Bild Information: Algarve

Oceanico und die fast unbegrenzten Möglichkeiten

Portugal
 

Viele Golftouristen zieht es vor allem in den kälteren Monaten in den Süden. Die Algarve bietet zahlreiche Möglichkeiten. Alleine die Oceanico-Gruppe betreibt sieben abwechslungsreiche Kurse. Wir haben vier Highlights näher begutachtet.

Die Oceanico-Gruppe gehört zu den Schwergewichten in portugiesischen Golfbranche. Eigentlich ja in ganz Europa. Ihr gehören sieben erstklassige Golfplätze an der Algarve. Alleine fünf rund um das Hafenstädtchen Vilamoura und zwei in Silves, etwas weiter landeinwärts. Für die vielen Golftouristen, die Jahr für Jahr an die Algarve strömen, eröffnet sich eine großartige Vielfalt.

Golf.de hat einen Blick auf vier der Kurse geworfen. Ein eleganter Parkland-Platz war dabei, des Weiteren ein kniffliger Wüstenplatz sowie ein etwas einfacherer. Das Aushängeschild ist der Victoria Course, auf dem Jahr für Jahr die Stars der European Tour um den Titel beim Portugal Masters spielen.

 

Victoria, das Aushängeschild

Das größte Prestige genießt der Victoria-Course, auf dem alljährlich das Portugal Masters ausgetragen wird. Arnold Palmer gilt als freundlicher Mensch. Der Victoria Course ist schwierig, aber überaus fair. Verzogene Bälle werden im offenen und großzügigen Gelände zumeist wiedergefunden. Der Score der Sieger des Portugal Masters, das jährlich Europas beste Golfer nach Vilamoura bringt, kann nach vier Runden schon einmal 25 unter Par betragen. 

Während die ersten neun Bahnen "nur" schön sind, wirde es auf den zweiten Neun spektakulär, aber dafür auch etwas knackiger. Die Löcher 11 bis 13 heißen Arnie’s Corner. Sie ziehen sich um einen riesigen See. Auch das Doppel-Fairway der 14 ist einzigartig an der Algarve. Der Wind spielt eine wichtige Rolle, vor allem auf den langen Par-3-Bahnen 6 ("The Chameleon") und 16 ("The Azur Magpie").

Auf den Schlusslöchern ist es es dann vor allem das Wasser, das die Spreu vom Weizen trennt. Auf dem Par 5 der 17, dem Signature Hole, muss man bei der Annäherung quer über einen Teich äußerst präzise vorgehen, um das kleinste Grün auf dem Platz zu treffen. Auf der 18, dem längsten Par 4, begrenzt ein See die linke Fairwayseite und erschwert einen guten Abschluss.

Hotelempfehlung: Tivoli Victoria

Wer nach der Runde Golf vom Pool aus den Kollegen beim Putten auf der 18 zuschauen möchte, dem sei ein Aufenthalt im noblen Tivoli Victoria Hotel empfohlen. Per Tunnel ist das 5-Sterne-Hotel mit dem Eingang des edlen Clubhauses aus Holz verbunden. Der Weg vom Zimmer zum ersten Abschlag ist demnach in wenigen Minuten zurückgelegt. Die Nähe zum Golfvergnügen ist wahrlich einzigartig. Nach der Runde kann man seinen Kollegen vom Pool aus beim Putten auf der 18 zuschauen. Das edle 5-Sterne-Hotel gehört zu den schönsten an der ganzen Algarve.

Old Course, die elegante Grande Dame

1969 wurde einer der ältesten Golfplätze der Algarve von Frank Pennink entworfen und nur wenige Autominuten von Faro entfernt aus dem Boden gestampft. Erst 27 Jahre später wurde die "Grand Dame" der Algarve, wie der Old Course aufgrund seines Alters gerne genannt wird, von Martin Hawtree modernen Ansprüchen angepasst und blieb seitdem unberührt.

