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Von Test zu Test

Projekt: 30 Tage Golf
 

Tag 23/24: Golf.de Redakteur Timo Schlitz trifft sich mit Fabian Bünker im GC St. Leon-Rot und lässt sein Spiel analysieren. Das Ergebnis: Es bleibt viel zu tun.

Ich spiele nun seit mehr als 20 Jahren Golf, habe aber bis dato noch nie in St. Leon-Rot gespielt. Kann eigentlich nicht sein, schließlich ist die Anlage bei Heidelberg seit einer gefühlten Ewigkeit eine der besten und vor allem sportlichsten in Deutschland. Also nichts wie hin. Die Fahrt von München ist das einzige, was wenig Spaß macht. Aber die beiden Plätze entschädigen für so einiges.

Nach meiner Ankunft am Nachmittag spielte ich noch 18 Löcher auf dem Platz St. Leon. Von den weißen Tees ist der Kurs, der von Dave Thomas entworfen wurde, richtig knackig, liegt mir aber recht gut. Riesige Grüns, Par-4-Löcher mit bis zu 436 Meter und eine Gesamtlänge von 6.541 Meter bei Par 72 sind schon eine Hausnummer. Zudem kommen unzählige Fairway- und Grünbunker sowie einige Wasserhindernisse ins Spiel. +9 war zwar kein richtig gutes Ergebnis, aber für die Schwierigkeit des Platzes (CR 74,8, Slope 135) in Ordnung. Mit meinem aktuellen Handicap von 4,5 dürfte ich mit 8 abschlagen.

Am zweiten Tag ging es dann mit Fabian Bünker, dem Akademieleiter und Jugendtrainer, weiter. Nachdem mir Fabian die verschiedenen Trainingsmöglichkeiten gezeigt hatte (darunter die gigantische Indoor-Halle mit 1.400 qm) ging es gleich voll zur Sache. Ich musste mich nach meinem Aufwärmprogramm dem sogenannten "Combine Test" von Trackman stellen. Dabei schlägt man insgesamt 60 Bälle in Folge auf insgesamt zehn Ziele (55 bis 165 Meter und dann noch den Driver). Die Abweichungen (Länge und Streuung) werden jeweils erfasst und gespeichert. Am Ende erhält man einen Gesamtscore und sieht, in welchen Bereichen man nicht so auf der Höhe ist.

Ich ging ein wenig skeptisch an die Sache ran, da ich mich nicht richtig eingeschlagen hatte und plötzlich mit Längen konfrontiert war, die ich auf dem Platz selten habe (z.B. 55, 65 und 75 Meter). Das Resultat war aber dann doch sehr aussagekräftig, zumal man jeweils drei Bälle auf eine Distanz schlägt und es dann auch noch einen zweiten Durchgang gibt, in dem ich schon deutlich besser abschneiden konnte.


Das Ergebnis? 62,9. In der internationalen Rangliste ist das eher weiter unten, allerdings machen überwiegend sehr gute Spieler diesen Test. Die besten Ergebnisse erzielte ich bei einem Ziel in 165 Meter Entfernung (85,0) gefolgt von 65 Metern (70,8). Die Schwachstellen: Die anderen kurzen Entfernungen unter 95 Meter und der Drive.

Putten: Ballreihe
Im Anschluss ging es auf das Putting-Grün. Hier lautetet die Aufgabe, möglichst viele Bälle hintereinander in einer Reihe auf ein Ziel in zehn Meter Entfernung zu putten, ohne dass der nächste Ball länger als der zuvor gespielte ist. Der letztmögliche Punkt ist zwei Meter vom Start entfernt. Man hat demnach einen Acht-Meter-Korridor. Ich schaffte es, zehn Bälle hintereinander in den Korridor zu putten.

Auch das Chippen wurde getestet. Zwei mal zehn Bälle musste ich dabei aus unterschiedlichen Startpositionen auf eine zehn Meter und eine rund 18 Meter entfernte Fahne spielen. Hier glückten mir beim kürzeren Chip 19 Punkte - bei 18 liegt der Tour-Durchschnitt. Beim längen Chip waren es 12 Punkte, was in etwa in der Handicap-Klasse 11-5 liegt. Ordentliche Ergebnisse also.

Das Konzept der Ballreihe beim Putten wurde dann noch bei der letzten Übung auf den Pitch übertragen. Ziel war es, den ersten Ball carry (im Flug) etwa 55 Meter weit zu spielen. Die folgenden Schläge dann immer eine Nuance kürzer. Die klassische Längenkontrolle eben. Hier ist meine große Schwachstelle: Die Bälle flogen alle möglichen Distanzen, nur nicht dahin, wo ich sie haben wollte.

Fabian sah sich das Ganze ein Weile lang an, und gab mir dann die entscheidende Hilfestellung: "Mach mal das Schlägerblatt weiter auf, nimm den Ball auf den linken Fuß und das Gewicht nach links", so sein Rat. Und zack, es klappte.

Fazit: Die verschiedenen Test sind wirklich sehr gut, denn man kann sich am Ende nicht hinter fadenscheinigen Ausreden verstecken und erkennt genau, wo das Spiel verbesserungsfähig ist. Die Schwachstellen, sofern es technische Probleme sind, sollte man dann mit einem Trainer beheben. Das Üben der Schläge muss man wiederum selber übernehmen. Und dann heißt es wieder: testen und hoffentlich besser abschneiden.

P.S: Mittlerweile sitzte ich bereits im Flieger nach Dublin und werde am Nachmittag in Slieve Russell Golf & Country Club abschlagen. Hoffentlich ist das Wetter halbwegs in Ordnung!

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