Bild Information: Ping G410 Plus Driver mit verstellbarem Gewicht (Photo by PING)

Gewichtige Entscheidung

Ping G410
 

Ping stellt mit dem G410 Plus den ersten Driver mit verstellbaren Gewichten vor.

Auch wenn der erste Driver mit verstellbaren Gewichten - der TaylorMade r7 Quad - bereits vor 15 Jahren (2004) vorgestellt wurde, ließ sich PING bis 2019 Zeit, um auf diesen Zug aufzuspringen. Der Grund für diese Verzögerung liegt laut Hersteller in der Konstruktion des Driverkopfs. Um Gewichte im Kopf verschieben zu müssen, benötigt man Aussparungen oder Kanäle zur Fixierung. Das erfordert strukturelle Elemente, die Gewicht kosten und Einfluss auf die Balance und vor allem das Trägheitsmonent (MOI) des Schlägerkopfs haben; ganz zu schweigen vom Klang im Treffmoment.

Das war in den vergangenen 15 Jahren der Hauptgrund dafür, dass Ping nicht mit verstellbaren Gewichten im Driver gearbeitet hat. Die verantwortlichen Experten und Ingenieure waren der Überzeugung, dass sie ohne Verstellbarkeit bessere Produkte auf den Markt bringen konnten. Und das bewiesen sie mit diversen Modellen - G10, Rapture V2, G30, G400 - die vor allem bei den Amateuren großen Erfolg hatten.

Mit dem G410 Plus stellt Ping den ersten Driver mit einem verstellbaren Gewicht auf der Rückseite des Schlägerkopfs im Line-Up vor - und ersetzt den G400. Dieses kann in drei unterschiedlichen Positionen fixiert werden. So könne der Ballflug zwischen Draw, Neutral und Fade verstellt werden. Zusätzlich erweitert Ping das Sortiment um den G410 SFT - der den G400 SFT ersetzt - der mit maximaler Draw-Ausrichtung gegen die Rechtskurve im Ballflug arbeiten soll.

Die wichtigsten Fakten zu den Ping G410 Drivern

  1. Sie bestimmen, wo es lang geht

Das 16 Gramm schwere Gewicht aus besonders reinem (und damit dichtem) Wolfram kann auf der Rückseite des Schlägerkopfs des G410 Plus in drei Positionen fixiert werden, um den Ballflug zu manipulieren. Zwischen der Draw- und Fade-Einstellung spricht Ping von einer Veränderung des Ballflugs um fast 20 Meter. In der neutralen Position soll die Fehlerverzeibarkeit des G410 noch einmal höher sein als beim G400 und damit Golfern mehr getroffene Fairways bescheren. "Diese zusätzliche Fitting-Möglichkeit erlaubt es, den Driver noch besser auf den Golfer anzupassen - und ihm damit geradere und längere Drives zu ermöglichen", sagt Ping-Präsident John K. Solheim.

Beim G410 SFT hat Ping das Gewicht - das noch einmal schwerer ist als beim G410 Plus - in der Hacke fixiert und will laut Hersteller einen um 50 Prozent näher an der Hacke liegenden Schwerpunkt erreicht haben als beim Vorgängermodell (G400 SFT). Damit soll der G410 SFT dem Fade/Slice noch effektiver entgegen wirken. "Es gibt eine riesige Anzahl von Golfern, die von einem Driver profitieren, der die rechte Seite so gut es geht aus dem Spiel nimmt", sagt Solheim. "Mit dem SFT haben wir einen Anti-Slice-Helfer entwickelt, der im Setup square am Ball steht, aber der Fade-Kurve maximal entgegen wirkt."

  1. Wo sind Max und LST?

G400 Max (Fehlerverzeihung) und G400 LST (Niedriger Spin) haben die Latte in ihren speziellen Zielgruppen sehr hoch gelegt. Und während G410 Plus und SFT gegenüber ihren direkten Vorgängern einige Vorteile bieten sollen, sei es Ping noch nicht gelungen, eine wirklich bessere Alternative zu Max und LST zu finden, sodass beide Modelle im aktuellen Line-Up von Ping-Drivern bestehen bleiben.

