Bild Information: 58 Strafschläge: Lee Ann Walker (Photo by Darren Carroll/Getty Images)

58 Strafschläge bei einem Major

Panorama
 

Die Amerikanerin Lee Ann Walker kassiert eine Rekordstrafe bei der Senior LPGA Championship.

Die 58 ist eine magische Zahl im Golf. Der US-Amerikaner Jim Furyk war im Jahr 2016 der erste Spieler, der auf der PGA Tour diesen Score knackte. Furyk unterschrieb seinerzeit bei der Travelers Championship in Cromwell (Connecticut) mit einem Eagle und zehn Birdies eben genau diese 58. Wenige Tage zuvor hatte der in den USA lebende Münchner Stephan Jäger ebenfalls eine 58 geschossen – bei der Ellie Mae Classic, einem Turnier der Web.com Tour. Jäger erhielt prompt den Spitznamen „Mister Fiftyeight“. Seine und Furyks Fabelrunden waren die ersten 58er, die je auf einer amerikanischen Tour gespielt wurden.

Eine 58 kann aber auch ganz schön schmerzen. Dann nämlich, wenn es genau in die andere Richtung geht. Bitter erleben musste das jüngst die Amerikanerin Lee Ann Walker. Sie absolvierte die ersten beiden Runden der Senior LPGA Championship im French Lick Resort (Indiana) mit 85 und 74 Schlägen. Eigentlich, denn dann kam das böse Erwachen: Sie erhielt wegen des Verstoßes gegen eine neue Regel, die ihr bis dato unbekannt war, satte 58 Strafschläge aufgebrummt - 42 in Runde eins und 16 in Runde zwei.

„Ich glaube, ich habe es ins Guinness Buch der Rekorde geschafft“, so Walker nach der harten Entscheidung gegen sie. Was war passiert? Nach einer langen Turnierpause war ihr eine wichtige neue Regel (Die neuen Golfregeln 2019 im Überblick) nicht bewusst. Ihr Caddie stellte sich beim Putten mehrmals hinter sie in der Verlängerung zum Loch, was seit 2019 verboten ist. Pro Vergehen gibt es dafür zwei Strafschläge. In Runde eins fiel das noch niemandem auf, im zweiten Durchgang schon. Walker: „Sie haben mich irgendwo auf der 14 oder der 15 darauf aufmerksam gemacht, weshalb ich einen Referee rief, um zu erfragen, was nun zu tun sei.“ Kurios: Walker sollte zunächst weiterspielen, konnte sich nach der zweiten Runde jedoch exakt daran erinnern, an welchem Loch ihr dieser Regelverstoß passiert ist.

Am Ende wurden ihrem Score die Strafschläge hinzugerechnet, was aus der 85 eine 127 und aus der 74 eine 90 werden ließ. „Es ist meine Schuld, dass ich die Regel nicht kannte. Das ist eine Lehre für mich. Jetzt dürfte ich berühmt sein.“ Kleiner Trost: Auch ohne Strafschläge hätte sie den Cut um einen Schlag verpasst. Den Sieg bei der Senior LPGA Championship in French Lick holte die Schwedin Helen Alfredsson, die mit ihrer Performance natürlich deutlich glücklicher war als „Mrs Fiftyeight“ Lee Ann Walker.

Zehn Strafschläge für Siem Weltrekorde im Golf

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