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Scope, Trackman, großes Golf

Projekt: 30 Tage Golf
 

Am 20. Tag trifft sich Golf.de-Redakteur Timo Schlitz mit Marco Schmuck im GC Olching und lässt seinen Schwung mit allerlei technischen Hilfsmitteln untersuchen. Danach geht es noch mit einem kleinen Teil des Bundesliga-Teams auf die Runde.

Marco Schmuck gilt als einer der besten Trainer Deutschlands und als absoluter Experte bei der Analyse mit dem Scope-System. Dabei wird der Schwung mit einer Highspeed-Kamera aufgenommen und im Anschluss auseinandergenommen. Wenn man zudem noch einen TrackMan einsetzt (Vermessung sämtlicher Ballflugdaten wie z.B. Länge, Höhe, Abflugwinkel und Schlägerkopfgeschwindigkeit), erhält man ein umfassendes Bild des Schwungs. Das Schwierige an so einem System? Die Analyse.

Aber rein ins Geschehen. Um 13 Uhr habe ich bei bestem Spätsommerwetter mit dem "Reisegolfer" Andreas und seiner Frau Nicole auf meinem Heimatplatz in Beuerberg abgeschlagen. Die beiden kommen aus Hamburg und spielten ihren ersten Platz in Bayern - kennen aber ansonsten die ganze Welt. Klar, dass ich gerne ein paar Löcher mit ihnen drehe, auch wenn ich nach elf Bahnen (bis dahin: +4) zurück zum Clubhaus musste. Grund war eine Einladung von Marco Schmuck zum HerrenTraining seiner Bundesligamannschaft. Startschuss: 18 Uhr. Da will man natürlich nicht gleich zu spät kommen…


Also ging es vom Südende des Starnberger Sees fast ans andere Ende von München nach Olching in die Technik-Höhle von Marco Schmuck. Er ließ mich ein paar Schläge mit einem Eisen 6 machen und dann ging es auch schon los. Ich bekam ein Ziel und schlug ein paar Bälle. Zudem erzählte ich ihm kurz, was mein Problemschlag sei (lang links, gepullter Hook). Prompt gelang mir dieser Schlag dann auch gleich mehrfach. In der Kompensation kommt dann auch gerne der kleine Push, der kurz rechts bleibt. Beide Schläge sind mir (leider) nicht unbekannt.

Wir sahen uns das Schwungmuster dann sowohl auf dem Scope-Bildschirm als auch anhand der Daten von Trackman an. Marcos Analyse: Der Ballflug ist zu flach. Zudem komme ich von innen an den Ball (Attack Angle: -5,4 Grad, Schwungbahn: -3,2 Grad). Laut Marco hat das zwei Gründe. Wir arbeiten zuerst an meiner Handbewegung, die durch eins auffällt: Mein Handgelenk ist im Abschwung stark gebeugt (ähnlich wie bei Dustin Johnson oder Graeme McDowell. Immerhin.). Dadurch mache ich das Schlägerblatt im Treffmoment gerne zu und haue den Ball nach links.

Marco zeigt mir, was ich im Schwung machen muss und lässt mich die Bewegung deutlich übertrieben wiederholen. Nach rund zehn geschlagenen Bällen wird es deutlich besser. Bereits nach kurzer Zeit und wenigen Bällen schlage ich höhere und gerade Bälle. Auch die Werte bei Trackman zeigen: Das ist der richtige Weg.

Der zweite Punkt lässt sich über Scope erkennen. Mein Po bewegt sich im Treffen etwas von der Ideallinie hin zum Ball. Dadurch treffe ich den Ball gerne innen. Dieses Problem habe ich seit Ewigkeiten, konnte es aber bislang nicht abstellen. Leider auch deshalb, da ich nicht wusste wie. Wieder kommt Marco ins Spiel. Ich muss mir eine 0,5-Liter-Wasserflasche in die rechte Hosentasche stecken und versuchen, mit den Händen knapp am Flaschenhals vorbei zu schwingen. Das mache ich ein paar Mal, dann schlage ich erneut Bälle mit dem Trackman. Auch dieser kleine Drill zeigt seine Wirkung. Der Ball fliegt hoch, gerade und ist mittig getroffen.


Das Ganze hat etwa 30 Minuten gedauert. Natürlich ist das neue Muster noch nicht wirklich verinnerlicht. Aber jetzt weiß ich, was meine Schwachpunkte sind und wie ich meinen Schwung verbessern kann. 

Direkt im Anschluss geht es dann noch zusammen mit Marco, Profi Max Kramer und den Mannschaftsspielern Moritz Böck und Nicholas Meerkamp auf den Platz. Die Aufgabe: Matchplay ums Schlägerputzen. Unsere vier Ergebnisse im Bestball-Modus gegen den Score von Max. Der spielt in diesem Jahr auf der Pro Golf Tour und belegt aktuell Rang vier in der Rangliste, wodurch er höchstwahrscheinlich im kommenden Jahr auf der Challenge Tour antreten wird. Außerdem haut er eine unheimlich lange Kugel (bis an die 290 Meter - ich habe es live gesehen!). Das muss er aber auch, denn der GC Olching ist von Weiß (Par 71, 6.527 Meter, Slope: 138, CR: 74,8) wirklich ein Monster und aus meiner Sicht definitiv der anspruchsvollste Platz in Bayern.  

Ich versuche mich dann gleich an dem neuen Schwungmuster und habe auf der 3 erstmals einen richtig guten Schlag. Das Eisen 7 fliegt mit einem Mini-Draw hinter die Fahne. Dass dann auch der Putt zum Birdie sitzt, ist natürlich gut. Denn dadurch gehen wir als Team gegen Max 2 auf. Der schlägt aber auf dem vierten Loch zurück. Das 491 Meter lange Par 5 zerlegt er mit Drive, einem Eisen knapp hinter das Grün sowie Chip-Putt. Wir verpassen allesamt den Birdie-Putt. Die Entscheidung folgt bei Dunkelheit auf der 18 (wir haben auf sechs Löcher verkürzt). Wir sind im Team 1 up, schießen uns dann aber alle bis auf Moritz mit Wasserbällen raus. Am Ende setzt sich die Klasse von Max durch: Sein flacher Chip unterhalb einer Birke läuft tot an den Stock. Glück gehabt, andernfalls hätte er vier Bags putzen müssen. 

Info: 50 Minuten mit Scope und Trackman bei Marco Schmuck kosten 90 Euro.


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