Bild Information: Der Savannah River in Augusta (Photo by Shutterstock)

Schnäppchen-Tour in Augusta

Reise USA
 

Rund um Augusta National spielt man Klassiker unter 40 Dollar. 

Die Gegend hat Kultcharakter: Augusta, das Sehnsuchtsziel vieler Golfer, die Jahr für Jahr das US Masters im Fernsehen verfolgen. Einmal Augusta lautet deshalb für viele die Losung - sie verbinden einen Ausflug in das Südstaatenstädtchen mit einem Urlaub in Georgia oder South Carolina.

Keine Chance auf Einlass im Augusta National Golf Club

Die schlechte Nachricht an dieser Stelle zuerst: Augusta selbst hat als Reise-Destination nicht viel zu bieten außer einer eher kleinen Ansammlung von historischen Häusern in der Broad Street und dem Blick auf den Savannah River. Vom berühmten Augusta National Golf Club selbst bekommt der Tourist nur das Einfahrtstor zu Gesicht. Daneben sitzt ein Wachmann im Pförtnerhäuschen und wiegelt Fragen wie "Können wir einmal kurz reinschauen", gekonnt ab. Davor verläuft die vierspurige Washington Road mit lärmendem Verkehr, im näheren Umkreis findet sich eine Reihe unschöner Einkaufscenter - der Charme der Gegend reduziert sich also tatsächlich weitgehend auf das Innere von Augusta National - und da kommt man als Tourist bekanntlich nur während des Masters-Wochenende oder als Gast eines Mitglieds hin.

Und jetzt? Wer trotzdem von dem Ausflug nicht lassen möchte, findet bei genauerem Hinsehen ein paar gute Klassiker unter den Plätzen im direkten Umfeld, die obendrein noch ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Zweimal Donald Ross-Design

Für 32 Dollar ist der Aiken Golf Club ein echtes Schnäppchen, zumal man dafür ein pures Donald-Ross-Design bekommt. Entstanden 1912, hat der Platz einen tiefgreifenden Umbau hinter sich und schlängelt sich entlang dichter Baumreihen über das hügelige Gelände. Trotzdem ist er mit weniger als 5.500 Metern relativ kurz, als gut angelegter Parkland-Platz aber schön zu spielen.

Noch preisgünstiger und noch ein Stückchen besser ist Forest Hills, der Platz der Augusta University. Hier ist man wochentags schon mit 29 Dollar im Rennen. Auch hier stammt das erste Design von Donald Ross, bevor man 2004 umbaute. Ein erstklassiger Parklandplatz mit viel Südstaaten-Atmosphäre zu einem Spottpreis. Letzteres gilt übrigens nicht für die Masters-Woche. Während dieser Zeit schießen die Preise in die Höhe - auf beiden Plätzen sind dann über 100 Dollar Greenfee angesagt.

Für fast alle anderen Plätze rund um den Augusta National Golf Club gilt übrigens das gleiche wie für den Major-Schauplatz: Sie alle sind Privatplätze, die Gästen nur in Begleitung von Mitgliedern offen stehen. Das betrifft den Augusta Country Club, der an der Grenze von Augusta National liegt, ebenso wie den Palmetto GC oder Champions Retreat und Woodside Plantation. Wer trotzdem sein Glück versuchen will, schreibt am besten eine freundliche E-Mail an den Sekretär des Clubs und bittet um eine Startzeit. Die Wahrscheinlichkeit auf eine positive Antwort ist um ein Vielfaches höher als in Augusta National. 

Sea Island und Reynold Lake Oconee

Wer im Umkreis von Augusta nach erstklassigen Anlagen sucht, die auch für Touristen zugänglich sind, wird in der Top-Ten-Liste der besten Plätze des Staates nur zwei Mal fündig. Neben zahlreichen privaten Anlagen gehören der Seaside Course von Sea Island und Greatwaters im Resort Reynolds Lake Oconee zu den Highlights für Golfer - wobei sofort hinzugefügt werden muss, dass Schnäppchenjäger hier eher falsch aufgehoben sind. Beide Resort sind erstklassig und haben ihren Preis. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Ein Beitrag geteilt von Daniel White (@daniel_j_white) am

Während Sea Island direkt an der Küste kurz vor der Grenze zu Florida liegt, befindet sich das riesige Resort Reynolds Lake Oconee auf dem Weg nach Atlanta. Der Greatwaters Kurs wird allerdings derzeit umgebaut und erst 2020 eröffnet. Alternativen gibt es reichlich: Zum Resort gehören noch fünf weitere Golfplätze. Wohnen kann man in einem Ritz Carlton Hotel oder Appartements. 

Sea Island ist vielen Golfern als Schauplatz der PGA Tour bekannt. Das High-End-Resort mit seinen drei 18-Löcher-Plätzen und verschiedenen Hotel-Optionen gilt als bevorzugter Trainingsstandort zahlreicher Profis und lockt nicht nur mit wunderschönen Blicken in das Marschland, sondern auch mit einer der besten Akademien der USA, Spa und weiteren Sportmöglichkeiten. Kein Wunder also, dass unter anderem Davis Love III hier zuhause ist. 

Top 100 Plätze: Augusta National Golf Club Von St. Augustine nach Sawgrass

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