Bild Information: Reise Provence

Wie Gott in Frankreich

Reise
 

Die Provence fasziniert mit schöner Natur, Kultur und Golfplätzen. 

Die von Blumen und Sträuchern gesäumte Einfahrt ist länger als ein Par 5. Im Hintergrund thronen die Hügel der Alpilles, weißer Kalkstein reflektiert das Sonnenlicht, das in der Provence im Schnitt fast acht Stunden täglich auf keine Wolke trifft. Der Weg verliert sich irgendwann unter Platanen. Ein Parkplatz öffnet sich, so verwunschen und versteckt wie im Märchen. Der Golf Club de Servanes, 30 Kilometer südlich von Avignon und 60 Kilometer westlich von Aix-en-Provence, empfängt den Besucher mit Privatclub-Atmosphäre - ist aber alles andere als ein exklusiver Rückzugsort für Wenige. Das Leitmotiv auf der Anlage, die zum Zusammenschluss Open Golf gehört, ähnelt dem provencalischen Grundgefühl, heißt: Sei willkommen und genieße.

Eine Destination für Genuss-Golfer

Wenn der Franzose die freie Wahl hätte, würde er nach Aix-en-Provence ziehen, das haben Umfragen ergeben. Paris? Bordeaux? Die französischen Alpen? Nein, die Provence, wo sich das Lebensgefühl konzentriert, das auch der Nichtfranzose Savoir-vivre" nennt. Schon die Römer nannten die Provence das "andere Italien", wo das Leben besser sei als in Paris, das Land fruchtbarer und das Klima angenehmer. Zwischen der Noblesse der Côte d’Azur und den rauen Erhebungen der Haute-Provence gilt alles, was schön ist und Spaß macht, als erstrebenswert, nicht nur Hollywood wollte davon die ein oder andere Geschichte erzählen.

Viel Golf mit toller Optik 

Golf hat in diesem Genuss-Kosmos überraschenderweise lange keine große Rolle gespielt. Doch das ändert sich. Mit gut 60 Golfplätzen ist der Sport inzwischen durchaus stark vertreten. Um die Schönheit der Plätze muss sich hier niemand länger Gedanken machen, angelehnt an die steinigen Hügellandschaften ist fast immer imposanter Ausblick garantiert. Erhöhte Tee-Boxen, blinde Schläge und körperliche Herausforderung gehören zur Standardausstattung eines provencalischen Golfplatzes. Dass dabei die Ansprüche an ein perfektes Grün hinter denen an die Zubereitung eines perfekten Beef Tatar im Clubhaus und die Auswahl des Weines zum Essen stehen, überrascht nicht. Doch nicht nur die bekannteste Anlage der Provence, Terre Blanche im Südosten, zeigt, dass die Qualität der Golfkurse auch hier durchaus höchsten Erwartungen gerecht werden kann.

Die Plätze der Provence unterscheiden sich in ihrer Charakteristik meist nicht wesentlich. Hügeliges Gelände, weite Bahnen, auf die der berühmte Mistral kalte Luft aus dem Landesinneren bläst, wechseln sich ab mit engen Zielen zwischen Gestein und Bäumen - verwinkelte, stark abfallende Fairways fordern den Urlaubsgolfer mitunter mehr als es der Genussmodus eigentlich zulässt.

Weingüter & Spitzengastronomie

Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, warum schnelles Spiel für die ansässigen Golfer offenbar kein Thema ist. Zwischen fünf und sechs Stunden für eine Runde sind keine Seltenheit. Doch wer sich danach auch ebenso lange ins Clubhaus zu seinem Rosé setzt, der hat den Zeitbegriff sowieso frei definiert. Und manchmal fällt auch beides zusammen. Auf dem Golfplatz der Domaine de Manville, ein Resort, das wie so viele aufstrebende Weingüter der Region auf ökologisch verantwortliche Bewirtschaftung setzt, kocht an jeder Bahn schon mal ein ortsansässiger Küchenchef auf. Dann gibt es alles zusammen, Golf und Kulinarik in einem, Loch pro Loch. Eine provencalische Golfrunde.

