Bild Information: Driving Range Bälle (Photo by Shutterstock)

Finger weg von alten Nudeln

Panorama
 

Erster Abschlag: Die Kolumne zum Wochenanfang

Sprechen wir über den Ball – den Driving Range Ball. Eines meiner Lieblingsthemen, weil das kleine, runde Ding – vermeintlich unwichtig – so viel mit dem Thema Service zu tun hat. In den nächsten Wochen beschäftigt uns der Driving Range Ball besonders. Weil wir irgendwo auf einer Golfreise, zum Beispiel auf Mallorca, vor einem Ballautomaten stehen, drei Euro einwerfen, und anschließend in einem leicht angerosteten Körbchen vielleicht 23 unansehnliche Bälle erhalten: Leicht angeschmutzt, kaum Dimples, steinhart, vielleicht in verblichenem Gelb. Und das, obwohl das Clubhaus aussieht, als hätte der Betreiber durchaus mehrere Millionen Euro verbaut.

Oder weil wir die neue Saison in unserem Heimatclub einläuten und dort Ähnliches passiert: Die Driving Range Bälle haben ihre besten Zeiten längst hinter sich, die Flugbahn ist irritierend seltsam, das Gefühl im Treffmoment erschreckend. Beide Fälle sind nicht toll – vor allem dann, nicht, wenn man womöglich gerade 90 Euro Greenfee bezahlt hat oder die Rechnung des Heimatclubs über 1.800 Euro Spielgebühr eingetroffen ist. Vernünftige Driving Range-Bälle, so denkt man, sollten da doch drin sein – zumal ein Blick auf die Preislisten der Ballanbieter zeigt, dass man bei rund 50 Cent pro Ball schon einen Markenball erhält.

Die weiße Pyramide bleibt ein Highlight

Es gibt auch das positive Kontrastprogramm – das erfahrener Touristen in den USA zum Beispiel: Einchecken am Counter, dann ab auf die Range. Und da stehen sie: Lauter hübsche weiße Pyramiden. Perfekt präsentiert aus vergleichsweise neuen, weißen Bällen. Der Anblick macht Spaß, die Laune steigt – die Motivation beim Bälleschlagen hängt eben auch von der Qualität des Produktes ab, das man zur Verfügung bekommt.

Verallgemeinern darf man diesen Vergleich natürlich nicht: Auch auf Mallorca oder in Deutschland gibt es Anlagen, bei denen ein Titleist-Trainingsball im Körbchen liegt – in manchen Fällen gar ein Pro V1. Ein hübscher – und in diesem Fall auch teurer Luxus – der sich allerdings herumspricht in Golferkreisen. Mit Driving Range Bällen kann man eben durchaus Imagepunkte sammeln. Im Gegensatz trifft man natürlich auch in den USA ab und an auf steinalte Nudeln.

Missachtung des Kunden

Von der Lokalität ganz abgesehen, steht eines fest: Wer als Betreiber oder Manager in der neuen Saison zu spät vernünftige Bälle bestellt, seiner Klientel abgeschrummelte Kugeln vor die Nase setzt, missachtet den Kunden. Die Driving Range ist der erste Stopp des Golfers auf dem Weg zum Platz – hoffentlich zumindest. Wer da mit uralten Bällen schon den falschen Eindruck hinterlässt, hat in Sachen Marketing gepatzt. An solche Dinge erinnert sich der Golfer ewig. 

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