Bild Information: Wie Phil Young die Marke Titleist gegründet hat (Photos by Titleist)

Die Entstehungsgeschichte von Titleist

Inside Titleist
 

Wie ein verschobener Putt den Grundstein für ein Golfballimperium legte.


Es ist nicht weiter verwunderlich, dass die Geschichte des erfolgreichsten Golfballherstellers der Welt auf einem Golfplatz beginnt. Genauer auf dem Country Club of New Bedford im Süden von Boston. Im Herzen des Industriegebiets von New Bedford drehte Phil Young an einem Sonntag im Jahr 1930 eine Runde, deren Ausgang die Geschichte des Golfsports nachhaltig verändern sollte.

Auf dem 18. Grün hatte Young einen kurzen Putt, um sein Match gegen den Leiter der Röntgenabteilung im St. Luke's Hospital, Dr. Bonner (der Vorname ist nicht überliefert), zu teilen. Doch obwohl sich Young, selbst ein begeisterter und durchaus talentierter Golfer, sicher war, den Ball perfekt getroffen zu haben, verließ dieser auf den letzten Zentimetern die Ideallinie und lief am Loch vorbei.

Für Young war klar: "Das lag nicht an mir. Der Fehler muss im Ball zu finden sein." Nach der Runde wiederholte der Eigentümer des nahegelegenen Gummiverarbeitungsbetriebs Acushnet Process Company seinen Rückschluss im Clubhaus so oft, bis es Dr. Bonner zu viel war. Der ewigen Ausreden überdrüssig, schlug er vor, den Ball im Krankenhaus röntgen zu lassen.

Ein folgenschweres Versprechen

Die Aufnahme belegte Youngs Vermutung und zeigte, dass sich der flüssige Kern nicht mittig im Ball befand. Für Young stand fest, dass er sein Ergebnis auf dem Golfplatz nicht von Unregelmäßigkeiten in der Ballproduktion abhängig machen wollte. Denn stichprobenartige Tests der Bälle im Pro Shop des Country Club of New Bedford ergaben die gleichen, unbefriedigenden Ergebnisse.

Daraufhin beschloss Young, selbst in die Produktion von Golfbällen einzusteigen. Er schwor sich, mit seinen Bällen die auf dem Markt erhältliche Qualität deutlich zu übertreffen. Zusammen mit einem ehemaligen Kollegen vom MIT (Massachusetts Institute of Technology), Fred Bommer, einem Chemiker mit jahrelanger Erfahrung in der Golfballproduktion, gründete er die Acushnet Golf Division.

Es dauerte mehr als drei Jahre, bis die beiden eine Lösung für das Problem des nicht mittigen Kerns gefunden hatten. Sie froren den damals noch flüssigen Kern des Golfballs ein, bevor sie ihn in einer überarbeiteten Wicklung im Inneren einschlossen. So wollten sie garantieren, dass jeder Kern perfekt mittig im Ball platziert ist. Bewiesen haben sie es mit einem Qualitäts-Check, der noch heute am Ende der Produktionskette von Pro V1 und Pro V1x steht: Jeder Ball wird von einer Röntgenmaschine durchleuchtet.

"Phil Young wusste, dass er durch das bessere Design und den besseren Herstellungsprozess einen neuen Standard für die Performance und Qualität von Golfbällen definieren konnte", erklärt Bill Frye, Senior Vice President of Titleist Golf Ball Operations. "Diese Werte von führender Innovation und höchster Qualität begleiten uns seit mehr als 80 Jahren und treiben uns jeden Tag zu Höchsleistungen."

Die Geburt der Marke Titleist

Von der Qualität und Leistung überzeugt, brauchten Bommer und Young nur noch einen Namen für ihren Golfball. Sie entschieden sich für eine Anlehnung an das englische Wort für Titelträger (engl. titlist; gesprochen TAIT-list, nicht Tit-Laist), weil sie sich schon damals sicher waren, dass mit diesem Ball Titel gewonnen werden sollten.

Die Marke Titleist war geboren. Das Logo - der geschwungene Schriftzug des Namens - kam dagegen eher zufällig. Youngs Sekretärin, Helen Robinson, schrieb den Namen aus einer Laune heraus in Schönschrift auf ein Blatt Papier. Young und Bommer waren von dem Ergebnis so angetan, dass ihre Handschrift noch heute auf jedem Ball zu sehen ist, der eines der drei Werke (Ball Plants) von Titleist verlässt.

1935 war es soweit, dass Titleist seinen ersten Ball auf den Markt brachte. Als Vertriebsmodell entschieden sich Bommer und Young gegen den üblichen Weg über den Sporthandel. Stattdessen rüsteten sie ein Wohnmobil mit einem selbst entwickelten Schwungroboter aus und tourten damit quer durch ganz Amerika. Ihr Ziel: Sie wollten die führenden Golfprofessionals der größten Clubs des Landes von der Performance ihrer Golfbälle überzeugen.

Der meistgespielte Ball im Golf

Ihre Arbeit trug schnell Früchte, nicht nur unter den Amateuren, die von den Golflehrern von der Leistung von Golfbällen aus dem Hause Titleist überzeugt wurden. Ab 1945 interessierten sich auch vermehrt Profigolfer für den Ball mit dem geschwungenen Schriftzug.

1949 begann schließlich eine Ära, die bis heute Bestand hat. Seit der US Open 1949 im Medinah Country Club ist Titleist der meistgespielte Golfball im Teilnehmerfeld bei der offenen amerikanischen Golfmeisterschaft. Die Dominanz weitete sich mit den Jahren weit über die US Open hinaus aus. Seit mehr als 30 Jahren hat Titleist die meisten Golfbälle auf US PGA und European Tour im Einsatz. Mehr als alle anderen Hersteller zusammen.

Inside Titleist: Ein Blick hinter die Kulissen des #1 Ball in Golf Ein Blick hinter die Kulissen der Forschung und Entwicklung bei Titleist Der meistgespielte Ball im Golf wird Tag für Tag auf die Probe gestellt

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