Bild Information: Die gebrochene Krone des Drivers von Cameron Champ (Photo by twitter.com/jlmountainman)

Da streicht sogar das Material die Segel

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Cameron Champ schwingt zu schnell für die Krone seines Drivers.

Cameron Champ hat nicht nur einen Namen, der für einen Sportler mehr als vorteilhaft ist, er verfügt auch über das Talent, den Ball weit zu schlagen. Und wir sprechen nicht von Rory-McIlroy-weit oder Dustin-Johnson-weit. Wir sprechen von einer völlig eigenen Liga, in der sich der junge Amerikaner bewegt. Mit einer Schlägerkopfgeschwindigkeit von 130 Meilen pro Stunde - genauer gesagt 129,99 mph - pulverisiert er jegliche bis dato aufgestellten Bestmarken. Zum Vergleich: Die erwähnten Rory McIlroy und Dustin Johnson erzielten 2018 einen Schnitt von "nur" 121 Meilen pro Stunde.

Cameron Champ schwingt zu schnell für seinen Driver

Die Kräfte, die dabei im Treffmoment auf den Schläger einwirken sind so enorm, dass der G400 Max Driver von Ping bei der Sanderson Farms Championship kurzerhand die Segel strich. "Mein erster Drive auf der Range ist buchstäblich aus dem Himmel gefallen", erinnerte sich Champ an den Moment, in dem er merkte, dass etwas nicht stimmte. "Ich hatte meine Kopfhörer auf, deswegen habe ich nichts gehört. Vermutlich war er schon da gebrochen, aber man hat nichts gesehen." Beim zweiten Schlag zog sich plötzlich ein Riss quer über die Krone des Drivers.

"Das kam völlig unerwartet", und hatte eine Feinjustierung zur Folge. Und das keine 30 Minuten, bevor er in die Finalrunde starten musste. "Mein Ersatzdriver ist ein etwas älteres Modell", beschrieb Champ die Schwierigkeiten des kurzfristigen Wechsels. "Ich wusste, dass das Schwunggewicht nicht identisch war und habe noch so viele Bälle wie möglich geschlagen, um ein Gefühl für ihn zu bekommen."

Für einen Spieler wie Champ, dessen gesamtes Spiel auf langen Abschlägen aufbaut, war das die ungünstigste Situation, die hätte passieren können. "Es gab da einen kurzen Moment der Panik", gestand der junge Amerikaner. "Weil ich nicht wusste, ob ich den Ersatzkopf im Hotelzimmer liegen gelassen habe. Ich habe mich informiert, ob mein Vater zurück fahren dürfte und ich den Driverkopf auf der Runde hätte austauschen dürfen." Aber zum Glück für Champ war der Ersatzkopf im Kofferraum seines Autos, sodass er keine Probleme hatte, seinen ersten Titel auf der PGA Tour einzustreichen.

Bei der Sanderson Farms Championship jagte er die Bälle mit seinem Ausgleichs-Driver im Schnitt 334 Yards (305 Meter) die Spielbahnen hinunter. Die mit Abstand längsten Abschläge des gesamten Feldes.

Zwei 4er Eisen das Mittel zur Lückenüberbrückung

In der Vorbereitung auf die neue Saison testete Cameron Champ die neuen i500 Eisen von Ping, um ein langes Eisen zu finden, das die Lücke zwischen seinem 4er Eisen und dem Holz 3 schließen sollte. Doch die Distanz-Eisen mit dem hohlen Schlägerkopf-Design erzeugten so hohe Ballgeschwindigkeiten, dass das Eisen 3 der i500-Serie einfach zu weit flog: Zwischen 280 und 285 Yards (etwa 260 Meter) erreichte Champ mit ihnen. Sein iBlade Eisen 4 schlägt er aber carry im Schnitt zwischen 240 und 245 Yards (222 Meter). Die Lücke war eindeutig zu groß.

Die Lösung: Champ hat zwei 4er Eisen in seiner Bag-Zusammenstellung. Mit dem i500 Eisen 4 erreicht er Längen zwischen 270 und 275 Yards (etwa 250 Meter). Ein deutlich homogenerer Übergang zum iBlade, zumal er die Länge problemlos variieren kann für Entfernungen zwischen 250 und 260 Yards (230 bis 240 Meter).

Ein Blick in die Tasche des neuen Längenfreaks auf der PGA Tour

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