Bild Information: TV-Zuschauer in der Nacht

Golf-TV-Guide für Einsteiger

Golf-Grundwissen
 

Häufigster Ort des Erstkontakts mit dem Golfsport ist der Fernseher. Ohne Vorwissen wird man von Fachausdrücken, Bildwechseln und Zahlen erschlagen. Eine Hilfestellung für Interessierte.

Sonntagnachmittag vor dem Fernseher. Es läuft Sport. Der Besitzer der Fernbedienung wechselt den Kanal und plötzlich wird er aus dem manikürten Grün des Fußballstadions auf ein anderes Grün geworfen, auf dem Menschen stehen und weiße Kugeln durch die Luft schießen. Der geneigte Fernsehzuschauer erkennt, er ist beim Golf angelangt.

Was der Zuschauer am Fernsehbildschirm sieht, wirkt interessant und mag spannender sein als immer nur Fußball. Doch zwischen Statistiken, Spielständen, noch mehr Zahlen, Bildwechseln, Spielernamen und den Ansagen des Kommentators geht er verloren. Verständlicherweise. Denn wer Golf nicht kennt, wird von der Masse an neuen Begriffen, Ergebnissen und Statusmeldungen erschlagen, die nur dem Golfer so selbstverständlich von der Zunge gehen.

Anders als beim Hockey, Handball, Bodenturnen oder Speerwerfen, versteht der Neu-Zuschauer beim Golf nicht sofort, wie das Spiel funktioniert und was der Athlet machen muss, um zu gewinnen. Das ist schade. Denn wer nicht weiß, warum Spieler XY bei acht unter Par geteilter Zweiter ist, kann nur schwer mitfiebern und geht dem Golfsport vorerst verloren. Um dem vorzubeugen und dem Golf-Neuling am Fernseher Lust auf unseren tollen Sport zu machen, liefern wir eine Hilfestellung für all jene, die Golf im Fernsehen schauen wollen, aber kein Vorwissen mitbringen.

Ziel des Spiels

Ziel des Spiels ist, mit möglichst wenigen Schlägen den Ball im Loch zu versenken. Eine Golfrunde besteht aus 18 Löchern, ein Golfturnier bei den Profis in der Regel aus 4x18 Löchern - bei Damen und Senioren auch Mal nur aus drei.

Aufbau eines Turniers

Sie beginnen meist am Donnerstag und enden am Sonntag, wenn der Sieger gekürt wird. Nach zwei Tagen wird das Teilnehmerfeld verkleinert - besser bekannt als der Cut. Nur etwa die Hälfte der Spieler dürfen Samstag und Sonntag weiterspielen. Wer am Ende der vier Runden das niedrigste Gesamtergebnis vorweisen kann, hat das Turnier gewonnen.

Was heißt "drei unter Par"?

Zwar spielt man beim Golf gegen menschliche Gegner, die eigene Leistung wird jedoch relativ zum Golfplatz gemessen. Par ist die festgelegte Anzahl Schläge, die man spielen muss, um den sogenannten Platzstandard zu erreichen. Zu Beginn des Turniers starten alle Spieler bei Even Par, man könnte auch sagen bei Null.

Für jedes der 18 Löcher ist vorgegeben, wie viele Schläge man benötigen darf, um bei dem Ergebnis Even Par zu bleiben (Vorgabe). Braucht ein Spieler auf einem Loch, das ein Par 4 ist, fünf Schläge, hat er das Loch einen Schlag über Par absolviert. Das Umgekehrte trifft zu, wenn ein Spieler den Ball mit weniger Schlägen versenkt als vorgegeben. Der Spielstand "drei unter Par" (-3) bedeutet, dass der Spieler insgesamt drei Schläge besser liegt als die Summe der Vorgaben seiner bis dahin absolvierten Löcher.

Ziel ist es, möglichst weit unter Par zu kommen, hinter seinem Namen also eine möglichst große negative Zahl zu erreichen. Der Spieler, der am Ende des Turniers am wenigsten Schläge benötigt hat, also am weitesten unter Par liegt, hat gewonnen.

Was sind Birdie, Bogey und Eagle?

Wer auf einem Par 4 vier Schläge braucht, hat ein Par gespielt. Wer nur drei braucht, darf ein Birdie notieren und verbessert sein Ergebnis um einen Schlag unter Par. Wer hingegen einen Schlag zu viel braucht, der kassiert ein Bogey und verschlechtert seine Ausgangslage um einen Schlag. Zwei Schläge besser als Par an einem Loch wird Eagle genannt, zwei Schläge schlechter als Par ist ein Doppel-Bogey. Eine Erklärung des Ursprungs der jeweiligen Begriffe finden Sie hier.

Warum wechseln die Bilder immer zwischen vielen Spielern?

Alle Spieler starten nacheinander in Zweier- oder Dreiergruppen, daher sind alle Starter auf unterschiedlichen Teilen des Platzes unterwegs. Um dem Zuschauer die Übertragung von langen Fußmärschen oder Schlagvorbereitungen zu ersparen, werden nacheinander immer wieder andere Spieler gezeigt. Meist erhalten dabei die Führenden oder bekannte Spieler mehr Übertragungszeit als der Rest.

Geschichte der Golfbegriffe Wieso hat ein Golfball Dellen?

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