Bild Information: Der Blick vom 17. Grün auf das 16. Fairway

Adel verpflichtet

Deutschland-Tipp
 

Der Deutschland-Tipp: Wittelsbacher Golf Club Rohrenfeld.

Eigentlich ist eine Fahrt nach Rohrenfeld immer auch wie ein Ausflug in eine andere Welt. Ingolstadt und das Städtchen Neuburg an der Donau liegen um die Ecke, gefühlsmäßig sind sie ewig weit entfernt. Die alte Eichenallee, die sich von der Landstraße weg hin zum Clubhaus entlang der Wiesen und Felder zieht, ist eng und schmal, kein Auto weit und breit. Ein Pferdegestüt liegt linkerhand, ein paar kleine Wohnhäuser auf der rechten Seite. Danach kommen nur noch die Gutshäuser, die das Adelsgeschlecht der Wittelsbacher hier über die Jahre erbauen ließ, nachdem Herzog Georg von Bayern 1487 das erste Bauerngestüt gekauft hatte.

Dort wo heute die 18 Bahnen des Wittelsbacher Golf Clubs verlaufen, wurde damals gejagt. In den weiten Donauauen waren kapitale Hirsche unterwegs, das Gelände war riesig und entwickelte sich zu einem beliebten Jagdgebiet des Adels. Noch heute gehören den Wittelsbachern der Golfplatz und das umliegende Gelände. Der Clubpräsident, Seine Königliche Hoheit Herzog Max in Bayern, zieht hier gerne seine Golfrunden.

Das Clubhaus

Wer den Golfplatz, der 1986 von dem Holländer Joan Dudok van Heel angelegt wurde, gespielt hat, weiß warum. Über 67 Hektar zieht sich das weitläufige Gelände wie eine riesige Parkanlage. Geprägt ist sie von teils über 200 Jahre alten Linden und Eichen, die sich im Verlauf einer Runde zu tückischen Hindernissen entwickeln.

Wer in Rohrenfeld ein gutes Ergebnis spielen will, muss seine Schläge im Griff haben. Einfach nur ballern geht nicht, auch wenn der Platz von den Champions-Abschlägen beachtliche 6.775 Meter misst und lange Drives erfordert. Die riesigen Baumkronen und dicken Stämme sind irgendwie immer im Weg. Sie versperren die Winkel ins Grün, stehen markant in den Fairway-Biegungen und beschneiden die Landezonen der Abschläge.

Entspannung pur ist angesagt

Rohrenfeld ist ein bildhübscher, gleichzeitig aber auch alles andere als einfacher Platz. Zumal die Grüns vergleichsweise klein, gleichzeitig aber gut bewegt sind. Um sie zu treffen, ist ein präzises Eisenspiel Pflicht. Dass dabei nie ein Haus oder eine Siedlung in den Blickfeld rückt und ständig unglaubliche Ruhe über der Anlage liegt, sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. Urlaubsgefühl ist allgegenwärtig, Entspannung pur ein permanenter Eindruck.

Dieser setzt sich auf der Clubhausterasse fort. Das klassische Gebäude in zartem Gelb, das sich architektonisch an die alten Gutshäuser anlehnt, hat nicht nur ein stilvolles Restaurant im Inneren, sondern auch eine perfekte Terrasse mit Blick auf das Putting-Grün und die Baumriesen.

Ein Zimmer im Gutshof

Wer will, kann eine Etage höher eines der Doppelzimmer beziehen, oder sich in dem benachbarten kleinen Gästehaus mit seinen 20 Zimmern einmieten, in dem früher die Offiziere nach der Jagd wohnten. Mit 108 Euro inklusive Frühstück für das Doppelzimmer sind die Preise moderat, zumal auch das Greenfee dann auf 50 Euro anstatt der ansonsten üblichen 70/75 Euro fällt.

Das Arrangement "Hole" für 214 Euro pro Person ist mit zwei Übernachtungen und zwei 18 Löcher-Runden sowie einem Willkommensgetränk und Gastgeschenk eine Alternative für einen kleinen Kurzurlaub.

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