Bild Information: Die Geschichte des Titleist Pro V1 (Photo by Titleist)

Titleist Pro V1: eine Erfolgsgeschichte

Ausrüstung
 

Kein Ball hat das Golfspiel ähnlich beeinflusst, wie der Titleist Pro V1.


Seit mehr als 15 Jahren ist er der meistgespielte Ball auf den internationalen Profi-Touren. Mit großem Abstand. Zwei von drei Spielern vertrauen einem Titleist Pro V1 oder Pro V1x. Dabei fing alles mit zwei Zufällen an.

Von der Not zur Tugend

Nach 60 Jahren, in denen Titleist zu den beliebtesten Ballherstellern weltweit gezählt hatte, war es in den 90er Jahren an der Zeit, sich weiterzuentwickeln. Anderen Firmen - wie Callaway und TaylorMade - stieß in das Ballsegment vor. So mussten sich die Ingenieure bei Titleist etwas einfallen lassen.

Also experimentierten sie mit den einzelnen Komponenten ihrer erfolgreichsten Produkte herum: den gewickelten Schalen des Professional und Tour Balata sowie dem festen Kern ihrer Distance-Bälle, die in erster Linie vom Wochenendgolfer genutzt wurden.

Nach fünf Jahren zahlreicher und intensiver Tests stand schließlich der erste Prototyp bereit für die ersten Schläge. Der harte Karte der Performance-Modelle war umgeben von einer Schale aus Surlyn - einem Kunststoff-Ionomer mit hoher Steifigkeit - sowie einem Urethan-Mantel mit 392 Dimpeln.

Geburt der fünf Zeichen

Es musste nur noch ein Name für den Prototyp gefunden werden, denn die Deadline der Herbstausgabe der zugelassenen Bälle der USGA nahte. "Wir hatten bereits einen Professional-Ball. Wir hatten auch einen Tour-Ball.", erinnert sich Bill Morgan, Senior Vice President Golf Ball Research & Development bei Titleist. "Wir hatten keine Ahnung, wie wir den neuen Ball nennen sollten.

Also entschiedenen sie sich für die ersten sechs Monate - in diesem Zyklus wird die Liste der USGA aktualisiert - für einen vorübergehenden Namen, den sie während der Entwicklung genutzt hatten: Pro V1. "'Pro' steht für Professional, 'V' für veneer (engl. dünne Lage) wegen des dünnen Urethan-Mantels und '1', weil es die erste Serie war", erklärt Morgan weiter.

"Als wir die Bälle unseren Spielern zum Testen gegeben haben, hatten wir ihnen gesagt, dass es sich nur um einen vorläufigen Namen handeln würde. Aber sie mochten den Namen. Also haben wir ihn fürs Erste so gelassen." Auch 15 Jahre später sind der Pro V1 und Pro V1x die meist gespielten Bälle und das Aushängeschild der Ballpallette von Titleist.

"Damals hatten wir keine Ahnung, was wir mit dem Pro V1 geschaffen hatten."
Bill Morgan, Senior Vice President Golf Ball R&D Titleist

Die ersten Testexemplare für die PGA-Tour-Spieler kamen im Oktober während der 2000er Invensys Classic at Las Vegas - der heutigen Shriners Hospitals for Children Open - zum Einsatz. 47 Spieler wechselten auf Anhieb zu den neuen Bällen. Einer von ihnen: Billy Andrade, der fünf Tage später mit einem Gesamtergebnis von 28 unter Par und einem Schlag Vorsprung auf Phil Mickelson den Titel davontrug.

"Ich kann mich erinnern, dass ich kein allzu gutes Jahr hatte", sagte Andrade. "Ich war verzweifelt." Deshalb war er dem neuen Ball gegenüber aufgeschlossen und tauschte ihn nach der ersten Proberunde direkt gegen den Tour Prestige ein, mit dem er bis dahin unterwegs war. "Ich kann mich noch gut an die erste Runde mit ihm [dem Pro V1] erinnern. Ich habe ihn 20 Meter weiter geschlagen als den Tour Prestige. Dazu kam die Performance rund ums Grün und beim Putten. Einen ähnlichen Ball hatte ich bis dahin nicht erlebt."

Zeichen der Zeit erkannt

Auch Mary Lou Bohn, heute Vizepräsidentin für Marketing und Kommunikation bei Titleist Golf Balls, erinnert sich an Oktober 2000. "Der Pro V1 war die Antwort auf die sich verändernde Natur des Spiels." Golf wurde immer athletischer, Spieler verbrachten deutlich mehr Zeit mit Fitness und beschleunigten die Schlägerköpfe wie niemals zuvor. "Das stellte neue Ansprüche an den Golfball. Er musste im langen Spiel für wenig Spin sorgen und das Gefühl, den Spin sowie das Feedback der gewickelten Bälle liefern."

Aufgrund des enormen Erfolgs bei der Invensys Classic waren Titleist und der Pro V1 plötzlich in aller Munde, sodass die eigentliche Markteinführung kurzerhand von März 2001 auf Dezember 2000 vorgezogen wurde.

Anfang einer andauernden Erfolgsgeschichte

Vier Monate später war der Pro V1 der meistverkaufte Ball auf dem Markt. Beim Masters 2001 spielten gerade einmal noch vier Spieler einen gewickelten Ball. Zum Ende des Jahres hatte die PGA-Tour-Statstik keinen einzigen Turniersieg mit einem gewickelten Ball aufzuweisen. Titleist hatte damals den Sport verändert und eine neue Ära an Golfbällen eingeläutet.

Mehr als 15 Jahre später sind der Pro V1 und Pro V1x noch immer der meistgespielte und meistverkaufte Golfball weltweit.

Einige der besten Spieler der Welt haben ihr gesamtes Leben keinen anderen Ball gespielt. "Mein erstes nationales Turnier mit zwölf Jahren habe ich mit einem Pro V1 gespielt", sagt Jordan Spieth, der bei der Vorstellung im Oktober 2000 gerade einmal sieben Jahre alt war. "Seitdem verwende ich kein anderes Modell. Jeder, der Golf ernsthaft betrieben hat, wollte mit einem Pro V1 oder Pro V1x spielen. Zumindest wollte das jeder in meinem Freundeskreis."

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