Bild Information: Clubhaus von Royal Troon.

Leckerbissen für Traditionalisten

Schottland
 

Golfplätze, Hotels und Pubs in der Grafschaft Ayrshire.

Die besten Golferinnen der Welt trafen sich Ende August 2020 zur AIG Women’s British Open in der Grafschaft Ayrshire auf dem Championship Course des Royal Troon Golf Clubs. Aus deutscher Sicht mit einem sensationellen Ergebnis, denn Sophia Popov holte den Titel. Der erste Major-Sieg einer deutschen Golferin. Bereits zehnmal hatten die Männer auf diesem grandiosen Links-Course an der schottischen Westküste ihre Open Championship ausgerichtet. Zuletzt 2016.

Kein Wunder, dass der Küstenplatz des exklusiven königlichen Clubs auf der To-do-Liste vieler Golfer steht, auch wenn die Greenfee mit 260 Pfund (ca. 290 Euro) kein Schnäppchen ist. Der Klub verfügt noch über einen zweiten vorzüglichen Platz, den Portland Course. Wer beide Plätze an einem Tag spielen will, kann dies mit dem Day Ticket für 300 Pfund (ca. 335 Euro) tun.

Aber Golf in Ayrshire muss nicht teuer sein. In dieser Region, die dank der Open-Plätze von Prestwick, wo 1860 die Geschichte des modernen Turniergolfs begann, Turnberry und Troon weltberühmt ist, gibt es fast 50 Plätze – und so finden sich für jedes Budget die passenden grünen Spielwiesen. Vorzügliche Links-Courses wie die Dundonald Links, Austragungsort der Scottish Open der European und der Ladies European Tour, Barassie Links und Irvine Bogside sind längst kein Geheimtipp mehr. Diese drei Plätze haben sich zusammengetan und bieten mit der Ayrshire Links Experience die Möglichkeit, diese drei Linksplätze zu einem Sonderpreis zu spielen. Und es gibt weitere attraktive Angebote wie z.B. die Gailes Golf Experience, Open Links of Ayrshire oder den Golf South Ayrshire Pass.

Die Kleinstadt Troon (rund 15.000 Einwohner) verfügt über drei öffentliche Plätze, um die sie viele Städte beneiden, die Troon Links. Sie liegen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Royal Troon. Obwohl der Darley Course mit 6301 Yards (5762 Meter) bei Par 71 nach modernen Standards nicht als sonderlich lang gilt, ist dieser traditionelle Links-Course selbst für gute Golfer ein echter Test.

Lochgreen bietet eine einzigartige Mischung aus Links- und Parkland Course. Obwohl dieser Platz mit 6822 Yards (6228 m) bei Par 74 der längste der drei ist, wird er von durchschnittlichen Golfern am meisten geschätzt. Aber auch dieser Platz ist von den Championship-Tees ein echter Test, wie die Golflegende Jack Nicklaus bezeugen kann. Der mittlerweile 80 Jahre alte Amerikaner spielte bei der Qualifikation für die British Open 1962 eine 82 und dann eine 68. Damit qualifizierte er sich erstmals für die British Open.

Ideal für Anfänger und hohe Handicaps ist der Fullarton Course, der bei Par 64 nur 4867 Yards (4450 m) misst und nur ein Loch aufweist, das länger als 400 Yards (366 m) ist. Gute Golfer können auf diesem Platz an ihrer Präzison und Distanzkontrolle arbeiten, zumal man die 18 Löcher von Fullarton in weniger als drei Stunden absolviert. Aber jetzt kommt der Clou: Mit der Troon Links Experience kann man alle drei Courses für 65 Pfund (ca. 73 Euro) spielen. Oder man wählt die Mini Experience und wählt zwei der drei Plätze aus – für nur 45 Pfund (ca. 50 Euro).

Auch wer Abwechslung von Links Golf, der ursprünglichen Form des Golfspiels, sucht, findet in Ayrshire genügend Möglichkeiten auf vorzüglichen Parkland Courses zu spielen – und das noch zu ausgesprochen günstigen Greenfees. Der Largs Golf Club bietet nicht nur herrliche Ausblicke auf den Firth of Clyde, sondern wird von den Einheimischen liebevoll als das Augusta von Ayrshire bezeichnet. Die Grüns sind glatt wie Seide und Azaleen-Büsche rahmen die Fairways ein, mit einem Greenfee von 49 Pfund (ca. 55 Euro) ein echtes Schnäppchen. Doch es geht noch günstiger: Den Rowallan Castle Golf Club in Kilmaurs (rund 30 km südlich von Glasgow gelegen), der 2008 nach dem Entwurf des schottischen Weltklasseprofis Colin Montgomerie eröffnete, kann man wochentags für 25 Pfund (ca. 28 Euro) und am Wochenende für 30 Pfund (ca. 33 Euro) spielen – und das für 19 Löcher. Montgomerie baute noch ein Par-3-Loch, damit nach Gleichstand im Lochspiel das Match entschieden werden kann. Gleich zwei alte Schlösser, das Old und das New Castle, bilden eine eindrucksvolle Kulisse für eine Runde Golf.

Nicht nur was die Greenfees angeht, auch bei den Unterkünften bietet Ayrshire schöne und günstige Hotels. Das Old Loans Inn hat den Scottish Tourism Award für das beste kleine Hotel in Schottland von 2017 bis 2019 dreimal in Folge gewonnen. Das South Beach Hotel in Troon gehört und wird geführt von Stewart Watt. Der Eigentümer dieses traditionellen Strandhotels ist Mitglied in Royal Troon – und ab und an nimmt er einen Gast auf eine Runde in seinem Club mit.

Besonders beliebt bei Golfern ist das Gailes Hotel, das nicht nur wenige Minuten von den Gailes Links, Dundonald und Western Gailes entfernt liegt, sondern auch noch eine Driving Range, einen Golfshop, ein Spa und eine Sports Bar mit Indoor-Golf-Simulator in unmittelbarer Nachbarschaft bietet. Auch an „19. Löchern“ oder Pubs mangelt es in dieser Region nicht. Der Red Lion in Prestwick war in den Jahren von 1851 bis 1864, als Old Tom Morris im Prestwick Golf Club als Greenkeeper und Professional arbeitete, der Lieblingspub dieser Golflegende. Im Golf Inn in Prestwick trafen sich 1860 die acht Teilnehmer der ersten Open Championship regelmäßig zum Lunch. Auch heute noch ist dieser Pub ein beliebter Treffpunkt von Golfern aus aller Welt, zumal am Wochenende immer Livemusik geboten wird.

(Text/Fotos: Helma Scheffler PR)

Von Augusta bis Australien

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