Bild Information: Bryson DeChambeau mit dem Corpus Delicti (Photo by Warren Little/Getty Images)

Ein Zirkel sorgt für Aufregung

Entscheidungen zu Golfregeln
 

Bryson DeChambeau gerät schon wieder mit den Regelhütern aneinander.


In seiner kurzen, aber erfolgreichen Zeit als Profi hat sich Bryson DeChambeau nicht ohne Grund den Spitznamen "The Mad Scientist" verdient. Der Amerikaner, der vor seinem Wechsel ins Profilager seinen Master in Physik an der Southern Methodist University abgeschlossen hat, spielt nicht nur alle Eisen in einer Länge, er gerät mit seinem Ideenreichtum auch immer wieder mit den Regelhütern aneinander.

Im vergangenen Jahr experimentierte DeChambeau mit einer neuen Putttechnik - bei der Side Saddle Methode stand er zum Loch gerichtet und bewegte den Putter seitlich am Körper vorbei. Die USGA stellte diese Technik in Frage und wollte sie in Bezug auf den Einklang mit den Regeln überprüfen. Daraufhin verzichtete DeChambeau auf die außergewöhnliche Putt-Technik, beschuldigte die USGA aber damals, "die Entwicklung des Spiels zu behindern".

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"Zirkelgate" um Bryson DeChambeau

Bei der Travelers Championship, die DeChambeau auf dem geteilten neunten Platz beendete, sorgte der Amerikaner erneut für Aufregung. Die Fernsehkameras zeigten ihn dabei, wie er mit einem Zirkel - ja, dem Gerät, das die meisten noch aus dem Mathematikunterricht kennen dürften - in seinem Birdie Buch hantierte. Die PGA Tour informierte DeChambeau daraufhin darüber, dass sie sein Vorgehen auf Regelkonformität überprüfen würden.

"Es ist ein Zirkel; Segler verwenden ihn seit langer, langer Zeit. Ich tue es seit 2016", echauffierte sich DeChambeau über die plötzliche Aufregung. "Es ist schon lustig, dass es Leuten erst dann auffällt, wenn man anfängt, gut zu spielen." DeChambeau gewann im Mai mit dem Memorial Tournament sein zweites Turnier auf der PGA Tour und wird aktuell auf Position 22 in der Weltrangliste geführt.

Als Grund für die Verwendung des Zirkels gab DeChambeau die Ungenauigkeit der Birdie Bücher an. "Manchmal weichen die Angaben etwas von der tatsächlichen Position ab, deshalb gehe ich nur sicher, dass die Angaben auch stimmen." Damit könnte er aber, zumindest nach Ansicht der PGA Tour, gegen Regel 14-3 "Künstliche Hilfsmittel, ungebräuchliche Ausrüstung und ungewöhnliche Verwendung von Ausrüstung" verstoßen.

Eine Entscheidung zu dem Zwischenfall, der in den sozialen Medien bereits den Beinamen "Compassgate" trägt, wird für die kommenden Tage erwartet. Eine rückwirkende Bestrafung DeChambeaus stehe nicht zur Debatte, es gehe lediglich darum, ob er auch zukünftig noch den Zirkel verwenden dürfe, ließ die PGA Tour wissen.

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