Bild Information: Ein Blick hinter die Kulissen der Forschung und Entwicklung bei Titleist (Photo by Titleist)

Gut Ding will Weile haben

Inside Titleist
 

Ein Blick hinter die Kulissen der Forschung und Entwicklung bei Titleist.


Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf dem 18. Grün und haben einen zwei Meter Putt vor sich, um ein Turnier zu gewinnen. Im Treffmoment haben Sie das Gefühl, der Ball könne gar nicht anders, als ins Loch zu fallen. Doch plötzlich verlässt er kurz vor dem Loch seine Ideallinie und verfehlt sein Ziel.

Worauf würden Sie es schieben, warum der Ball nicht fallen wollte? Vermutlich auf ein verstecktes Break, das schlecht gemähte Grün oder einen Fehler in Ihrer Schwungbewegung.
Aber kämen Sie auf die Idee, dass etwas mit dem Ball nicht gestimmt hat? Genau das vermutete Phil Young, Besitzer einer Gummifabrik, als er 1930 im Country Club of New Bedford aus einer ähnlich kurzen Entfernung den Putt vorbeischob und das Match verlor.

Ein verschobener Putt setzt den Grundstein

Den ganzen Tag über hatte Young seine Bälle bereits in alle Richtungen verzogen. Als versierter Golfer glaubte er bald nicht mehr daran, dass es sich um einen Schwungfehler handeln konnte. Nach der Runde und dem entscheidenden, verschobenen Putt verstärkte sich sein Verdacht immer weiter, je öfter er die Runde mit seinem Spielpartner durchging. Er war sich sicher, dass mit dem Golfball irgendwas nicht stimmte.

Wie es der Zufall so wollte, war sein Mitspieler Chef der Röntgenabteilung des örtlichen St. Luke's Krankenhauses. Der Ausreden und des ewigen Lamentierens müde, bot Bonner an, den Ball zu röntgen. Tatsächlich zeigte sich, dass der Kern nicht in der Mitte des Balls war. Daraufhin fällte Young eine folgenschwere Entscheidung. "Ich kann bessere Bälle herstellen, als derzeit auf dem Markt sind."

Er gründete die Marke, die auch heute noch Weltmarktführer in puncto Golfbällen ist: Titleist. "Phil Youngs Mission war es, den besten Golfball der Welt zu machen", sagt Dan Gendreau, Chef der Golfballproduktion bei Titleist. An dieser Mission hat sich auch nach mehr als 80 Jahren nichts geändert.

Wie ein verschobener Putt Anfang der 30er Jahre den Grundstein für ein Golfballimperium gelegt hat.

Das spüren wir bei jedem Schritt, den wir im Zentrum der Golfballentwicklung von Titleist in Fairhaven, Massachusetts, machen und bei jedem Gespräch, das wir an jenem Ort führen, an dem Young 1930 damals eine Entscheidung traf.

Hinter den Kulissen des #1 Ball in Golf

Etwas außerhalb von New Bedford gelegen, verbirgt sich hinter der unscheinbaren Fassade eines grauen Gebäudekomplexes das gebündelte Wissen von mehreren Jahrzehnten Golfballentwicklung. Ohne vorherige Registrierung oder eine passende Magnetkarte würden in der Schaltzentrale von Titleists Golfballabteilung die Alarmsirenen schrillen.

Nach dieser ersten Hürde gelangt man in die Eingangshalle. Erst nach einer weiteren Sicherheitstür mit Magnetkarte und Geheimcode werden wir in die heiligen Hallen geführt, die auf den ersten Blick alles andere als heilig wirken.

In einem schlichten Großraumbüro reiht sich eine Arbeitsstation (Cubical-Office) an die andere. Nur unterbrochen von obligatorischen Kaffeestationen und leise gurgelnden Wasserspendern. Hier könnten ebenso gut Versicherungen verkauft oder Bankgeschäfte erledigt werden.

Bill Morgan leitet hier die Forschungs- und Entwicklungsabteilung (Golfbälle) von Titleist, zu der allein 28 Wissenschaftler und 35 Techniker aus allen nur erdenklichen Fachrichtungen zählen: von Aerodynamik bis Informatik, von Maschinenbautechnik bis Materialkunde.

