Bild Information: Der Straits Kurs von Whistling Straits (Photo by PGA of America/Getty Images)

Ein Fall für Martin Kaymer

Plätze
 

Die 100 besten Plätze der Welt im Porträt: Der Straits Course von Whistling Straits.

Straits Course Whistling Straits
AdresseWhistling Straits, N8501 Lakeshore Road, Sheboygan, WI 53083, USA

Greenfee: Die Greenfees variieren stark nach Saison und Tageszeit. Wer im Kohler Resort mit seinen diversen Hotels absteigt, kann zum Beispiel das Package Golf Espace mit einer Nacht und zwei Runden Golf auf dem Straits Platz von Whistling Straits und dem nur 15 Minuten entfernten Meadow Valleys von Blackwolf Run buchen. Der günstigste Package-Preis liegt bei 518 Dollar pro Person und Nacht.
Spielbarkeit für Gäste: jederzeit

Um das ganze Erlebnis sacken zu lassen, setzt man sich am besten spätnachmittags nach der Runde auf eines dieser Holzbänkchen, die vor dem rustikalen Clubhaus stehen und lässt den Blick zurückfallen auf die 18. Bahn. Es ist ein fast schon wildes Ungetüm aus Bunkern, Erdbewegungen, einer Art kleiner Schlucht. Am Schluss das leicht erhöhte Grün, ebenfalls stark bewegt.

Wir erinnern uns: 2010 stand Dustin Johnson hier am Rand in einem der Bunker, den er nicht als solchen identifizierte, weil das Fleckchen Sand so wenig mit dem zu tun hatte, was man sonst so von Bunkern kannte. Es war ein wild ausgefranstes Teil, das irgendwie ins Gras überging. Die US PGA Championship fiel in eine Zeit, als die natürliche Integration üppiger Roughzonen, wie man sie inzwischen von zahlreichen hochbewerteten Plätzen wie Streamsong oder Bandon Dunes kennt, noch unüblich war. Für Johnson war Loch 18 des Straits Platzes vergleichbar mit einem wilden Stück Land und einer Golfbahn zwischendrin.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Der Straits Course von Pete Dye war seiner Zeit voraus. Dustin Johnson, um diese Geschichte zu Ende zu erzählen, verlor an diesem Loch die PGA Championship, weil er zwei Strafschläge für das Aufsetzen seines Schlägers in einem Bunker bekam, und Martin Kaymer sollte den Titel im Stechen gegen Bubba Watson gewinnen. Whistling Straits hat sein Gesicht seitdem nicht geändert. Es ist ein grandioser Golfplatz am Ufer des Lake Michigan, den der US Armaturen-Milliardär Hersteller Herb Kohler in seiner Begeisterung für den Golfsport von Pete Dye in die Landschaft planen ließ. Dieses Grundstück war platt wie eine Flunder, ehemaliges US-Army Gelände, und Pete Dye machte mit (mindestens) 1012 Bunkern, unzähligen Dünen, bewegten Grüns und den Löchern am Wasser seine amerikanische Form von Ballybunion daraus.

Teuer - aber jeden Dollar wert

Es ist ein teurer Spaß so eine Runde auf diesem Straits Course, weil sich das Greenfee in Whistling Straits inzwischen in der Hochsaison je nach Tageszeit jenseits der 200 Dollar bewegt. Die Gebühr für den Caddie kommt außerdem noch dazu und danach trinkt man vielleicht noch ein Bierchen. Alles in allem also ein Luxus – aber um ehrlich zu sein, jeder Dollar ist seinen Preis wert. Mit acht Löchern am Lake Michigan, raubt Dir die Optik immer wieder den Atmen. Das dritte Loch heiß O’Man, und ehrlich gesagt ist es auch genau dieser Ausdruck, den man loswerden will, wenn man vom leicht erhöhten Abschlag des Par 3-Loches auf das Grün der 165 Meter langen Bahn blickt, an deren linker Seite sich wieder einmal eine wilde Ansammlung von Bildern findet. Man schlägt Richtung Wasser, vielleicht gegen den Wind, und jede Flugkurve, die ein Stück zu weit aus der Richtung ist, befördert den Ball in den See.

Die Löcher heißen Schiffswrack oder Sandkasten

Man lässt hier naturgemäß viele Bälle. Weil der See wirklich lang und groß ist, das Rough wild und lang, weil man leicht die Orientierung verliert zwischen all‘ den Bunkern. Die Fairways, die sich zwischen all‘ der Natur dahinschlängeln, wirken ziemlich eng, wie immer bei Pete Dye-Plätzen ist der perfekt platzierte Schlag gefragt. Das Ganze ist also nicht einfach – aber trotzdem ein Heidenspaß. Die Löcher tragen Namen wie „Schiffswrack, Sandkasten oder Klippensturz und sind damit in der Regel sehr treffend beschrieben.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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2020 wird man hier den Ryder Cup austragen. Die riesigen Dünen sind eine perfekte Zuschauertribüne und wahrscheinlich wird man die Schafherde, die hier normalerweise durch die Gegend trottet und als natürlicher Rasenmäher des Roughs dient, während der Turnierwoche wegsperren. Der Straits Course wird sich verwandeln in eine Eventarena mit unzähligen Bühnen und Zelten. Natürlich kann man sich den Platz auch bei dieser Gelegenheit ansehen, aber eigentlich ist das ein wenig verschenkt. Den Straits Platz muss man spielen so wie er ist. Ein Bauwerk, das so aussieht, als sei es Natur. Ein Kunstwerk für Golfer. Richtig schwer zu meistern und trotzdem ein Genuss. 

 

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