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Neues aus der Holzklasse

Driver & Fairwayholz
 

Golf.de-Redakteur Adrian Kramer war bei der PGA Merchandise Show in Orlando vor Ort. Natürlich hat er sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, um einmal die neuen Schläger für 2014 testweise zu schwingen. Hier eine erste Einschätzung der Driver und Hölzer - und was man sich von ihnen erwarten kann.

Wir haben Ihnen bereits in der Winterzeit mit unserer Serie "Fünf für 2014" einige Produkte vorgestellt, von denen sich die Redaktion viel für das neue Jahr erhofft. Nun konnte Golf.de-Redakteur Adrian Kramer auf dem Demo Day der PGA Merchandise Show 2014 die Gelegenheit wahrnehmen, schon einmal einige der Produkte auf der Range des Orange County National zu testen.

Ich möchte Ihnen im Folgenden meine ersten Eindrücke der Schläger von Cleveland, Nike und Co. schildern und sie nach einem Leaderboard klassifizieren:
  • Cut verpasst bedeutet: "Ich habe ich mir mehr davon versprochen."
  • Ins Wochenende geschafft: "Positiv überrascht, aber nicht vollends überzeugt."
  • Top-10-Ergebnis: "Der Schläger hat mich vom Hocker gerissen."

Top-10-Ergebnis

Schon beim ersten Kontakt mit Clevelands neuem Custom 588 kann der Driver überzeugen. Das Design der Krone lenkt von der etwas nach außen verlagerten Masse ab - was vor allem Spielern mit Slice-Problemen entgegen kommt - und suggeriert einen klassischen Driver mit kompakten Formen. Zudem hat der Schläger ein angenehmes Gewicht und liegt gut in der Hand. Trotz seiner gerade einmal 305 Gramm wirkt er deutlich schwerer und scheint, einmal auf die korrekte Ebene gebracht, die restliche Arbeit abzunehmen.

Das bestätigten dann auch prompt die ersten Schläge. Die Bälle gehen mit einem tiefen, dumpfen Klang und viel Tempo vom Blatt und sind nur mit Mühe von einer geraden Flugbahn abzubringen. Mit einigen Anpassungen ist dem Driver zwar auch der Fade und Draw aufzuzwingen, der gerade Schlag scheint ihm aber deutlich mehr zu liegen.

Mein Fazit: Auch wenn ich von der Traditionsmarke in den vergangenen Jahren - zumindest was Fairwayhölzer und Driver angeht - nie so wirklich überzeugt war, hat mich der Custom 588 von Cleveland vollends überzeugt. Wenn Sie die Gelegenheit bekommen, sollten Sie ihn unbedingt bei der nächsten Möglichkeit einmal ausprobieren. Selbiges gilt übrigens auch für die Fairwayhölzer.

"Own the second shot" hat sich Adams Golf für 2014 auf die Fahnen geschrieben. Und nach dem ersten Eindruck verdienen sich die Ingenieure für ihre Arbeit an den Hölzern Tight Lies eine glatte Eins und einen langen Urlaub. Der Schlägerkopf wirkt gerade aufgrund seiner geringen Höhe und des patentierten Cut-Thru-Slot in der Krone kleiner als er tatsächlich ist. Denn von der reinen Oberfläche her gehört er eher zur Mammutklasse der Fairwayhölzer. Die geringe Höhe wirkt sich zudem positiv auf die Spieleigenschaften aus.

Ob vom satten Fairway oder dem kahlen Boden, die Schläger erzeugen durch die Bank hervorragende Ergebnisse. Hohes Gras war auf der Range in Orlandos Westen leider nicht zur finden, aber wenn die Hölzer das halten, was sie bei den ersten Schlägen versprochen haben, gibt es kaum eine Situation, aus der die Tight-Lies-Fairwayhölzer nicht zur ersten Wahl gehören sollten.

