Bild Information: Bethpage Black (Photo by Chris McGrath/Getty Images)

Einmal campen für Bethpage Black

Reise
 

Der Schauplatz der PGA Championship steht für Public Golf - und ein echtes Abenteuer. 

Von einem Golf-Ort wie diesem kann man als Deutscher wohl nur träumen: Ein Nationalpark, den jeder nutzen kann. Eine Ansammlung von fünf 18-Löcher-Plätzen darin, die obendrein allesamt noch richtig gut sind. Und einer davon, der Black Course von Bethpage, ist internationale Spitzenklasse. Vom 13. Mai an findet hier die US PGA Championship statt. Designed vom renommierten Golfplatzarchitekten A.W. Tillinghast, der ab 1930 begann drei der Plätze (Black, Red und Blau) neu zu bauen und den Green Course umzugestalten, ist Bethpage Black der Top-Platz in dem Nationalpark und zählt kontinuierlich in den Ranglisten zu den Top Ten der Public Courses in den USA. Dabei war der Golfplatzbau eigentlich eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme während der Depression in den USA.

Fest steht: Schon die Lage der Anlage ist spektakulär. Denn Bethpage liegt auf Long Island vor Manhattan und ist leicht von der Innenstadt erreichbar. International bekannt wurde es vor allem wegen seiner enormen Schwierigkeiten: Der Black-Platz ist eine erschreckend anspruchsvolle Kombination aus Länge, großen Bunkerkonstellationen und subtilen Spielwinkeln.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

*Deep Breath*

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Und: Es ist ein Erlebnis für jeden Besucher, weil anders als im luxuriösen Pebble Beach oder ebenfalls superteuren Pinehurst hier noch Wert auf die Erschwinglichkeit des Golfsports gelegt wird. New Yorker spielen hier 18 Löcher schon ab 38 Dollar pro Runde, selbst für den Black Course legen sie nur 65 Dollar in die Kasse. Kein Wunder also, dass die fünf Plätze in der Regel ausgebucht sind. Über 200.000 Runden wurden im vergangenen Jahr gespielt, weshalb die Buchung einer Teetime auf dem Black Course große Kunst ist und ein gewisses Durchhaltevermögen verlangt.

Sie sind New Yorker und haben einen Führerschein, der dort ausgestellt wurde? Wundervoll. In solch einem – zugegebenermaßen sehr unwahrscheinlichen Fall fahren Sie einfach mal raus nach Bethpage und nehmen einen freien Platz in einem Flight. Und: Ab sofort sind Sie im System gespeichert und können in Zukunft pro Monat einen Vierer telefonisch anmelden (Reservierung sieben Tage vorher).

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

@bethpagegolf #bethpageblack #golf #golffineart #tigerwoods #nellykorda

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Die wahrscheinliche Variante ist die, dass Sie kein New Yorker sind, aber trotzdem gerne spielen würden. Verständlich. In dem Fall bleiben drei Optionen:

Übernachtung vor Ort: Sie übernachten im Auto auf dem Parkplatz für "Campers" und wenn Sie den ersten Platz in der Schlange erwischen (Ja, es gibt ziemlich viele, die genau das Gleiche versuchen wie Sie), sind Sie am nächsten Morgen schon am Start. Die erste Stunde der Abschlagzeiten ist für Camper reserviert. Um etwa 4.30 Uhr klopft ein Parkplatzwächter an Ihr Autofenster und gibt Ihnen eine Art Bezugsschein, mit dem Sie dann Ihre Startzeit im Shop bekommen.

Vorbeikommen und auf Lücke setzen: Wenn Sie ein einzelner Spieler sind, können Sie auch einfach vorbeikommen und darauf hoffen, dass irgendwo in einem Flight eine Lücke ist. Wenn Sie früh genug dran sind, könnten Sie unter Umständen Glück haben. Oder auch nicht.
Tee-time beantragen: Jetzt wird es kompliziert. Zuerst einmal müssen Sie sich unter bethpagegolfcourse.com registrieren. Sobald Ihnen das geglückt ist, bekommen Sie eine Nummer zugeteilt und die Telefonnummer des telefonischen Reservierungssystems. Fünf Tage im voraus ab sieben Uhr abends können Sie eine Teetime beantragen.

150 Dollar für einen der besten Plätze der USA

Die Runde auf dem Spitzenplatz haben Sie sich dann redlich verdient. Wer die Prozedur einmal hinter sich gebracht hat, weiß, sie ist durchaus mit Tücken behaftet. Dafür liegt das Greenfee dann aber auch nur bei maximal 150 Dollar am Wochenende, was für einen der besten hundert Plätze der USA in gewisser Weise ein Schnäppchen ist. Und: Inklusive ist die durchaus spezielle Atmosphäre eines wirklichen Public Courses. Falls Sie sich sogar für die Camping-Variante entscheiden, haben Sie in der nächsten Saison zuhause im Golfclub auf jeden Fall eine gute Geschichte zu erzählen. 

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