Bild Information: Chicago, illustriert von Gerd Hilbig

Für Wagemutige: Chicago

Zocks & Spielformen
 

Wir erklären die gängigsten Zocks für die Runde. Diesmal: Chicago, ein Spiel für Zocker mit Nerven.

Chicago wird im Team gespielt, je zwei gegen zwei. Gewertet wird pro Loch. Beide Partner spielen das Loch, wobei das Ziel ist, dass mindestens einer von Beiden ein Netto-Par erreicht. Das Handicap wird dabei voll einberechnet (oder vorher verhandelt). Die beiden erzielten Netto-Ergebnisse bilden zusammen eine zweistellige Zahl. Bei Erreichen eines Netto-Pars oder besseren Resultats wird der niedrigere Score nach vorne gestellt. Spielt ein Team kein Netto-Par, wird das schlechtere Resultat nach vorne gestellt. Die zusammengesetzten Ergebnisse beider Teams  werden im Anschluss verglichen. Die Differenz wird in Punkten ermittelt und später zu einem vorher festgelegten Betrag ausbezahlt.

Bei dieser Spielform wird gerne nach sechs Löchern das Team gewechselt, damit jeder einmal mit jedem spielt. Außerdem kann man "Pressen" mit einbauen: Vor dem Loch darf das zurückliegende Team den Einsatz verdoppeln. Statt einem Punkt zählt auf diesem Loch jede Differenz zwei Punkte. Achtung: Je nach Betrag kann dieser Zock schnell sehr teuer werden. Meistens wird das maximale Einzelergebnis auf 9 begrenzt.

Noch ein Tipp: Abgerechnet wird am besten immer gleich nach dem Loch. Die Summe dann jeweils auf der Scorekarte vermerkt und wie in einer Bilanz gegen gerechnet. Ein Spieler führt die Scorekarte und spielt den Buchhalter.

So geht's: ein Beispiel
Rainer (Hcp. 12), Michael (Hcp. 17), Sebastian(Hcp. 9) und Ferdinand (Hcp. 18) spielen Chicago. Das Handicap lassen sie voll zählen. Pro Punkt machen sie einen Betrag von 10 Cent aus. Nach je sechs Löchern wollen sie die Partner wechseln. Den Auftakt machen Rainer und Michael.

Die erste Bahn ist ein Par 4 mit einer Vorgabe von 12. Das bedeutet, nur Sebastian bekommt hier keinen Schlag vor. Für alle anderen ist eine 5 ein Netto-Par. Rainer spielt eine 5, Michael eine 6. Der Chicago-Score ist dank der beiden Vorgaben und dem Erreichen des Netto-Pars: 45. Sebastian erzielt ohne Vorgabe eine 5 Rainer fabriziert eine 7 (=Netto 6). Da keiner von beiden ein Netto-Par erzielt hat, wird das schlechtere Resultat der beiden nach vorn gestellt. Der Score heißt dementsprechend: 65. Auf dem ersten Loch verlieren Sebastian und Rainer also jeweils 20 Punkte (65-45). Bei 10 Cent pro Punkt wären das 2 Euro pro Spieler.

Situatives Training: Kurze Putts trainieren Von den Profis abgeschaut: Trainingsübungen

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