Bild Information: Eisenset (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)

Wieso 14 Schläger im Bag?

Grundwissen
 

Die Frage, wie man als Golfer seine Tasche zusammenstellt, hat sich vermutlich schon jeder gestellt. Doch warum ist das Limit bei 14 Schlägern?

Wer an Ian Woosnam denkt, der denkt vermutlich an Wales, den Ryder Cup und jene Szene bei der British Open 2001 als ihm ein Schläger zum Verhängnis wurde. Auf der Finalrunde und mitten im Titelrennen stellte Woosnams Caddie fest, dass im Bag 15 Schläger steckten - also einer zu viel. Der Waliser hatte den extra Driver auf der Range getestet und nicht bemerkt, dass sie ihn auch auf die Runde mitgenommen hatten. Das Ergebnis waren zwei Strafschläge gemäß Regel 4-4a und das Ausscheiden aus der Spitzengruppe.

Woosnam begegnete so auf bittere Art und Weise eine Regel, die genauso ohne Hinterfragen hingenommen wird wie die Tatsache, dass der Golfplatz 18 Löcher hat. Wieso darf ein Golfer nur 14 Schläger mit auf die Runde nehmen? Regel 4-4a besagt: "Der Spieler darf eine festgesetzte Runde nicht mit mehr als 14 Schlägern antreten." Doch woher kommt diese Zahl?

35 Schläger im Bag

Es waren nicht immer 14. In den Anfängen nahmen Golfer nicht mehr als acht mit, irgendwann jedoch wuchsen die Bags und Spieler begannen, eine fehlende Begrenzung auszunutzen. Eng damit verbunden war die Einführung des Stahlschafts Ende der 1920er Jahre. Da die Spieler das Gefühl hatten, der Stahlschaft biete nicht die Möglichkeit, mit einem Schläger mehrere verschiedene Schläge auszuführen - wie es bei den klassischen Hickory-Schlägern der Fall war -, nahmen sie immer mehr Schläger auf die Runde mit.

Den Höhepunkt dieser Entwicklung markierte das Jahr 1935 als ein Profi 35 Schläger mit auf die Runde nahm - einen Satz für Rechtshänder und einen für Linkshänder, sollte der Ball in schwierigen Positionen zum Ruhen kommen. Angesichts dieses absurden Trends, der nicht nur aufgrund der Tatsache kritisiert wurde, dass Caddies teilweise zwei Bags tragen mussten, sondern auch weil er wohlhabendere Spieler bevorzugte, die sich mehr Schläger leisten konnten, entschieden sich die Regelhüter, dem einen Riegel vorzuschieben. 1938 trat das noch heute gültige 14-Schläger-Limit in Kraft.

Begrenzter Freiraum

Warum die Wahl genau auf diese Zahl fiel, kann nur vermutet werde. Großen Anteil dürfte die Umstellung der Equipment-Hersteller von Einzelproduktion auf die Produktion von Eisensets mit neun Schlägern gehabt haben. Diese neun ergaben zusammen mit dem Putter und den vier Hölzern die Zahl 14. Zudem hatte das Limit auch das Ziel, das Golfspiel, das mit unbegrenzt vielen Schlägern leichter geworden war, wieder etwas anspruchsvoller zu machen.

Heutzutage hat diese starre Zusammenstellung der Tasche nur noch selten Bestand. Profis tüfteln an allen Ecken und Enden auf der Suche nach der besten Kombination. Nur an die Beschränkung auf 14 Schläger müssen sie sich halten, das wird auch Woosnam nicht vergessen.


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