Bild Information: Michelle Wie (Photo by Ross Kinnaird/Getty Images)

Das Ende der Durststrecke

Erster Abschlag
 

Erster Abschlag. Die Kolumne am Montag. Was war wichtig, was kommt auf uns zu? 

Zwei Profis in einer Durststrecke. Sieglos. Jahrelang auf der Suche nach dem nächsten Erfolg. Ein Wochenende, das alles ändert. Und zwei Namen, die wir alle kennen. Phil Mickelson und Michelle Wie haben am Sonntag ihre Karrieren mit einem Wendepunkt markiert. Phil Mickelson gewann die WGC-Mexico Championship, Wie holte sich den Sieg bei der HSBC Women’s World Championship.

Der Erfolg der Amerikanerin ist dabei vielleicht noch einen Tick inspirierender. Was hat diese 28-Jährige nicht schon alles durchgemacht? Krisen, die eigentlich für zwei Karrieren reichen. Zuerst das Leben eines Wunderkinds mit ehrgeizigen asiatischen Eltern. Als 12-Jährige kam der Sieg bei der States Women's Open mit zwölf Schlägen Vorsprung, mit 15 der Wechsel ins Profilager. Danach die Diskussion um ihr Antreten bei Turnieren der Männer. Später verlief die Karriere so anders als erwartet. Wie hatte bis zum Sonntag nur vier LPGA-Siege auf dem Konto, dafür tonnenweise Erfahrung, wie es ist, ein Leben im Fokus der Öffentlichkeit zu führen, während man relativ erfolglos ist. Allein das auszuhalten, beweist Stärke. 

Wie bewegt das Damengolf wie Tiger Woods die Herrenszene

Den fehlenden Siegen zum Trotz bleibt Wie eine Ikone. Sie ist die Frau, auf die sich das meiste Interesse im Damengolf konzentriert. Unzähligen Verletzungen stehen nur fünf Titel, darunter ein Major-Sieg 2014 entgegen. Danach folgte eine vierjährige Durststrecke. Jetzt hat sie ein Weltklassefeld geschlagen. Die LPGA kann nur hoffen, dass die Amerikanerin endlich ihr Potential ausschöpft. Eine siegreiche Wie würde das Damengolf so positiv beeinflussen wie Tiger Woods den Sport der Herren. 

Den Triumph des Phil Mickelson in Mexico beklatscht die Golfwelt wie immer begeistert. Der Mann ist ein Entertainer, sein Spiel faszinierend. Keine vier Wochen ist es her, da stand das Thema im Raum, dass der 47-Jährige zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten aus den Top 50 der Weltrangliste fallen würde. Jetzt ist er die Nummer 18 in der Welt, liegt auf Position drei im FedEx Cup und hat seinen Startplatz im amerikanischen Ryder-Cup-Team quasi sicher.

Holt Mickelson in Augusta seinen vierten Titel?

Beim US Masters in vier Wochen gehört er nun zu den Top-Favoriten. Inzwischen hat er dort übrigens ein Vierteljahrhundert an Teilnahmen vorzuweisen. 2018 ist sein 26. Start. Ein Ende dieser so harmonischen Beziehung, die immerhin drei Siege beinhaltet, ist nicht abzusehen. 

Ob Martin Kaymer am Ende in Augusta startet, bleibt abzuwarten. Ein nettes Facebook-Video hat uns am Wochenende verraten, dass er jetzt mit seiner Entzündung im Handgelenk erstmal auf eine Spielpause setzt. Der Versuch, wieder unter die Top 50 der Welt vorzudringen, ist damit gestoppt. Jetzt geht es wohl eher darum, nicht aus den Top 100 zu fallen. "Es gibt keinen Knochen in ihrem Körper, der noch nicht verletzt war", hat David Leadbetter am Sonntag über seine Schülerin Michelle Wie gesagt. Irgendwie hat sie trotzdem weitergemacht. Vielleicht sollte Kaymer das als Inspiration begreifen. 

Phil Mickelson zaubert in Mexico

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