Bild Information: Im Januar 2020 führen die ersten Länder das neue WHS ein. Foto: T. Kirmaier

Elf Länder machen den Auftakt

World Handicap System
 

Im Januar 2020 startet das World Handicap System (WHS), das Deutschland 2021 einführt.

Der Countdown läuft. In Deutschland startet das World Handicap System (WHS) zwar erst im Jahr 2021, aber schon im Januar 2020 machen elf Länder den Auftakt. Ziel der Maßnahme: Golfer weltweit mit einer einheitlichen Spielstärken-Messung zu versehen. Den Auftakt machen ab 1. Januar 2020: Argentinien, Australien, Kanada, Indien, Mexiko, Panama, Südafrika, Korea, die USA, Uruguay und Venezuela. In den Monaten Februar, März und April ziehen dann Hong Kong, Neuseeland, Singapur und Schweden nach, ehe im Sommer Portugal an der Reihe ist.

In Deutschland wird das World Handicap System (WHS) ab der Spielsaison 2021 eingeführt. Bis dahin gilt das bisher bekannte EGA-Vorgabensystem vollumfänglich weiter. Für Deutschland wurde so entschieden, weil die Saison 2020 noch genutzt werden soll, um die Einführung für alle Beteiligten bestmöglich vorzubereiten und somit 2021 einen reibungslosen Einstieg sicherzustellen. Der Deutsche Golf Verband möchte "Sorgfalt vor Eile" walten lassen und alle Beteiligten umfangreich und detailliert über das neue System sowie die damit verbundenen Änderungen informieren.

Das Jahr 2020 werde somit zu kommunikativen Zwecken benötigt, um jedem die Chance gegeben zu haben, sich am Tage der Einführung des WHS, ausgiebig informiert haben zu können.  "So werden Deutschlands Golfer bereits im Winterhalbjahr 2020/21 auf ihrem DGV-Ausweis den neu errechneten Handicap-Index vorfinden. Dieser wird dann zur neuen Saison 2021 seine Gültigkeit haben", sagt Alexander Klose, Vorstand Recht & Services des DGV.

"Wenn die Golf-Community zusammenarbeitet, profitieren alle. Weltweit ein einheitliches Handicap-System zu haben, wird Golfer aus allen Ländern noch enger miteinander verbinden", so Mike Davis, CEO der USGA. Man wolle damit das Spiel fit für die Zukunft machen. Martin Slumbers, Chief Executive der R&A, fügt an: "Die Regeln zu modernisieren, war ein Schritt nach vorn. Das World Handicap System wird ein weiterer sein." Eine Veränderung bringe Chancen. Und das könne nur gut für den Golfsport sein. 

Nach wie vor ist das Handicap Ausdruck der Spielstärke eines Golfers und soll sein Spielpotenzial so genau wie möglich widerspiegeln. Im World Handicap System (WHS) heißt dieser Wert zukünftig World Handicap Index (WHI). Der WHI hat eine andere Berechnungsgrundlage als die heutige DGV-Vorgabe. Somit ist auch zu erwarten, dass im Regelfall der WHI vom Wert her nicht der heutigen DGV-Vorgabe entspricht. Der WHI errechnet sich, indem der Durchschnitt der besten acht Ergebnisse aus den jüngsten 20 Handicap relevanten (heute: vorgabenwirksamen) Runden gebildet wird.

Wie lange exakt zurückgeblickt wird, ist im Moment noch Gegenstand von Beratungen zwischen den Nationalverbänden und der World Handicap Authority (zuständig für das WHS). Der DGV teilt die Idee, dass man nicht länger als drei bis maximal fünf Jahre zurückblicken sollte. Es werden ohnehin nur dann ältere Daten herangezogen, sofern es erforderlich wird, um auf 20 Ergebnisse zu kommen.

 

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