Bild Information: Platzpflege in Zeiten von Corona: Grün 18 der Golfanlage Brunnwies.

Platzpflege in Zeiten von Corona

Greenkeeping
 

Golf.de unterwegs mit Griesbachs Greenkeepern.

Es ist ein herrlicher Frühlingstag. Die Sonne lacht von einem strahlend blauen Himmel. Fairways und Grüns sehen jungfräulich und frisch aus. Und doch ist dieser Dienstag kein normaler. Dort, wo sonst die Motoren brummen und die Maschinen ausrücken, herrscht eine seltsame Ruhe. "Das ist schon irgendwie gespenstisch, irgendwie komisch", sagt Florian Gerleigner. Er ist Head-Greenkeeper im Quellness & Golf Resort Bad Griesbach, dem größten Golfresort in Europa. Er und Manfred Danninger halten heute die Stellung in Brunnwies. Golfer? Null.

Corona hat dafür gesorgt, dass sämtliche Golfanlagen des Resorts, immerhin stattliche 129 Löcher verteilt auf zehn Plätze, sowie die drei Hotels und die drei Gutshöfe geschlossen sind. Das wird bis zum 19. April so sein, da es die Staatsregierung angeordnet hat. "Das ist eine Ausnahmesituation wie wir sie noch nie hatten. Gerade jetzt, wenn die Sonne so schön scheint, freuen sich bei uns alle auf die neue Saison. Wenn es wieder richtig losgehen kann, alles hergerichtet ist", sagt Gerleigner (Foto unten). Wenn die Arbeiten frühmorgens um 6 Uhr beginnen, stehen die ersten Golfer an den Abschlägen. Normalerweise. Zurzeit ist alles anders. Die Saisoneröffnung ist erst einmal verschoben worden. Wie überall auf Deutschlands Golfplätzen.

Hunderte von Maschinen sind normalerweise um diese Zeit in Griesbach im Einsatz, viele bleiben nun auf "Off". Was aber nicht heißt, dass gar nichts passiert auf den Golfplätzen. Klar, der Spielbetrieb ruht. Fahnen, Abschlagsmarkierungen, Tafeln – alles ist erst einmal eingesammelt worden. Gerleigner: "Damit keiner auf die Idee kommt, zu spielen. Wenn es einer tut, kommt der Nächste und es werden immer mehr." Auf dem Parkplatz vor der Anlage Brunnwies steht Schwarz auf Rot: "Golfanlage gesperrt". Damit keine Missverständnisse entstehen.

Gemäht wird trotzdem. Die Grüns aktuell zwei- statt siebenmal pro Woche, die Fairways und Abschläge nur ein- statt dreimal pro Woche. Die Plätze sollen und müssen in Schuss gehalten werden, damit alles hübsch hergerichtet ist, wenn die Sperre aufgehoben wird. Wann das sein wird, weiß niemand so genau. Gerleigner: "Wenn wir nach dem 19. April wieder öffnen können, sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Wenn die Sperre verlängert wird, ist derzeit nicht abzusehen, was das bedeutet."

Über die Anlage flanieren hier und da ein paar Spaziergänger. Einige fragen Florian Gerleigners Team immer wieder, wann es weitergehen kann. Die eifrigsten Golfer lockt die warme Frühlingssonne auf die Plätze. Trotz des noch recht kühlen Windes. Bewegung an der frischen Luft sei doch gesund und stärke das Immunsystem. Es bleibt dabei: Die Anordnung von oben ist: Golfplätze sind Sportstätten – und die bleiben bis 19. April gesperrt. Danach wieder Normalzustand? Das weiß im Moment keiner. Was ist in diesen Tagen schon normal.

"Das Schlimme ist auch und vor allem die Ungewissheit", sagen die beiden Greenkeeper, während im Hintergrund die Vögel zwitschern, wo weit und breit kein Mäher zu hören ist. Es steht viel auf dem Spiel. Fest steht aber auch: Sollte Golfspielen nach Ostern wieder möglich sein, sind die Plätze des Quellness & Golf Resort Bad Griesbach hergerichtet. Angst vor Wildwuchs auf Grüns oder Fairways braucht niemand zu haben. Dafür sorgen fleißige Greenkeeper – in Griesbach, in Bayern, in ganz Deutschland. Das ist Arbeit mit der und für die Natur. Auch wenn's ganz ohne Golfer irgendwie gespenstisch ist.

Golfplatz-Schließungen in UK Aufruf von DGV-Präsident Kobold

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