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Alles anders in Europa

Erster Abschlag
 

Erster Abschlag: Die Kolumne zum Wochenanfang

Europa also. Dieser Tage ja in aller Munde. Europa gibt es ja auch bei den Golfern - in Form der European Golf Association in Epalinges zum Beispiel, die zumindest versucht, die unterschiedlichen Bedürfnisse regulatorisch unter einen Hut zu bringen.

Genau genommen aber scheitert die große Einigkeit im europäischen Golf schon an der Basis. Tatsache nämlich ist: Golf in Europa ist extrem inhomogen. Ein Blick auf die Zahlen des letzten "Golf Participation Report" des Unternehmens KPMG zeigt, wie unterschiedlich die Strukturen und Vorgaben in den einzelnen Ländern ist. Schon deshalb weil sich 84 Prozent aller Golfer und 82 Prozent aller Plätze auf die zehn größten Märkte verteilen.

England kämpft mit der Krise

Markthirsch ist England mit 655.839 Golfern und 1.872 Plätzen. Gleichzeitig aber ist England auch der Krisenherd Nummer eins mit fast 40.000 weniger Golfern im Jahr 2017. Und: Mit einer Rate von nur 13 Prozent Frauen und drei Prozent ist England auch in Sachen Gleichstellung ein Entwicklungsland. Hier trumpfen vermeintliche Golf-Nobodies groß auf: Die Türkei zum Beispiel, die auf 45 % bei den Junioren kommt oder auch die kleine Golfnation Griechenland, bei der immerhin 23 % aller Spieler den Jugendlichen zugerechnet werden.

Deutschland stark bei den Ladies

Deutschland ist bei den Frauen vorne dabei: Auf einen Anteil von über 30 Prozent kommen in Europa nur sechs Staaten, neben uns sind es Österreich, Belgien, Luxemburg, die Schweiz, Lichtenstein und die Niederlande.

Nicht alleine diese Zahlen zeigen: Die Länder sind eigentlich überhaupt nicht vergleichbar. In Island zum Beispiel spielen mehr als fünf Prozent der Bevölkerung Golf, in Serbien, Bulgarien, Israel, Litauen, Kroatien, Ungarn oder Polen sind es dagegen weniger als 0,1 Prozent. In der Tschechischen Republik hat die Anzahl der registrierten Golfer 2017 um mehr als elf Prozent zugenommen, in Irland aber um fast vier Prozent abgenommen.

Im Golf ist Europa extrem vielfältig

Das Bild, das die Zahlen zeichnen, zeigt: Was den Golfsport anbelangt, könnte Europa nicht vielfältiger sein. Es bildet Krisenländer und Wachstumsregionen ab, es zeigt Märkte, in denen Golf Volkssport ist und Länder, in denen es als Luxus-Zeitvertreib gilt. Golf in Europa kann ein weitgehend touristisches Segment sein oder auch eine Angelegenheit von privaten Golfclubs.

Europas Klimaprobleme betreffen alle Golfer

Golf in Europa wird in Zukunft trotzdem immer stärker von der Europäischen Union und ihren Gesetzen beeinflusst. Starke Spritz- und Düngevorgaben werden einheitlich angewendet werden, die Behandlung von Klimaphänomenen wird Plätze in Südspanien genauso betreffen wie jene in Hessen, die schon 2018 unter der Dürre stöhnten. So individuell die Sportart in den Ländern ausgeübt wird, so allgemeingültig sind die Vorgaben, die durch die Natur gemacht werden. Auch deshalb spielt die Europawahl für die Golfer und ihr Hobby durchaus eine Rolle. Klimawandel und Klimapolitik sind beides starke Golfthemen, die Wasserversorgung, Pflanzenpflege und damit jeden Greenkeeper tagtäglich betreffen - und den Golfer damit ebenfalls.

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