Bild Information: Der Straits Kurs von Whistling Straits (Photo by PGA of America/Getty Images)

Reichlich Mystik an der Eins

Plätze
 

Die 100 besten Plätze der Welt im Porträt: Der Old Course von St. Andrews.

Old Course St. Andrews
Adresse: W Sands Rd, St Andrews KY16 9XL, Großbritannien

Greenfee: Die Greenfees variieren stark nach Saison. Sie liegen zwischen 90 und 190 Pfund. Der Old Course ist 2019 bis Ende Oktober voll gebucht. Sie können sich trotzdem am ersten Abschlag anstellen und auf eine Lücke bei einem Flight hoffen. Das klappt immer wieder. Alternativ können Sie sich mindestens als Zweierflight zwei Tage vor dem gewünschten Spieltag bei der Verlosung anmelden. Beinahe 50 Prozent aller Startzeiten werden so vergeben. Dritte Variante: Sie können ein Package bei einem Reiseveranstalter mit Hotel und garantierter Startzeit kaufen, das in der Regel exorbitant teuer ist. Variante 4: Sie warten auf den Winter. Da bekommen Sie problemlos eine Startzeit
Spielbarkeit für Gäste: jederzeit

Es klingt so abgedroschen und kitschig: "Wiege des Golfsports." "Home of Golf." An bedeutungsschwangeren Bezeichnungen mangelt es dem Old Course von St. Andrews nicht. Seit etwa 1400 spielt man hier Golf. Der Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews als Hüter der Golfregeln und Veranstalter der British Open ist in seinem Clubhaus angrenzend an Abschlag 1ansässig. Im kleinen Proshop daneben verkaufen sich Kappen und Handtücher mit Old Course-Logo wie geschnitten Brot. Ein Platz also, der längst zur Touristen-Falle mutiert ist oder ein Stück Land, das immer noch zu Recht jeden Golfer fasziniert?

Das kleine Zittern am ersten Abschlag

Vielleicht braucht es einen vernebelten Tag im November oder einen stillen Abend im frühen Herbst, um zu erkennen, warum der Old Course viel mehr ist  als eine Insel des Golf-Kommerzes. Wer sich ein Weilchen auf die Steinstufen neben dem Clubhaus setzt, auf das Klatschen der Wellen von rechts und die kreischenden Möwen hört, fängt an, die Atmosphäre zu genießen. Den Spielern am ersten Abschlag ist, zumindest den Ersttätern auf diesem Platz, erkennbar mulmig. Zu Recht, weil das, was sie nun über 18 Löcher erwartet, ganz anders ist als jeder Linksplatz dieser Welt. 

Linksgolf erlebt man hier in seiner ureigensten Form – kein Golfplatzdesigner hat den Platz ursprünglich entworden. So haben sich die Löcher direkt an der Küste über die Jahrhunderte eben ergeben. Doppelfairways, riesige Grüns und nicht erkennbare Bunkerlandschaften machen die Runde zur Herausforderung. Der Boden ist bretthart, und der Ball rollt scheinbar ewig. Golf hier hat nichts mit jenem Spiel zu tun, das wir zu Hause in Deutschland spielen. Man kann diese Spielform lieben oder hassen – selten steht man ihr gleichgültig gegenüber.  Fest steht, dass der Blick auf die Kulisse der mittelalterlichen Stadt verzaubert, wenn man sich auf den letzten Löchern heimwärts Richtung St. Andrews bewegt. Eine Runde Golf beginnt und endet mitten in der Stadt – wo in Deutschland kann man so etwas erleben ?

Doppelgrüns, Aus und ganz viel Ginster

Der Platz selbst ist beim ersten Mal höchst irritierend: Das erste Fairway verfließt mit dem 18. in eine riesige platte Fläche, eine kleine Straße quert – und doch – man glaubt es kaum – kann man die Bahn rechterhand im Aus verpassen. Auf den ersten wie auf den zweiten Neun ist die rechte Seite immer die üble. Aus und Ginster warten ständig. Dazwischen liegen 18 Löcher mit sieben Doppelgrüns und allerlei Besonderheiten.

Wo sonst zielt man beim Abschlag idalerweise über das Dach eines Schuppens wie am Road Hole Nummer 17. Wo sonst endet ein Grün direkt an einer Straße und wird durch eine Steinmauer begrenzt, wie ebenfalls an Loch 17. Wo sonst gibt es Bunker mit ähnlicher Berühmtheit wie den Hell Bunker an der 14 oder den Road Hole Bunker an der 17. Unzählige Spieler haben hier mögliche British Open-Titel verspielt. Wer einmal drin steht, eingekesselt von den hohen Wänden des Road Hole Bunkers, weiß, was Verderben heißt.

Zum Abschluss das Valley of Sin

Angekommen an der Swilcan Bridge, dem kleinen Steinbrückchen nach dem 18. Abschlag, fällt der Blick zurück Richtung Platz. All‘ die Katastrophen des Tages, die sich im Ginster, in Bunkern, an abhängenden Grünkanten und zwischen seltsamen Wellenformationen ereigneten, sind vergessen. Man spielt das letzte Loch. Vor dem Grün liegt das Valley of Sin. Das Loch sieht so einfach aus und ist es doch nicht. Aber was soll’s. Am Abend leuchten die Lampen im Clubhaus des R&A, ein paar Zuschauer stehen am Zaun hinter dem 18. Grün und genießen das Abendlicht. Die Möwen kreischen. Es war ein einmaliges Erlebnis. Eines, das nur der Old Course bieten kann.

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