Bild Information: Royal Portrush (Courtesy of Tourism Ireland)

Wilde Schönheit

Top 100 Plätze
 

Die 100 besten Plätze der Welt im Porträt: Dunluce Course von Royal Portrush

Royal Portrush Golf Club: Dunluce Rd., Portrush  BT56 8JQ, Großbritannien

Greenfee: Dunluce Course 220 Pfund pro Runde, das Wintergreenfee im April und Oktober liegt bei 120 Pfund wochentags.

Achtung: Die Startzeiten für Besucher sind 2019 extrem begrenzt. Vorab-Reservierung unbedingt erforderlich.

Dunluce kann so grausam sein. Wenn der Wind eisig über die Küste von Antrim bläst und sich entlang der Küstenlöcher das Meer schwarzgrau auftürmt. Wenn der Griff klamm ist und die Ansprechposition kaum den Windstärken stand hält. Wenn der Ball in "Big Nellie" landet, diesem eigentlich unvorstellbar großen Bunker an Loch 17. Es ist einer der größten Bunker, die auf der irischen Insel zu finden sind. Die mit Abstand härteste Golfrunde meines Lebens habe ich an so einem Tag in Portrush gespielt. Gefühllose Finger, das Dröhnen des Windes in den Ohren, an der Seite ein Caddie, der mir 18 Löcher lang erklärte, wieso er Graeme McDowell für tausendmal sympathischer hält als Darren Clarke. Beides sind Major-Sieger, beide kommen aus Portrush - aber während sich Clarke das Putting-Grün zum Training absperren läßt, puttet McDowell Seite an Seite mit den Mitgliedern. Das schafft Sympathien. 

Ein bisschen wie in Game of Thrones

Der Dunluce Course von Royal Portrush kann phantastisch sein. An einem tiefblauen Sommertag, wenn sich die grünen Fairways durch die Dünen mit all’ ihrem hellblauen Rough schlängeln, der Ginster hellgelb blüht und das Meer nur ganz ruhig an die Klippen schwappt. Vom dritten Abschlag weg fällt der Blick dann mit viel Glück auf Islay Island. Die Ruinen des Dunluce Castles, das dem Club den Namen gegeben hat, sind allgegenwärtig. Bei Nebel und schlechtem Wetter ist die Szenerie ein wenig mystisch. Game of Thrones lässt grüßen.

Der Royal Portrush Golf Club mit seinen zwei Plätzen Dunluce und Valley gehört zu jenen Zielen, die für Europas Golfer zum Pflichtprogramm zählen. Für viele Golfplatzdesigner ist der Dunluce Course der beste Linksplatz der Welt. Ein Golfkurs, dessen Geschichte wie so oft bei Golfplätzen auf den Britischen Inseln für die Evolution von einem kleinen 9-Löcher-Platz zu einem herausragenden Turnierplatz steht.

Als der Club, den man damals den County Club nannte, hier oben im nördlichsten Eck Irlands 1888 gegründet wurde, war die Lage auf dem exponierten Gelände hoch über dem Atlantik für einen 9-Löcher-Platu spektakulär. Ein Jahr später baute man neun Löcher dazu, 1892 folgte die Umbennung in Royal County Club, seit 1895 gilt der jetzige Name: Royal Portrush Golf Club.

Die spielerische Größe, die der Dunluce-Platz heute hat, verdankt er Harry S. Colt, der ihn 1932 umbaute. Die anspruchsvollen Drive-Zonen, das dichte Rough, die welligen Grüns, dazu der Wind und das Wetter – das alles hat über die Jahrzehnte gereicht, um unzählige Scores von Profis und Amateuren zu ruinieren.

Umbau für die British Open

Und doch hat man den Platz im Hinblick auf die kommende British Open spielstrategisch ziemlich aufgepäppelt: Die Löcher 7 und 8 jedenfalls sind komplett neu, Martin Ebert von Mackenzie & Ebert hat sie designed. Bahn sieben, genannt Curran Point, ist ein langes Par 5,  Bahn acht mit Namen Dunluce ist ein fast 400 Meter langes Par 4. Das Ende der Runde hat sich damit komplett verändert. Die bisherige Bahn 16, ein Dogleg, ist das neue Finish. Sechs Löcher bekamen neue Abschläge und diverse Bunker dazu.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

@rorymcilroy smoking one round the corner on the new 8th hole this morning....

Ein Beitrag geteilt von Royal Portrush Golf Club (@royalportrushgolfclub) am

Die Golfkenner vor Ort, die Caddies und Altmitglieder, betrachten die Änderungen, die vor mehr als zwei Jahren ihren Anfang nahmen, mit einer Mischung aus Argwohn und Zuversicht. Einerseits ist dieser Dunluce Course ein Urgestein, ein Eremit, dem man nicht zu nahe rücken will. Andererseits will Nordirlands Top-Course gleichziehen mit dem Image anderer British Open-Plätze wie Turnberry, Troon oder Muirfield.

Anders als sie ist Royal Portrush immer ein großer Name gewesen, nie aber einer jener Plätze, die man schnell einmal besucht. Zu abgelegen ist die einsame Gegend, die mit spektakulärer Natur wuchert. Der Giant’s Courseway ist um die Ecke und mit Abstand die größte touristische Attraktion der Gegend. Mit der British Open wird sich das ändern: Schon jetzt ist das Turnier ausverkauft, die große Bühne ist bereit. 

Top 100 Courses: Augusta National Golf Club British Open ausverkauft

Anhänge

FJ zeigt Ihnen die Zukunft FJ zeigt Ihnen die Zukunft

Gewinnspiel

Teilnahme am exklusiven FJ-Event...

Werfen Sie mit FootJoy einen Blick in die Zukunft.

weiterlesen
Photo by Shane Lowry Instagram Photo by Shane Lowry Instagram

Panorama

Irlands Legenden und Geschichten

Shane Lowry gewinnt die Open und singt im Pub "The Fields of Athenry". Was ha...

weiterlesen
Srixon Z-Star XV Bälle von Open-Sieger Shane Lowry (Photo by Srixon Golf) Srixon Z-Star XV Bälle von Open-Sieger Shane Lowry (Photo by Srixon Golf)

Ausrüstung

Shanes Srixon Shamrock

Ein Kleeblatt ziert die Srixon Z-Star XV Bälle von Open-Sieger Shane Lowry.

weiterlesen
Shane Lowry (Photo by twitter.com/garhazer) Shane Lowry (Photo by twitter.com/garhazer)

British Open

So feierte Open-Champion Lowry (...

Wenn ein Ire die Open Championship gewinnt...

weiterlesen