Bild Information: Der GC Altötting-Burghausen aus der Luft.

Altöttinger Artenvielfalt

Golf & Natur
 

Golfplätze sind Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen.

Die meisten Golfer wissen es. Nicht-Golfer oft eben noch nicht: Golf steigert die Biodiversität. Dieses positive Ergebnis erhielt nun der GC Altötting-Burghausen nach dem ersten GEO-Tag auf einer Golfanlage in Bayern. Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz Altötting hatte mit etwa 20 Experten das rund 70 Hektar große Gelände der Golfanlage auf seine Artenvielfalt hin untersucht.

Eine erste Übersicht der Feldforschung des Bund Naturschutz kommt nach Aussagen von Eveline Merches, die den GEO-Tag leitete, auf rund 500 nachgewiesene Arten, darunter der extrem seltene Pilz Sonnen-Täubling (Russula solaris). Dieser gilt ebenso wie die Ufer-Pyjamaspinne (Singa nitidula) und die ebenfalls entdeckte Knautien-Sandbiene als Rote-Liste-Art. Möglich wird der hohe Grad an Artenvielfalt durch die vielfältige Biotopstruktur der Golfanlage, bei der nur zwei Hektar der Gesamtfläche für die Grüns und zirka 22 Hektar für den gesamten Spielbetrieb der Golfer genutzt werden.

Der GC Altötting-Burghausen bemüht sich seit Jahren durch vielfältige Aktionen die Artenvielfalt auf den Extensiv- und Ausgleichsflächen der Anlage zu steigern. "Auf der einen Seite haben wir dadurch auch die Qualität des Golfplatzes gesteigert, weil wir uns alle Flächen viel genauer ansehen", resümiert Clubmanager Markus Löffl die Arbeit der vergangenen Jahre. "Andererseits sparen wir aber auch Ressourcen, weil wir Bereiche, die nicht spielentscheidend sind, nicht mehr in dem Ausmaß mähen wie früher."

Dr. Frank Mayer, Biodiversitäts-Beauftragter des Clubs, verweist auf die hohe Akzeptanz der Maßnahmen durch die Mitgliedschaft. "Die Mehrheit unserer Mitglieder ist sehr naturinteressiert." Auch deshalb habe sich inzwischen eine Kooperation mit dem örtlichen Landschaftspflegeverband, dem NABU und dem Bund Naturschutz entwickelt.

Entscheidend für den Golfclub ist dabei auch der Imagewandel, den der Golfsport in Altötting durch die Zusammenarbeit erfahren hat. "Die Wissenschaftler haben erkennbar einen völlig neuen Eindruck vom Thema Golf bekommen", resümiert Löffl. Die Integration einer Golfanlage in die GEO-Tage, die 1999 von der Zeitschrift GEO ins Leben gerufen worden waren und die größte Feldforschungsaktion Mitteleuropas darstellen, ist dabei durchaus ungewöhnlich. Insgesamt ermitteln im Rahmen der Aktion jährlich über 15.000 Personen in einem Zeitraum von 24 Stunden die Artenvielfalt.

Für den GC Altötting-Burghausen ist die positive Bilanz des GEO-Tages Motivation für weiteres Engagement beim Thema Steigerung der Artenvielfalt. Auch deshalb nimmt der Club am Zertifizierungsprojekt Golf und Natur des Deutschen Golf Verbandes teil. Im Juni erhielt man hier bereits die Auszeichnung in Silber.

Der GC Altötting-Burghausen im Netz

Anhänge


Anzeige
Anzeige
Der Vorstand der PGA of Germany ab 19. September 2021 (Bild: PGA of Germany) Der Vorstand der PGA of Germany ab 19. September 2021 (Bild: PGA of Germany)

PGA of Germany

Baraka neuer PGA-Präsident

Die Mitglieder der PGA of Germany haben einen neuen Vorstand gewählt: Kariem ...

weiterlesen
Matthias Schmid belegt auf der European Tour Rang zwei (Foto: golfsupport.nl/Frank Vuylsteke) Matthias Schmid belegt auf der European Tour Rang zwei (Foto: golfsupport.nl/Frank Vuylsteke)

Schwarz-Rot-Gold on Tour

Schmid bei Dutch Open auf Rang z...

Matthias Schmid lässt es in den Niederlanden richtig krachen und kommt bei de...

weiterlesen
Jon Rahm (Photo by Getty Images) Jon Rahm (Photo by Getty Images)

Jon Rahm

Rahm angeschlagen und verärgert

Jon Rahm sagt eine Pro-Am-Teilnahme ab, spielt eine mäßige erste Runde und is...

weiterlesen
Sophia Popov gewinnt mit Team Europe den Solheim Cup (Foto: LET/Tristan Jones) Sophia Popov gewinnt mit Team Europe den Solheim Cup (Foto: LET/Tristan Jones)

Schwarz-Rot-Gold on Tour

Popov gewinnt Solheim Cup

Sophia Popov gewinnt mit Team Europe den Solheim Cup. Die Premiere der Big G...

weiterlesen