Bild Information: Das 15. Loch des GC St. Leon (Photo by Golfland Rhein Neckar)

Rund um Rauenberg

Deutschland
 

Der Deutschland-Tipp: Kurzreise ins Rhein-Neckar-Gebiet.

Manche nennen diesen Ort das deutsche Golf-Zentrum: Fest steht, dass von der Golfanlage St. Leon-Rot aus im deutschen Golfsport viel bewegt worden ist. Auf den zwei Plätzen des Clubs haben Weltklasseprofis wie Tiger Woods und Martin Kaymer bei Turnieren der PGA European Tour um Weltranglistenpunkte gekämpft, der Solheim Cup hat hier stattgefunden, Jugendkonzepte haben für Aufsehen gesorgt, Spitzen-Amateure gibt es hier dutzendfach.

St. Leon-Rot als Ausflugsziel: 36 Löcher und ein Riesen-Übungsareal

Trotzdem ist der Golf Club St. Leon-Rot am Ende auch eine Anlage für den Normalgolfer - und für so manchen deutschen Golfer ein mögliches Reiseziel. Schließlich macht die Historie des Clubs durchaus neugierig. Verbunden mit einem Städteausflug nach Heidelberg und der Kombination mit einer weiteren Golfanlage, ergibt sich ein netter Deutschland-Ausflug ins Rhein-Neckar-Gebiet.

Zugegeben: Der erste Eindruck ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die Anreise nach St. Leon-Rot führt nun einmal durch ein Gewerbegebiet. Aber einmal am Parkplatz angekommen, hat man unverbaute Landschaft vor sich. Zwei 18-Löcher-Plätze, Kurzplätze und üppige Übungsanlagen kennzeichnen das Gelände, das sich über die Auenlandschaft erstreckt. Sandiger Boden, viel Wasser, flaches Gelände kennzeichnen die Landschaft - aus welcher die beiden Architekten Hannes Schreiner (Platz Rot) und Dave Thomas (St. Leon) zwei Plätze geformt haben, die durch zahlreiche Wasserhindernisse geprägt sind und optisch mit ihren Biotopen wuchern. Während der Platz St. Leon insgesamt eher die sportlichere Alternative ist, besticht Rot aufgrund des Naturerlebnisses beim Golf. Schwierig kann sich der eine wie der andere spielen, wenn man den Ball nicht gerade im Spiel hält - wie gesagt, das Wasser und die Biotope locken.

Wer nach St. Leon-Rot fährt, sollte ein wenig Zeit zum Üben mitbringen. Das riesige Golfodrom, diverse Chipping- und Pitching-Grüns - das hier ist ein Eldorado für Golfer, die sich gerne beim Üben verlustieren, weshalb sich der Ausflug hierhin gerade zum Saisonbeginn anbietet. Die Ausrichtung als einer der Top-Clubs des Landes hat erfreulicherweise nichts am Service-Charakter und der Freundlichkeit des Personals geändert. Gäste - so die Botschaft - sind hier jederzeit willkommen, ein Credo das so mancher Gast vielleicht gerade hier nicht erwartet.

GC Rheintal: Der Geheimtipp um die Ecke

Unsere zweite Empfehlung für den Golfausflug ist eine eher unbekannte Destination: Als der GC Rheintal 1958 seine Anlage fertigstellte, war Golf in Baden Württemberg noch eine eher exotische Angelegenheit. Mit einer starken US Army-Vertretung in der Gegend war ein Golfplatz für die Amerikaner aber Pflicht. Mit dem GC Rheintal entstand in einem wunderhübschen Gelände, das mit altem Baumbestand, Kiefernwäldern und sandigem Boden besticht, ein guter Golfplatz ohne verkorkste Löcher und mit angenehm ungezwungenem Ambiente.

Wasserhindernisse gibt es nicht, allzu lang ist der Platz mit 5.705 Metern von den gelben Abschlägen für die Herren ebenfalls nicht, aber die Bunker sind gut platziert und die Grüns sind tricky. Der GC Rheintal sieht weitaus einfacher aus, als er sich am Ende spielt. Der Platz mag bei weitem nicht so bekannt sein wie die Anlage in St. Leon-Rot - das Clubhaus ist unscheinbar, der Auftritt insgesamt unprätentiös -  aber lohnenswert ist der Ausflug zu dem Platz trotzdem, vor allem wenn man sich mit dem Hotel Winzerhof einen Standort aussucht, der genau mitten St. Leon-Rot und Rheintal liegt.

Der Winzerhof: Landhotel im Kraichgau

Neun Minuten Fahrtzeit zur ersten Anlage, elf Minuten zur zweiten. Das Vier-Sterne-Hotel, das zur Gruppe der Ringhotels gehört, ist das, was man ein klassisches Landhotel nennt. Versteckt im kleinen Örtchen Rauenberg gelegen, bekommt man hier von den großen Gewerbegebieten der naheliegenden Stadt Walldorf wenig mit. In dem verwinkelten alten Gebäude, das sich über ein Jahrhundert lang weiterentwickelt, vergrößert und verwandelt hat, finden sich zunehmend Golfer, die ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und exzellente Küche suchen. Im Restaurant Angela jedenfalls kocht man auf Top-Niveau, im Sommer finden sich die Weintrinker auf der Terrasse wieder. Weinkenner fühlen sich hier ohnehin zuhause, weil die Betreiberfamilie Menges auch ein eigenes Weingut betreibt und eine spezielle Wein-Lounge im Haus installiert hat, bei der man sich täglich aus 18 Weinen selbst seine Auswahl zapfen kann.

Das Hotel gehört, ebenso wie die Golfanlagen St. Leon-Rot und Rheintal, inzwischen zum Marketing-Verbund "Golfland Rhein-Neckar" mit insgesamt sieben Hotels und neun Golfplätzen. Wer nicht individuell buchen will, kann hier auch auf Packages zugreifen.

GC St. Leon-Rot: Opelstr. 30, 68789 St. Leon-Rot, Tel.: 06227/8608-0, info@gc-slr.de; Greenfee 64/90 Euro für beide Plätze.

GC Rheintal: An der Bundesstraße 291, 68723 Oftersheim, info@golfplatz-rheintal.de; Greenfee 60/80 Euro. 

Ringhotel Winzerhof: Bahnhofstr. 4 - 8, 69231 Rauenberg, Tel.: 06222/9520, info@winzerhof.net, Doppelzimmer ab 120 Euro pro Nacht inkl. Frühstück, Golf-Packages auf Anfrage. 

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