Bild Information: Getestet von Golf.de: der Leica Pinmaster II

Das Ziel klar im Blick

Laser-Entfernungsmesser
 

Leica wagt mit dem Pinmaster II den ernsthaften Quereinstieg im Golfmarkt. Wir haben den handlichen Laser-Entfernungsmesser auf den Prüfstand gestellt und finden, dass schon das Meiste passt, und ein wenig Feintuning an den richtigen Rädern den Pinmaster zu einer ernsthaften Konkurrenz für Bushnell und Leupold werden lässt.

Das sagt der Hersteller:

Mit dem Leica Pinmaster II können Sie jede Distanz auf den Fairways oder auf dem Grün exakt bestimmen. Der Laser-Entfernungsmesser passt in jede Westentasche und eignet sich für Distanzen bis zu 750 MEtern.

Der Pinmaster II ist ergonomisch gestaltet, klein und leicht. So liegt er perfekt in einer Hand. Aber das ist noch nicht alles: Mit seiner eleganten und stilvollen Erscheinung macht er Ihnen auf jedem Golfplatz Ehre.

Die innovative AquaDura®-Vergütung lässt Schmutz und Wasser einfach vom Objektiv abperlen. Darüber hinaus schützt ihn sein kohlefaserverstärktes und bis zu einem Meter druckwasserdichtes Gehäuse. Das verbesserte LED-Display ermöglicht das Ablesen der Distanz sogar bei ungünstigsten Licht- und Sichtbedingungen.

Infos:

  • Vergrößerung: 7x
  • Dioptrienausgleich: +/- 3,5 dpt
  • Reichweite: 10 bis 750 Meter
  • Messgenauigkeit: +/- 1 m bis 366 Meter
  • Anzeige: LED-Anzeige mit 4 Ziffern und umgebungslichtgesteuerter Helligkeitsregulierung
  • Brillenträgerokular: ja
  • Wasserdichtigkeit: druckwasserdicht bis 1 m Wassertiefe
  • Gehäuse: kohlefaserverstärkter Kunststoff
  • Abmessungen (B x H x T): 113 x 75 x 34 mm
  • Gewicht: ca. 220 g inkl. Batterie

Golf.de empfiehlt:

Der Quereinstieg in das Golfbusiness ist nicht selten mit einigen Hürden versehen. Es ergeben sich allerdings auch einige neue Möglichkeiten und Synergien. Wie im Fall von Leica. Die lange Erfahrung des Fotokamera- und Fernglasherstellers aus Wetzlar in Mittelhessen macht sich nicht nur bei der hohen Qualität der Linse bemerkbar.

Beim Vergleich mit einem der führenden auf dem Markt der Laser-Entfernungsmesser, zeigt sich auf Anhieb ein deutlich klareres und helleres Bild. Das ergibt sich durch die Verwendung eines LED-Display, bei dem nur ein kleiner Bereich im unteren Bildabschnitt beleuchtet werden kann, während die oberen zwei Drittel reines Linsenglas sind. Dadurch lassen sich Ziele leichter erkennen und dank der 7-fach-Vergrößerung problemlos im Fadenkreuz erfassen. Allerdenings ergibt sich durch das LED-Display auch ein kleiner Nachteil, auf den wir später noch eingehen.

Auch bei der Outdoor-Eignung kann der Pinmaster II punkten. Wie bei ihren Ferngläsern - die bekanntermaßen selten Indoor zum Einsatz kommen - perlen Wasser und Schmutz einfach vom Objektiv ab. Ein kurzer Wisch mit dem Handtuch über die Linse und der Laser ist einsatzbereit - zur Not tut es auch der Hemdzipfel. Die Tasche des Pinmaster II aus Cordura ist schnell trocknend, wasserabweisend, sehr robust und damit eine ideale Wahl.

Auch das Gehäuse macht nicht den Eindruck, beim ersten unsanften Kontakt mit dem Boden in seine Einzelteile zu zerfallen. Ganz im Gegenteil. Vermutlich könnte man mit dem Pinmaster II auch ein Tee in den gefrorenen Boden treiben. Ausprobieren würden wir es aber nicht, dafür gefällt uns die Optik des schlanken Laser-Entfernungsmessers einfach zu sehr.

Gut mitgedacht haben die Verantwortlichen auch bei der Augenmuschel, die sich umklappen lässt und dann ideal für Brillenträger geeignet ist. Wem das nicht gefällt, kann auch einfach mit dem Ausgleich von bis zu dreieinhalb Dioptrien arbeiten - Standard auf dem Markt sind zweieinhalb.

Einziger technischer Manko beim Pinmaster II von Leica ist die fehlende dauerhafte Anzeige der Fahnenerkennung, die bei der Konkurrenz von Bushnell und Leupold längst zum guten Ton gehört. Dies ergibt sich durch das oben bereits erwähnte LED-Display. Auch scheint der Toleranzbereich, in dem die Fahne sicher erkannt wird, geringfügig kleiner zu sein, als beim Marktführer. Dennoch lassen sich die Entfernungen zum Stock bis knapp 200 Meter dank Erstziellogik problemlos und schnell erfassen.

Zusätzlich bringt der Scanmodus weitere Anhaltspunkte zur Distanz zu Bunkern, Bäumen und anderen markanten Punkten im Gelände. Mit einem Knopfdruck zeigt der Laser im Halb-Sekunden-Takt die Entfernung zum jeweils erkannten Ziel an. In unseren Augen die beste Möglichkeit, mit dem Pinmaster II die korrekte Distanz zu ermitteln und extrem einfach in der Anwendung.

Das rote Fadenkreuz im Display ist bei allen Witterungsbedingungen gut ablesbar und passt sich selbstständig den äußeren Lichtverhältnissen an.

Fazit:

Mit dem Pinmaster II bringt Leica einen Laser-Entfernungsmesser auf den Markt, der nicht nur schick anzuschauen ist, sondern auch qualitativ überzeugen und von der Handhabung ganz oben mitmischen kann. Einzig die fehlende Anzeige der Fahnenerkennung und der kleinere Toleranzbereich trübt das sonst makellose Bild des Oberklasse-Lasers.

Verarbeitung

Design

Handling

Messbereich

Zusatzfunktionen

Übereinstimmung mit Herstellerangaben

Preis/Leistung

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