Die Plätze im Detail

Domaine de Manville: Die neueste Anlage - und gleich unter den besten zu finden. Golfer mit Höhenangst werden andere Lieblingsplätze haben. Fans eines gepflegten Platzes mit weiter Sicht, viel Raum, sehr gutem Essen und nachhaltigem Konzept werden den Urlaub jedoch hier auf dem alten Bauernhof verbringen. Westlich von Aix gibt es kein schöneres Golfhotel. Moderates Greenfee um 70 Euro. 

Royal Mougins Golf Club: Unweit der Côte d’Azur nahe Cannes wartet einer der besten Kurse der Provence. Herausfordernd - auch körperlich - durch viel Auf und Ab und enge Fairways, dabei trotz der Hitze immer topgepflegt. Passend zum Augenschmaus der Gaumenschmaus: Das Restaurant im Resort ist herausragend. Das Greenfee liegt aber über 100 Euro. 

Golf de Saumane: Eingebettet in eine Ferienanlage mit gutem Restaurant finden sich 18 Löcher, die von allem ein wenig bieten, was Golf in der Provence ausmacht. Leicht hügelig, immer wieder waldig und etwas enger, meist aber fehlerverzeihend. Allerdings nicht immer bestens präpariert. Greenfee um die 60 Euro.

Golf de Servanes:  Herausfordernd enges und sehr schönes Design, guter Pflegezustand und ansprechende Küche. Der Blick auf das Umland ist jedoch der größte Trumpf. Greenfee um die 60 Euro. 

St. Victoire Golf Club: Am Fuße des berühmten St. Victoire nahe Aix en Provence ist der Blick so traumhaft, wie es schon der Maler Paul Cezanne zu schätzen wusste, der dort gerne den Pinsel ansetzte. Golf spielte Cezanne nicht. So kann der Kurs nicht ganz mithalten. Die Löcher im Wald sind schön, der Rest gut zu spielen für Einsteiger. Greenfee ab 60 Euro. 

Golf de Taulane: Ein Geheimtipp, nicht so bekannt wie Terre Blanche aber ebenso schön. Zwischen die immensen Hügel und Wälder des Verdon-Naturparks hat Gary Player einen anspruchsvollen Kurs gebaut, der zum edlen Château de Taulane passt, das ein 4-Sterne-Hotel beherbergt (Doppelzimmer ab 150 Euro). Greenfee ab 55 Euro. 

Terre Blanche Golf Resort: Die bekannteste Golfanlage der Provence und vielleicht die beste Frankreichs. Hier ist alles etwas spezieller als anderswo. Zwei Championship-Kurse, eine herausragende Sterneküche, ein Fünf-Sterne-Hotel (Doppelzimmer plus Greenfee für zwei Personen ab 540 Euro) und eine der besten Trainingsanlagen Europas.

Golf Orange: Kleine, ruhige 9-Loch-Anlage mit Golfschule und Restaurant bei Orange, wie so viele schön gelegen zwischen Weinbergen, in diesem Fall: Châteauneuf-du-Pape und Côtes-du-Rhône. Keine schlechten Zeugen für die ersten Schritte auf einem Golfkurs. Preisgünstiges Greenfee unter 50 Euro. 

Tipps

Der Golf Pass Provence erlaubt das vergünstigte Spielen auf rund 20 Anlagen der Region. Drei Greenfees gibt es damit schon ab 135 Euro.

Weingüter sind in der Provence auf jeder Straße ausgeschildert, oft fährt man keine fünf Kilometer mit dem Auto, ohne eine Einfahrt zu einem Weingut zu passieren. Und überall gibt es die Möglichkeit zur "Weindegustation". Morgens eine Runde Golf, am Nachmittag zur Weinprobe - "savoir vivre".

Auf der Suche nach besonderen Unterkünften, vom Schloss bis zum kleinen Häuschen, ist die Internetseite avignon-et-provence.com die richtige Anlaufstelle.

Anfahrt

Flüge in die Provence gibt es von deutschen Flughäfen nicht zu knapp. Vor allem Marseille und Nizza, aber auch kleinere Flughäfen wie Avignon und Toulon sind mögliche Ziele. Darüber hinaus fährt der TGV von Deutschland in knapp sieben Stunden nach Avignon. Und ja, wer einen Hubschrauber besitzt, der könnte in Monaco landen.

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