Bild Information: Jordan Spieth schaut verwirrt (Photo by Kevin C. Cox/Getty Images)

Spieth entgeht Strafschlag für falschen Drop

Entscheidungen zu Golfregeln
 

Regeloffizieller weist rechtzeitig auf korrekten Drop hin.

Es ist nur verständlich, dass in den ersten Turnieren und Wochen des neuen Jahres noch einige Verwirrung bezüglich der Regelveränderungen bestehz, die am 1. Januar 2019 in Kraft getreten sind. Wenn man sich aber im Vorfeld des Turniers noch über eben jene Regel beschwert, gegen die man dann prompt fast verstößt, muss man sich schon fragen. So geschehen in Runde 1 der Sony Open in Hawaii bei Jordan Spieth.

"Eine [Regel], die ich nicht wirklich verstehe ist der Drop", sagte Jordan Spieth am Dienstag in Hawaii. "Man muss auf Kniehöhe droppen. Aber was ist der Vorteil, wenn man auf Schulterhöhe droppt? Das ist doch eher ein Nachteil." Deswegen plädiere er dafür zwischen (!) Knie- und Schulterhöhe droppen zu dürfen.

Die Situation:

Nach seinem Abschlag am 15. Loch in Runde 1 der Sony Open in Hawaii fand Jordan Spieth seinen Ball in der Nähe eines Sprinklerdeckels wieder, der seinen Stand bzw. den Raum des beabsichtigten Schwungs behinderte. Weil er weiß, dass er von dort eine straflose Erleichterung in Anspruch nehmen darf, markierte er die Stelle, suchte sich den nächsten Punkt der Erleichterung, hob seinen Ball auf, streckte den Arm auf Schulterhöhe aus und ... wurde vom Regeloffiziellen Slugger White augenblicklich mit den Worten "Whoa, Whoa, Whoa!" unterbrochen.

Die Lösung (Regel 14.3):

Nach Regel 14.3 Ball im Erleichterungsbereich droppen ist ausdrücklich vorgeschrieben, wie ein Ball richtig gedroppt werden muss, damit er im Spiel ist. Dazu gehören, dass nur der Spieler seinen Ball droppen darf, der Ball im Erleichterungsbereich (eine Schlägerlänge zu beiden Seiten) zur Ruhe kommen muss sowie - und das ist der springende Punkt - dass er aus Kniehöhe senkrecht nach unten gedroppt werden muss.

Nach dem Hinweis von White beugte sich Spieth vorne über, ließ seinen Ball aus der korrekten Höhe fallen und spielte weiter - auf dem Loch wurde es das Par für Spieth.

Hätte Spieth seinen Ball aus Schulterhöhe fallen gelassen, hätte er seinen Fehler vor dem nächsten Schlag straflos korrigieren dürfen. Hätte er allerdings seinen Schlag ausgeführt, nachdem er den Ball aus Schulterhöhe fallen gelassen hat, hätte er sich einen Strafschlag zu seinem Ergebnis hinuzu addieren müssen.

"Es ist ein frustrierender ***, dass ich den Ball wieder aufheben und neu fallen lassen muss, wenn ich in Schulterhöhe gedroppt habe." Aber so sind nun einmal die neuen Regeln.

Die wichtigsten Neuerungen der Golfregeln für 2019 Alles über die neuen Golfregeln im DGV-Serviceportal Weitere Entscheidungen zu den Golfregeln finden Sie hier

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