe: Profi nutzt Ausrichtungs...

Erneut wird gegen Regel 4.3 verstoßen.

weiterlesen
Yardage Book (Photo by Andrew Redington / Getty Images) Yardage Book (Photo by Andrew Redington / Getty Images)

Entscheidungen zu Golf...

Falsche Grün-Karten: Profi disqu...

Mark Wilson zeigt sich bei Barracuda Championship selbst an.

weiterlesen
Penalty Area (Photo by Getty Images) Penalty Area (Photo by Getty Images)

Regeln

Golfclubs für Regeländerungen ge...

So reagieren deutsche Golfanlagen auf Regeländerungen.

weiterlesen
Gary Woodland (rechts) mit einem Regel-Offiziellen (Photo by Sam Greenwood/Getty Images) Gary Woodland (rechts) mit einem Regel-Offiziellen (Photo by Sam Greenwood/Getty Images)

Panorama

Kein Mitleid für die Ich-AGs 

Erster Abschlag. Die Kolumne zum Wochenanfang. 

weiterlesen