Das unübersehbare Merkmal des Platzes - das ihn zugleich grundlegend von seinem namentlichen Pendant in Schottland unterscheidet - sind die zahlreichen Pinien. Sie kommen an nahezu jedem Loch ins Spiel und sind stets eine Gefahr für verirrte Abschläge und Annäherungen.

Danach schlängelt sich der Platz durch den Pinienwald Vilamouras und gibt nur vereinzelt Blicke auf die angrenzenden Villen frei. Vielmehr genießt man von den zahlreichen erhöhten Abschlägen den Blick auf die kleinen Gebirgsketten im Hinterland Portugals sowie den Atlantischen Ozean. Von diesem verirrt sich nur selten - und wenn nur schwach - der Wind auf den Platz, sodass man hier einen typischen Parkland-Kurs findet.

Signature-Hole des Platzes ist Loch 6: Das 196 Meter lange Par 3 spielt sich zwar deutlich bergab, erfordert aber dennoch einen präzisen Abschlag mit dem langen Eisen oder kleinen Holz auf ein von zwei Bunkern bewachtes Grün.

Faldos Festung, O'Connors Güte

Im September 2008 eröffnete Sir Nick Faldo die exklusive Anlage Amendoeira, die rund 35 Autominuten vom Flughafen Faro entfernt liegt. Der Par-72-Platz hat es – wie die meisten Entwürfe von Nick Faldo (z.B. Sporting Club Berlin, Mission Hills in China oder Cornelia Resort in Belek) - in sich: Die Grüns sind unglaublich schnell, teilweise fast schon fies onduliert und ausnahmslos durch Bunker verteidigt. Ab und an meint man, eine Festung einnehmen zu müssen, so schwer ist der Annäherungsschlag ins Grüns.

Die Handicap-Begrenzung (Herren: 24, Damen: 36) ist sogar fast etwas hoch gegriffen. So um die 18 sollte man schon spielen, andernfalls wird man in den 70 Sandbunkern – nicht eingerechnet die zahlreichen Sandwastes - verzweifeln. Für Spieler, die an ihre Grenzen gehen wollen, ist der Kurs aber genau das richtige.

Mit dem O'Connor-Kurs gibt es in Amendoeira einen weiteren erstklassigen Golfplatz der Oceanico-Gruppe. Beinahe jedes Loch seines 18-Löcher-Kurses verfügt über kleine Hügel, Bunkerlandschaften oder Wasserhindernisse, die das Spiel für alle Spielstärken abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll machen. 

Die besten Löcher? Nun, es bleiben schon einige in Erinnerung. Die 5 ist so eins: Ein mittellanges Par 5 bergauf, das mit dem Knick in der Mitte taktisch mehrere Möglichkeiten bietet. Oder Nummer 9, ein schweres Par 4 mit Wasser links vom Fairway und hinter der Fahne. Das Grün ist fast 40 Meter tief - und je nach Fahnenposition wird der Schlag Richtung zum Stock ein hohes oder eben vertretbares Wagnis. 

Gelungen sind auch die Spielbahnen 14 und 15: Mit dem zweiten Schlag geht es über einen Teich auf das Grün, danach sollte man den Abschlag gut platzieren. Rechts ist ein Graben, vor dem Grün erneut Wasser und links dichtes Gestrüpp. Keine leichte Aufgabe, aber das Design von O’Connor bleibt immer fair. 

Man hat also eine Wahl im Amendoeira Resort zwischen der Schönen (O'Connor) und dem Biest (Faldo). Auf die Schwierigkeit bezogen natürlich. 

So kommen Sie an die Algarve

Günstige Flüge nach Faro - 20 Minuten vom Oceanico Resort entfernt - gibt es täglich von München mit der TAP Portugal bereits ab 180 Euro (Hin- und Rückflug in der Nebensaison). Von Frankfurt aus erreichen Sie Faro ab etwa 200 Euro.
 

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