Bild Information: Adare Manor (Photo by Jack Hardy)

Irlands neue Top-Destination

Reise
 

Adare Manor soll Europas neues High-End-Ziel werden.

Die grundlegende Frage lautet "Warum"? Was bewegt einen Unternehmer aus dem irischen Limerick, ein mittleres Vermögen in ein historisches Gebäude mit  Golfplatz zu stecken. "Er wollte sich ein Denkmal setzen", sagen all’ jene, die J.P. McManus kennen. Nicht im negativen, prahlerischen Sinn. Sondern weil er eine Verbindung schaffen wollte zwischen seiner Heimatstadt Limerick, dem Golfsport und der Welt.

Ryder-Cup-Schauplatz 2026? 

Adare Manor ist Europas jüngstes Luxusresort, ausgestattet mit dem wohl besten Parklandplatz Irlands und der Mission, den Fokus der Golfwelt hierhin zu ziehen. Dass das Resort 2026 als Ryder Cup-Schauplatz dienen soll, gilt hinter vorgehaltener Hand als ausgemacht. Geld, so die Botschaft der McManus-Familie, spielt hier keine Rolle. Über die Frage von laufenden Kosten oder deren Deckung wird nicht diskutiert.

Trotzdem gibt es Gedanken über eine Zielgruppe für das Resort: Es sind zuerst einmal die Amerikaner, die am Flughafen Shannon direkt einfliegen könne. Dazu die High-End-Traveller dieser Welt. Auch Firmen-Events oder eine Veranstaltung wie den G8-Gipfel kann man sich hier gut vorstellen. Zuerst aber soll es der Ryder Cup sein, davor eventuell die Irish Open und ab 2020 auch wieder das J.P. MacManus Pro-Am, bei dem seit der Premiere 1990 über 100 Millionen Euro eingespielt wurden.

Der Platz: 18 Löcher Parkland vom Feinsten

"Parkland Perfektion" hat Padraig Harrington den Platz genannt. Tatsächlich ist aus dem ursprünglichen Kurs von Robert Trent Jones, der nie mit der Attraktivität der nicht weit entfernten Linksplätze von Doonbeg oder Ballybunion mithalten konnte, eine 18-Löcher-Schleife entstanden, die in Europa ganz oben mitspielen dürfte.

Das Routing der Löcher hat der amerikanische Golfplatz-Designer Tom Fazio nicht angerührt - wohl aber die Grüns und ihre Umfelder, einmal abgesehen von 77 neuen Abschlägen. Riesige Puttflächen sind entstanden, umgeben von extrem anspruchsvollen, stark bewegten Vorgrüns und Annäherungsbereichen. Die Folge der Schlusslöcher mit einem sehr engen 15. Loch direkt neben dem Flüsschen Maigue, einem langen Par 3 und Par 4 sowie einem anspruchsvollen Par 5, bei dem der Schlag ins Grün noch einmal das Wasser quert, ist spektakulär.

Der Zustand der Anlage ist es schließlich, der die Qualität der Löcher noch einmal deutlich macht. Adare ist der einzige Platz mit Subair-System in Europa. "Die Nässe Irlands ist hier kein Thema mehr", erklärt Fazio. Das Röhrensystem zieht - einzeln steuerbar - die Feuchtigkeit aus jedem Grün. Mehr als 50 Greenkeeper kümmern sich täglich um die 18 Löcher, jeder einzelne Fleck des Kurses ist gemäht. Der Begriff Rough wird hier zum Fremdwort.

Das Hotel: Treffpunkt für die High Society

Die vielleicht größte Herausforderung bei Castle- oder Manor-Hotels besteht darin, Modernität in das Gemäuer zu bringen ohne dabei den Charme der Historie zu vernichten. In Adare Manor hat man das Rad noch ein Stückchen weiter gedreht: Zum alten Gebäude aus der neo-gothischen Zeit wurde ein neuer Flügel angebaut - und zwar im exakt gleichen Stil. Das alte Gemäuer wurde sandgestrahlt und gereinigt, so dass sich das Anwesen nun in strahlend-hellem Grau wie neu präsentiert.

104 Zimmer der Luxuskategorie - ja, auch die Vorhänge schließen sich elektrisch - sind auf eine Kundschaft ausgerichtet, die sich die Nacht auch mal rund 850 Euro kosten lässt. Das ist in etwa der Preis für ein besseres Doppelzimmer in der Hochsaison, wobei die Suiten unter den 104 Räumen dann durchaus in die Tausende gehen.

Allerdings wird der Aufenthalt dafür auch zum Erlebnis: Der Frühstücksraum findet sich in der Galerie, deren Entstehung auf einem kleinen Spleen der früheren Besitzerin Lady Caroline Dunraven basiert, die Mitte des 19. Jahrhunderts aus ihrem typischen großen Wohnhaus ein neo-gothisches Prachtstück machen lassen wollte und deshalb die damals größte Galerie Irland nach dem Muster der Spiegelsäle von Versailles erbauen ließ.

Die Kellerbar "The Tack" erinnert fast schon an ein kleines Verlies und in den Aufenthaltsräumen ist jeder Fensterstore perfekt, jedes Stück Silber auf Hochglanz poliert und das Personal in freundlicher Dauerbereitschaft.

Die Lobby (Photo by Jack Hardy)

Die Kathedrale, an die das Gebäude heute oft zu erinnern scheint, ist Adare Manor also nie gewesen. Vielmehr kaufte sich J.P. McManus, der heutige Besitzer, 2015 für geschätzte 30 Millionen Euro eben einfach einen großen Familienbesitz auf einem 340 Hektar großen Gelände, der noch heute jeden Besucher verzaubert.

Das Putting-Grün verschwindet hinter kleinen Hecken, Terrassen liegen neben Rosenrabatten. Die Stimmung ist leicht und hell, nicht düster und leicht moderig, wie eben so oft in historischen Schlosshotels.

Das Spa: Exquisit und freundlich

Ein kleiner Ort der Stille. Das Spa mit Indoor-Pool ist nicht übermäßig groß, der Fitness-Raum eher klein, aber wie alles im Haus exquisit. La Mer-Produkte und eine ausgefallene Liste an Behandlungen, die sich an den Düften und Aromen des irischen Waldes vor der Tür orientieren. Nicht schlecht für einen Regentag ...

Die Gastronomie: Klassisch in drei Restaurants

Fine-Dining im Oak Room - noch ohne Michelin-Stern. Dazu kommt das Restaurant im Wintergarten des Clubhauses und der Afternoon Tea in der Gallery. Gastronomisch ist die Leitlinie klar: Hochqualitativ aber klassisch. Keine Experimente.

Adare Manor Top-Favorit für Ryder Cup 2026 Von Augusta bis Royal County Down: Die Top 50 Plätze der Welt

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