Bild Information: Die Schlagfläche des PING G400 Max Driver (Photo by PING Golf)

Warum hat der Driver Grooves?

Tipps & Tricks
 

Haben Rillen auf der Schlagfläche moderner Hölzer einen echten Nutzen?

Seit Jahren nehmen wir die Tatsache einfach hin, dass die Schlagfläche vom Driver Grooves hat. Genau wie bei jedem anderen Schläger eben auch. Aber wozu haben Driver Grooves? Beeinflussen sie den Spin? Können sie vielleicht sogar bei langen und geraden Abschlägen helfen? Wir sind der Frage, warum die Schlagfläche moderner Driver Grooves haben, auf den Grund gegangen.

Wozu braucht man überhaupt Grooves?

Generell sorgen die Rillen auf der Schlagfläche für mehr Reibung und damit für mehr Spin. Ganz allgemein gilt: Je mehr Loft - also Schlagflächenneigung -, desto mehr Spin wird erzeugt und desto mehr Sinn machen Grooves. Ausserdem sorgen Grooves dafür, dass Wasser und Schmutz im Treffmoment einen nicht ganz so großen negativen Einfluss auf den Spin haben.

Ohne Grooves würden die Bälle wie ein Autoreifen bei hoher Geschwindigkeit von Aquaplaning betroffen sein und sich nicht die Schlagfläche hinaufdrehen - und damit Spin erzeugen - sondern hinaufgleiten. Damit einher gingen Kontrollverlust über Richtung und Länge des Balls.

Lesen Sie auch: Auf der Spur des Ballflugs - die wichtigsten Grundbegriffe erklärt

Grooves beim Driver: Altlasten oder Alleskönner?

Früher - zu Zeiten von Persimmon Schlägern, als Hölzer noch aus echtem Holz gefertigt wurden - sollen die Grooves vor allem dem Zweck gedient haben, bei Regen und nassem Untergrund bessere Ergebnisse zu liefern, weil die Schlagfläche sonst eine komplett glatte Oberfläche gehabt hätte.

 

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In den letzten Jahren wurden allerdings immer mehr Driver vorgestellt, bei denen Grooves entweder gar nicht mehr oder zumindest nur in den Außenbereichen der Schlagfläche auftauchten. Der Grund: Die Schlagflächendicke nimmt auf der Jagd nach höheren Ballgeschwindigkeiten immer weiter ab. Speziell im Sweet Spot ist das Material teilweise so dünn, dass die Hersteller Gefahr laufen, dass die Schlagflächen brechen und der Schläger unbrauchbar wird.

Im Randbereich sind die Schlagflächen dagegen dick genug und Grooves sollen an diesen Stellen für etwas mehr Rückwärtsdrall sorgen, was zu weniger seitlicher Abweichung führt. Die meisten Hersteller verzichten allerdings darauf, beim Driver Grooves ähnlich denen bei Eisen und Wedges einzuziehen und setzen vermehrt auf dünne Linien, die mit dem Laser eingebrannt werden.

Grooves beim Driver haben in erster Linie nur einen optischen Nutzen. Um sich besser in das Gesamtbild des Schlägersatzes einzubinden sowie den Sweet Spot besser darzustellen.

Kaufberatung: Fairwayholz, Hybrid oder Utility-Eisen? Custom Fitting: Sparen Sie nicht am falschen Ende

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