Bild Information: Der US-amerikanische Schauspieler Bill Murray beim AT&T Pebble Beach Pro-Am 2020 (Photo by Harry How / GettyImages)

Lustiger Regelverstoß von Murray

Panorama
 

Schauspieler Bill Murray sorgt bei Regelverstoß für Gelächter.

Bill Murray hatte auch beim AT&T Pebble Beach Pro-Am wie bei der Ausübung seines Berufs als Schauspieler und Komiker die Lacher auf seiner Seite. Der für seine Späße bekannte 69-jährige US-amerikanische Amateurgolfer sorgte vor allem bei einem spektakulären Schlag auf dem siebten Loch in Pebble Beach für Wirbel. Dieser außergewöhnliche und formal nicht erlaubte Putt tauchte nun jüngst in einem Twitter-Video eines beobachtenden Zuschauers im sozialen Netz auf und sorgte für große Wellen./""

Der Schauspieler aus den "Ghostbusters"-Filmen der 80er und 90er Jahre ist auf dem Twitter-Video zunächst zu sehen, wie er zum Putt ansetzt. Direkt im Anschluss jagte Murray eiligen Schrittes dem Golfball nach. Der mehfach preisgekrönte Schauspieler hatte zu fest geschlagen und als sein Ball am Loch vorbeirollte, ging Murray hinterher und schlug anschließend mit dem Rücken zum Ball und zum Loch stehend den sich noch bewegenden Ball rückwärts ins Loch. Die Menge brach in Applaus aus, als der legendäre Komiker seinen Schläger wegschmiss und direkt weiter vom Grün zum achten Abschlag lief.

Strafschlag oder Disqualifikation?

Den Regelhütern dürfte nach dem Verhalten des einstigen Pro-Am-Siegers von 2011 zunächst nicht ganz so zum Lachen zumute gewesen sein. Es galt, diesen Regelverstoß zu ahnden. Murrays raffinierter Schlag war zweifellos beeindruckend, aber auch ein klarer Regelverstoß. Das Strafmaß war hingegen auf den ersten Blick weniger klar. Die Tatsache, dass Murray einen Schlag machte und der Ball im Loch landete, erschwerte die Entscheidung für die Regelhüter wohl auf der einen Seite. Auf der anderen Seite kam erschwerend hinzu, dass der beliebte Murray regelmäßig beim Pro-Am für das Showprogramm auf dem Platz von Zuschauern und Mitspielern heißgeliebt ist.

Rein formal: Wenn ein in Bewegung befindlicher Ball vom Spieler abgelenkt oder gestoppt wird, "zählt der Schlag nicht, und der ursprüngliche Ball oder ein anderer Ball muss auf seinem ursprünglichen Platz ersetzt werden", wobei dem Spieler eine Strafe von zwei Schlägen auferlegt wird und der Putt wiederholt werden muss.

Da Murray den noch rollenden Ball ins Loch schlug, sich zum nächsten Abschlag begab, weiterspielte und den Putt nicht wiederholte (!), hätte er in einem Zählspiel disqualifiziert werden müssen oder bei einer Stableford-Wertung das Loch streichen und am Ende natürlich eine korrekte Scorekarte abgeben müssen.

Wie einst Phil Mickelson

Glücklicherweise ist Murray ein prominenter Amateur, der den Regelhütern die Show längst gestohlen hatte. Da sich Murrays Flight auch nicht über dieses Verhalten aufregte, wurde im Programm ohne Sanktionen und Konsequenzen einfach weitergemacht.

Bei den US Open 2018 war es bei den Profis in Shinnecock Hills zu einem ähnlichen Fall gekommen. Phil Mickelson hatte damals einen Murray-Move gemacht und stoppte einen Putt, der kurz davor stand, vom Grün zu rollen. Der fünfmalige Major-Champion wurde für diesen Spielzug kritisiert und die Tat hätte leicht mit einer Disqualifikation enden können. Doch die USGA hatte sich kontroverserweise dafür entschieden, ihn stattdessen mit zwei Strafschlägen zu belegen.

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