  1. Es kommt auf die inneren Werte an

Die Dragonfly Technologie der vergangenen Driver-Serien wurde auf die Innenseite der Krone gedreht. So präsentieren sich G410 Plus und G410 SFT in der Ansprechposition mit klareren Linien und sollen dennoch die gleichen Vorteile - wenig Gewicht in der Krone und eine höhere Steifigkeit - bieten, wie ihre Vorgänger.

  1. Trajectory Tuning 2.0

Die Überarbeitung des Loft Sleeves erweitert die Verstellbarkeit des Lofts von den +/- 1 Grad der vergangenen Serien nicht nur um 0,5 Grad in beide Richtungen, es ermöglicht zudem eine Verstellung des Lie-Winkels um bis zu 3 Grad flach. "Diese Erweiterung bietet allen Golfern einen erheblichen Vorteil, um die Abflugeigenschaften zu optimieren und damit unter anderem höhere Ballgeschwindigkeiten zu erzielen."

  1. Der Schaft macht die Musik

Nicht nur am Schlägerkopf haben die Ingenierue Hand angelegt, auch beim hauseigenen Schaft will Ping Verbesserungen erzielt haben. So sollen im Alta CB (Counter Balanced) acht Gramm im Griffende positioniert werden. Durch die Verschiebung des Schwerpunkts im Schaft verändere sich auch das gefühlte Gewicht des Schlägers und dieser lasse sich leichter beschleunigen; so zumindest die Theorie. Der Alta CB Red 55 sei die beste Wahl für einen Großteil der Golfer und ermögliche höhere Ballgeschwindigkeiten und mehr Fehlerverzeihung. Das Schaft-Sortiment für die G410 Driver wird durch die - ebenfalls hauseigenen - Tour 65 und Tour 75 Schäfte (Low Launch, Low Spin) sowie den EvenFlow Black von Project X (Low Launch, Low Spin) sowie den Tensei CK Orange von Mitsubishi (Mid Launch, Low Spin) komplettiert.

Spezifikationen Ping G410 Plus und G410 SFT

  • nur für Herren
  • für Links- und Rechtshänder
  • Schlägerkopfvolumen: 455 ccm
  • verfügbare Lofts: 9, 10,5 und 12 Grad (G410 SFT nur 10,5 Grad)
  • verstellbar um +/- 1,5 Grad im Loft
  • Standardschäfte: Ping Alta CB, Ping Tour, Mitsubishi Tensei CK Orange, Project X Evenflow Black
  • Flex: Soft Regular (SR) bis Extra Stiff (XS)
  • Preis (UVP): 499 Euro

Erster Eindruck der Ping G410 Driver

Es ist durchaus selten, dass ein Hersteller nur einen Teil seiner angebotenen Driver aktualisiert und offen mit der Aussage nach draußen geht, dass es noch nicht gelungen sei, für die anderen Modelle eine wirklich  bessere Alternative zu finden. Aber genau das macht Ping und bietet für 2019 (vorerst) eine Mischung aus G400 (LST und Max) und G410 (Plus und SFT) an. Wenn es sich dabei nicht nur um eine Marketing-Maßnahme handelt, um später im Jahr erneut mit neuen Drivern in den Schlagzeilen zu stehen, ist dies ein respektabler Schritt. Aus unseren Erfahrungen mit Ping würden wir nicht davon ausgehen, dass es sich um einen Trick handelt, sondern schlicht um die Anerkennung der Tatsache, dass ihnen mit G400 LST und G400 Max zwei extrem ausgewogene Modelle gelungen sind, die nach einem Jahr auf dem Markt einfach noch kein Update benötigen.

Die ersten Tests zeigen einen wirklichen Mehrwert des verstellbaren Gewichts im G410 Plus. Ballgeschwindigkeiten, Spin-Werte und die daraus resultierenden Längen zeigen einen sichtbaren Vorteil gegenüber dem G400 und auch die Verstellung von Draw zu Fade resultiert in einer deutlichen Veränderung des Ballflugs. Auch optisch hat Ping mit dem G410 den nächsten Schritt gemacht. In der Ansprechposition präsentieren sich die Driver clean - oder haben wir uns seit dem G30 nur schon zu sehr an die Turbulatoren gewöhnt? - und der Klang im Treffmoment ist kraftvoll, wenn auch gewohnt etwas laut wie bei allen Ping-Drivern der vergangenen Jahre.

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