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Nichts für Angsthasen

Projekt: 30 Tage Golf
 

Tag 28: Glashedy Links heißt das Meisterwerk des Ballyliffin GC. Der Platz wurde von Pat Ruddy und Tom Craddock entworfen und gilt als echter Test. Vor allem wenn der Wind bläst. Das tat er dann auch, als Golf.de-Redakteur Timo Schlitz sein Glück versuchte. 

Tag 28/30: Die Bedingungen zogen im Vergleich zum zweiten Tag noch einmal etwas an: Eine richtig ordentliche Brise, leichter bis starker Regen und relativ frische 14 Grad warten auf mich. Aber diesen Platz muss man dennoch gespielt haben. Also rein in die Regenkleidung und rauf auf Glashedy Links, den anspruchsvolleren und neueren Platz des Ballyliffin GC.

Nach der rund eineinhalbstündigen Anreise von Rosapenna gönnte ich mir mein mittlerweile solide einstudiertes Aufwärmprogramm (die Blackroll malträtiere ich meist in der Früh und/oder nach der Runde) und spielte im Anschluss noch ein paar Chips und Pitches auf eines der Übungsgrüns. Danach widmete ich mich meiner üblichen Einspielroutine auf dem Putting-Grün.

Dann ging es auch schon los - und wie. Ich startete mit drei Pars in Folge und lochte dann auf der aus drei Metern zum Birdie. Bis dahin war jeder Schlag so, wie ich ihn spielen wollte. Wie erwähnt, das Wetter war nicht gerade einfach. Auf der 5 glückte mir nach einem verwehten Eisen das Up-and-down zum nächsten Par. Doch das sollte natürlich nicht so bleiben. Zum einen zog der Wind noch einmal an, dann setzte starker Regen ein und schließlich standen plötzlich auch noch ein Rudel Leute vor mir in den Landezone des Fairways (vier amerikanische Gäste und drei Caddies, wie ich später erfuhr). Nach einem guten Abschlag machte ich meine ersten schwachen Schläge: Ein gepushtes Eisen 5 ins dicke Gras und eine unterschlagenen Pitch in den Bunker. Immerhin gelang mir aus dem Bunker ein Sand-Safe zum Bogey. Immer noch even Par. Vielleicht hätte ich zu diesem Zeitpunkt aufhören sollen…


Bei dem kommende Par 3 aus rund 50 Meter Höhe in den Wind nahm ich ein Eisen zu wenig: Der Ball landete im Pott-Bunker, ich kassierte ein Bogey. Auf der 8 verpasste ich das Grün mit dem langen Eisen links und schaffte kein Up-and-down. Una auf der 9 landete ein eigentlich gutes Holz 3 in einer so schlechten Lage, dass ich eine Doppel-Bogey kassierte. Etwas bedient verzog ich mich mit +4 bei Dauerregen erst einmal ins Clubhaus und wartete, dass die Amis ein paar Löcher gut machen würden.

30 Minuten später hatte sich der Dauerregen etwas gebessert. Schön ist was anderes, aber es blieb spielbar. Auf der 10 verlor ich mit dem Drive meinen einzigen Ball an diesem Tag, rettete aus dem Fairway-Bunker dann aber immerhin noch das Doppel-Bogey. Es folgte ein weiteres Bogey nach einem weiteren verschätzten Abschlag. Aber dann ging es wieder aufwärts: Drei Pars in Folge fanden dank Rücken- oder Seitenwind den Weg auf die Karte.

Doch Glashedy Links zeigte sich im Finish noch einmal von seiner härtesten Seite. Der Wind setzte wieder Vollgas ein (auf den Löchern 15 bis 17 kommt er leider von vorne) und der Regen zog an. Mir gelangen zwar aus meiner Sicht richtig gute Abschläge, aber das reichte dennoch nicht. Auf der 17 zum Beispiel traf ich den Driver absolut perfekt, fand den Ball dann aber 210 Meter nach dem Abschlag wieder (an guten Tagen ohne Wind komme ich durchaus auf 260 Meter). Das Loch blieb aber dennoch 510 Meter lang und dementsprechend anspruchsvoll war die Schlägerwahl. Kurz gesagt: Ich schloss mit vier Bogeys in Folge und insgesamt elf über Par ab.

Mein Fazit: Der Score klingt nach mäßigem Golf, es hat sich aber nicht so angefühlt. Noch eine Notiz am Rande: Ähnlich schwierig wie das Spielen auf Links-Plätzen ist in Irland auch das Autofahren auf den Landstraßen. Erlaubt ist meist 100 km/h, aber die Straßen mit ihren engen Kurven geben teilweise nur Geschwindigkeiten von 30 km/h her. Für 95 km brauchte ich eineinhalb Stunden.  


Die Statistiken auf Glashedy Links:
83 Schläge (+11)
9/15 Fairway-Treffer
6/18 Grüntreffer
31 Putts
Verlorene Bälle: 1

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30 Tage Golf

Golf.de Redakteur Timo Schlitz spielte vom 27. August bis zum 25. September 2014 insgesamt 30 Tage am Stück Golf. Seine Erfahrungen schildert er in diesem Blog.

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