Bild Information: Punta Espada (Photo Eden Roc)

Karibik-Feeling

Plätze
 

Die 100 besten Plätze der Welt im Porträt: Punta Espada in Cap Cana.

Punta Espada
Adresse:  Cap Cana, Juanillo, Dominikanische Republik

Greenfee: Variabel je nach Anbieter vor Ort. Die Höchstrate liegt bei 395 Dollar, wer nachmittags spielt, kommt auch für 180 Dollar auf den Platz.

Irgendwann ist man verwöhnt: Von all‘ diesen perfekten Ausblicken über ein hellblaues Meer, dem strahlendweißen Sand, dem Geplätscher der Wellen, den großartigen Löchern. Punta Espada ist das, was man hierzulande wohl einen Traumplatz nennen würde, wenn man nicht so sehr auf die oftmals etwas kalten und regnerischen Runden auf einem der großen britischen Linkskurse dieser Welt abfährt.

Der beste Platz in der Karibik

Punta Espada, 2007 von Jack Nicklaus als erster der Plätze des Großprojektes Cap Cana fertiggestellt, ist Karibik pur und hat in den internationalen Bewertungen den etwa eine halbe Stunde entfernten Platz Teeth of the Dog von Casa de Campo längst überflügelt. Das liegt zum einen daran, dass die Topographie hier in Cap Cana, einen Katzensprung vom Flughafen Punta Cana entfernt, ähnlich spektakulär ist und man sich die großartigen Küstenabstriche auch für Golflöcher freihielt. Acht der insgesamt 18 Bahnen ziehen sich entlang des Meeres. Andererseits aber ist Punta Espada eben ein Stück jünger als Teeth of the Dog und den internationalen Vorgaben an die Länge angepasst. Als moderner Turnierplatz ist es eben besser geeignet als Teeth of the Dog.

Eines der wohl am meisten fotografierten Wasserlöcher der Karibik ist die Bahn 13 – ein Par 3, das mit seinem 225 Metern Länge ziemlich üppig ausfällt, vor allem, wenn man bedenkt, dass der Schlag einmal über das Meer fliegt und idealerweise irgendwann auf einem eher klein wirkenden Grün am Ende einer Inselausformung landet.

Ein Fall für Longhitter und Strategen

Nein, Jack Nicklaus-Plätze sind nie leicht – das gilt auch für Punta Espada, das aufgrund seines optisch so herausragenden Designs erst einmal leicht darüber hinwegtäuscht, was an Herausforderungen wartet. An den Abschlägen fällt der Blick auf Felsgesteine, üppiges Grün, reinweiße Bunkerlandschaften und am Ende das Meer. Aber die Löcher spielen sich lang, wobei die Bahn zwei mit 550 Metern Länge zweifellos ein besonderes Monster ist, zumal es sich als Dogleg nach rechts noch entlang eines kleines Sees und eines Beachbunkers zieht.

"Cap Canas Topographie war beim Design des Platzes durchaus eine Herausforderung", resümierte Jack Nicklaus nach der Fertigstellung, "aber wir haben sie angenommen. Gleichzeitig war das Gelände eigentlich ein idealer Hintergrund für einen Golfplatz. Es war einzigartig und spricht jeden an, der eine Leidenschaft für dieses Spiel hat."

Fest steht, dass sich auf dem 18-Löcher-Golfplatz nur jene an den hinteren Tees versuchen sollten, die dieses Spiel wirklich beherrschen. Angesichts der stetigen Brise, die über den Platz weht und der häufigen Schläge über das Wasser, spielen sich die 6657 Meter von hinten eben wie eine Anlage für Profis. Die Champions Tour veranstaltete hier von 2008 bis 2010 die Cap Cana Championship, bei der Fred Couples mit einer 62er Runde den Platzrekord aufstellte und anschließend 2010 auch das Turnier gewann.

Große Immobilienträume  - unvollendet

Das offizielle Greenfee von 395 Dollar mag auf den ersten Blick abschrecken, auf den zweiten Blick wird es tatsächlich nur sehr selten verlangt. Punta Espada nämlich ist Teil eines Immobilienprojektes, das sich bei weitem nicht so glänzend entwickelte wie ursprünglich geplant. Wer bei der Anfahrt zum Hotel einen genaueren Blick in die Landschaft wirft, sieht zahlreiche Bauruinen. Die zwei weiteren Nicklaus-Plätze, die ursprünglich geplant waren, sind noch nicht fertiggestellt. Insofern bietet sich entweder eine Nachmittagsrunde auf dem Platz an, die zumindest von März bis November in der Regel mit 180 Dollar berechnet wird, oder ein Package mit den unzähligen Hotels der Umgebung. Sie reichen vom super-exklusiven Eden Roc Hotel bis zu relativ günstigen Appartements, die schon für 80 Dollar die Nacht für zwei Personen im einfachsten Fall zu haben sind. In der Dominikanischen Republik sind die Preise ohnehin nicht festgeschrieben, sondern tagesabhängig.

Fest steht: 180 Dollar ist die Golfrunde allemal wert. Schon deshalb, weil man diese Farbkombination aus Blau, Grün und Weiß noch ein paar Jahre im Gedächtnis behält und all‘ die im Wasser verlorenen Bälle schnell vergisst. Punta Espada ist eine echte Herausforderung, die man angesichts der Schönheit des Platzes gerne erträgt.

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