Eines der Cubical-Offices ist mit unzähligen Dimple-Designs tapeziert. Es gehört Mike Madson, Leiter der Produktentwicklung für Aerodynamik. "Das gute an der Aerodynamik ist, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Komponenten des Golfballs nicht von der R&A und USGA reguliert wird." Auch deshalb sieht er in seinem Fachgebiet ein enormes Potential, um künftige Golfbälle noch besser machen zu können.

In seinen fast zehn Jahren bei der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Titleist hat er "inzwischen tausende von Dimple-Mustern erstellt" und ist verantwortlich für das Design der neuen Pro V1-Bälle.

Im Gegensatz dazu haben es viele Designs, von denen einige mehr einem Kaleidoskop denn der Oberfläche eines Golfballs ähneln, nie zur Serienreife geschafft, dafür aber in seinen privaten Aerodynamik-Ausstellungs-Raum, in dem er einige der besten und kuriosesten Dimple-Designs der vergangenen Jahre gesammelt hat.

"Aerodynamik des Golfballs ist nicht reguliert", sagt Mike Madson.

Vom zentralen Großraumbüro führt ein Gang in das eigentliche Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Die Wände des Gangs ziert eine Weltkarte mit den Standorten der drei Produktionsstätten (zwei in Massachusetts, eine weitere in Thailand), in denen Titleist alle seine Bälle selbst herstellt. Die mehr als 1.200 Patente, die Acushnet allein im Bereich Golfballentwicklung und -produktion hält, tragen ihr Übriges dazu bei, dass man weiß, dass die Ballproduktion hier oberste Priorität hat.

Ein wichtiger Faktor der Golfballentwicklung ist die passende Gummimischung von Kern sowie der einzelnen Schalen. Dafür ist Brian Comeau, Leiter der Materialforschung bei Titleist, in seiner "Hexenküche" zuständig. Der Doktor der Chemie feilt ständig an neuen Mixturen und testet Kautschukproben aus aller Welt.

Dabei überstehen nur ein Bruchteil der neuen Materialien und Mischungen die mehrstufigen Testprozesse, die er in seinem kleinen Labor mit einer Handvoll Mitarbeiter täglich durchführt.
Erst nach dieser rigorosen Ausmusterung geht die finale Rezeptur in den Nachbarraum. Hier sorgen, Seite an Seite, Dieselmotor-große Maschinen für einen ohrenbetäubenden Geräuschpegel.

Es handelt sich um eine Ballfabrik im Kleinformat, in der Comeau und sein Team innerhalb von wenigen Tagen eine Miniserie neuentwickelter Bälle produzieren können. Vom Kern bis zur Schale müssen die Einzelkomponenten sowie der fertige Prototyp dann weiteren Tests unter Laborbedingungen standhalten, die nur wenige Türen weiter, in Titleists selbsternannter "Folterkammer für Golfbälle" durchgeführt werden.

"Es ist ein steter Austausch der einzelnen Abteilungen, der sich für ein einzelnes Produkt über mehrere Jahre ziehen kann und immer wieder von vorne beginnt", erklärt Matt Hogge, der für die Koordination der gesamten Produktions- und Entwicklungsabteilung von Golfbällen bei Titleist zuständig ist. "Gut Ding will eben Weile haben."

"Ohne Misserfolg gäbe es keine Fortschritt", erklärt Matt Hogge.

Dank dieser Liebe fürs Detail und dem ewigen Streben nach Perfektion können Sie heute darauf vertrauen: Wenn Sie einen Ball aus zwei Metern am Loch vorbeischieben, liegt es höchstwahrscheinlich daran, dass Sie ein verstecktes Break nicht erkannt haben, das Grün schlecht gemäht wurde oder Sie einen Fehler in Ihrer Schwungbewegung hatten. Aber garantiert lag es nicht am Ball, dass dieser nicht gefallen ist. Zumindest dann nicht, wenn der Ball von Titleist war.

Wie ein verschobener Putt den Grundstein für ein Golfballimperium legte Der meistgespielte Ball im Golf wird Tag für Tag auf die Probe gestellt Inside Titleist: Ein Blick hinter die Kulissen des #1 Ball in Golf

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