Bild Information: Getestet von Golf.de: TaylorMade P790 UDI (Photo by Adrian Kramer / Golf.de)

TaylorMade GAPR im Golf.de Test

Getestet von Golf.de
 

Wir testen, was die Hybrid-Serie (Lo, Mid, Hi) von TaylorMade kann.

Das sagt der Hersteller: "Immer mehr Tour-Profis greifen zu Utility-Schlägern, um die Lücke zwischen ihrem längsten Eisen und dem kürzesten Fairwayholz zu schließen. Die GAPR-Modelle bieten innovative Optionen für Spieler, um sicher eine exakte Distanz mit einer bestimmten Flugbahn zu schlagen. Mit Technologien wie SpeedFoam, Loft Sleeve und Speed Pocket erhalten Golfer die Performance und Anpassbarkeit, um ihr langes Spiel mit der richtigen Kombination aus Länge, Vielseitigkeit und Präzision abzustimmen", sagt Tomo Bystedt, Senior Director Produktentwicklung, Driver & Fairwayhölzer.

Es stellt für fast jeden Golfer eine Herausforderung dar, seine Lücken im langen Bereich des Schlägersatzes zu schließen. Den meisten Golfspielern fällt es schwer, 3er, 4er oder sogar 5er Eisen konstant auf präzise Distanzen zu schlagen und auf der anderen Seite 5er, 7er oder 9er Hölzer zu kontrollieren. TaylorMade hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Produktlinie zu entwickeln, die Golfern eine Kombination aus Länge, Carry-Distanz und Kontrolle bietet. Das Resultat ist das Konzept GAPR - drei eigenständige Produkte aus denen Golfspieler ihre bevorzugte Form und die richtigen Längen wählen können, um ihre Lücken zu überbrücken.

Zahlen & Fakten

  • nur für Herren
  • für Links- und Rechtshänder
  • in Lofts zwischen 17 und 28 Grad (je nach Modell)
  • Anpassung des Lofts um bis zu +/- 1,5 Gard
  • Standard-Schaft: KBS Hybrid
  • Preis (UVP): 299 Euro


TaylorMade GAPR Lo, Mid und Hi im Golf.de Test

Wir hatten die Gelegenheit, alle drei Modelle der GAPR-Serie auf der Anlage Münchner Golf Eschenried zu testen. Neben einer intensiven Range-Session, bei der wir ein Gefühl für Ballflug, Feedback und Fehlerverzeibarkeit der Schläger bekamen, verglichen wir die Hybriden auch direkt gegeneinander auf dem Golfplatz Eschenried, indem wir an diversen Löchern mehrere Bälle nacheinander mit den unterschiedlichen Schlägern spielten; sowohl vom Tee als auch aus dem Fairway und dem Rough, um die häufigsten Einsatzmöglichkeiten von Hybriden abzudecken.

TaylorMade GAPR Modelle Hi, Mid und Lo (von links nach rechts) im Golf.de Test

In der Ansprechposition sticht das schwarze Finish ins Auge; glänzend bei den Eisen-ähnlichen Modellen Mid und Lo, matt beim klassischeren Hi-Hybrid. Es verleiht den Schlägern einen Bad-Boy-Touch. Alles andere als Bad Boy sind dagegen die trapezförmigen Aussparungen im hinteren Teil des Schlägerkopfs. Das soll den Schwerpunkt der Hybriden absenken und damit die Fehlerverzeihung erhöhen. Optisch ist dieser Ansatz allerdings gewöhnungsbedürftig.

Bei der Performance sind die Namen Programm. Während es der Ball mit dem GAPR Lo in unserem Test nur knapp über die Höhe der Rangebegrenzung schafft, katapultiert der Hi den Ball in den vierten Stock und lässt auch nicht ganz sauber getroffene Schläge noch annehmbare Ergebnisse erzeugen. Der Lo will dagegen schon ordentlich getroffen werden, um sein ganzes Potenzial auszuschöpfen. Und wie Sie es vielleicht vermuten werden, liegt der Mid ziemlich genau zwischen den beiden Extremen.

Auch von der Tendenz der Fehlschläge lässt sich ein klares Bild zeichnen. Der größere Schlägerkopf des Hi mit dem etwas größeren Offset zeigt eine Tendenz, sich im Treffmoment leichter schließen zu lassen und sorgt damit - wenn überhaupt - für Schläge, die links vom Ziel zur Ruhe kamen. Einen Fade kann man dem Hi nur unter größter Anstrengung entlocken. Der Lo hat damit dagegen keine Probleme. Egal, ob Links oder Rechts, die Kurven gehen mit dem Kleinsten aus dem Trio mühelos - wenn auch nicht immer kontrolliert - von der Hand. Und erneut bildet das Mid-Modell den Mediator der beiden Radikalen.

Kommen wir zur Schlaglänge: Wenn man den Ball mit dem GAPR Lo auf dem Blatt hat, gibt es keinen Zweifel daran, dass dieser mit ordentlich Tempo den Schläger verlässt und auf dem Fairway auch beachtliche Weiten erzeugt. Allerdings fehlt ihm aufgrund des flachen Ballflugs etwas die Carry-Länge. Ganz anders der Hi, dessen Ball scheinbar für ewig in der Luft bleibt und erst nach durchaus respektablen Längen zur Landung ansetzt. Leider wird jeder Schlag von einem lauten, metallischen Krach begleitet, der nicht jedermanns Sache sein dürfte.

TaylorMade GAPR Modelle Hi, Mid und Lo (von links nach rechts) im Golf.de Test

Unser Fazit: Die vernünftige Wahl für etwa 90 Prozent aller Golfer wäre mit Sicherheit das GAPR Hi-Modell, weil es am einfachsten die größten Weiten erzeugt. Dank der hohen Flugkurve - egal, ob vom Tee, aus dem Fairway oder Rough - der Ball beim Anspiel der Grüns schnell liegen bleibt. Aber nachdem viele Golfer dazu neigen, ihre Entscheidungen nicht unbedingt nach Vernunft zu treffen, weden auch Mid und Lo ihre Anhänger finden.

Generell hat TaylorMade mit der GAPR-Serie eine smarte Entscheidung getroffen, weil der Golfer frei wählen kann, welche Schlägerkopfform er bevorzugt. Aber um ehrlich zu sein, konnte er das auch davor bereits. Nur waren die Schläger dann nicht unter einem Namen zusammengefasst, sondern als Hybriden M3 und M4 oder das kürzlich vorgestellte und von uns getestete P790 UDI (Ultimate Driving Iron) erhätlich; zumal der Unterschied zwischen Letzterem und dem GAPR Lo nun wirklich sehr gering ist. Es bleibt auf jeden Fall spannend zu beobachten, wie TaylorMade in den kommenden Serien in puncto Hybridenstrategie umgehen wird. Denn auf Dauer werden sechs Hybriden im Angebot eher Verwirrung als Vielfalt vermitteln.

Design

Fehlerverzeihbarkeit

Kontrolle

Länge

Übereinstimmung mit Herstellerangaben

Preis/Leistung

TaylorMade erweitert mit P790 UDI das Porfolio um ein Utility-Eisen Kaufberatung: Fairwayholz, Hybrid oder Utility-Eisen?

Anhänge

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