Mein Fazit: Gut, besser, Adams Tight Lies. Damit haben sich die Jungs aus den USA wirklich selbst übertroffen. Dass Adams gute Hybrids macht, dürfte ja mittlerweile bekannt sein. Dass sie die Technik nun aber auch fließend in die etwas größeren Hölzer integriert haben, macht Lust auf lange Par 4s und kurze Par 5s.

Ins Wochenende geschafft

Optisch kann der Driver FG Tour M3 von Wilson Staff absolut punkten. Das mattschwarze Finish scheint eine geradezu steinerne, etwas raue Oberfläche zu besitzen und bildet einen schönen Kontrast zum Weiß des Balls und dem grünen Untergrund. Der kleine Schlägerkopf wirkt sportlich ansprechend, vermittelt Zuversicht, und der dezente Pfeil auf der Krone gibt den idealen Treffpunkt vor. Alles in Allem ein gelungener erster Eindruck.

Doch die ersten Schläge waren etwas ernüchternd. Von der Dynamik im Setup bleibt nur wenig übrig. Die Bälle fliegen zwar in einer schönen, flachen Flugkurve, scheinen aber nicht mit den Längen von Cleveland und Co. mithalten zu können. Das im Setup offene Schlägerblatt führt in der Folge zu einer Fade-Tendenz, die schnell zum Slice ausartet. Der FG Tour M3 ist nur etwas für geübte Hände mit höheren Schwunggeschwindigkeiten. Sonst wirken sich offenes Setup und geringer Spin eher kontraproduktiv auf die Ergebnisse aus.

Mein Fazit: Bei Wilson Staff bin ich gänzlich ohne Erwartungen und Vorurteile zur Tat geschritten. Und konnte damit nicht wirklich enttäuscht werden. Mit dem richtigen Schaft und den richtigen Einstellungen der Gewichtsschrauben kann man aus dem Driver FG Tour M3 sicher einen mehr als passablen Mitbewerber machen, in den Standard-Settings konnte er mich aber nicht überzeugen.

Cut verpasst

Wenn Rory McIlroy und Tiger Woods zu diesem Schläger greifen - wenn auch zur Tour-Version -, kann der VR_S Covert 2.0 von Nike nicht so schlecht sein. Das Rot des Vorgängers blieb bestehen. Und auch sonst unterscheidet sich die 2014er Version nicht erheblich von der vor einem Jahr. Einzig das Design der Sohle wurde etwas überarbeitet und präsentiert sich mit etwas mehr Kunststoff im revolutionären und noch einzigartigen Cavity Back im Driver-Markt. Mehr Kunststoff soll dabei den Energietransfer erhöhen und zu mehr Länge führen.

Zwar gehen die Bälle mit ordentlichem Tempo vom Schlägerblatt und erzeugen damit annehmbare Weiten. Doch unter dem Kunststoffpolymer leiden Feedback und Sound im Treffmoment. Selbst Fehlschläge unterscheiden sich im Gefühl kaum von mittig getroffenen Bällen im Sweet Spot. Und das Geräusch im Treffmoment passt so gar nicht zum aggressiven Äußeren des Drivers. Deutlich besser macht es da schon die Tour-Version, zumindest was das Feedback angeht. Das geht allerdings stark auf Kosten der Performance. Die Bälle fliegen noch flacher, erzeugen mehr Spin und drehen bei schlechten Treffern noch weiter ab.

Mein Fazit: Ich bin etwas enttäuscht und habe mir von einer Marke mit den beiden besten Golfern der Welt im Kader etwas mehr versprochen. Vor allem in Bezug auf die Rückmeldung im Treffmoment. Wer aber einen leichten Schläger bevorzugt und ohnehin eine zu hohe Flugkurve beim Driver erzeugt, für den könnte der VR_S Covert 2.0 genau der Richtige sein.

Wichtig! Die Schläger wurden in neutralem Setup und dem Standard-Schaft in Stiff getestet, um gleiche Voraussetzungen zu schaffen. Das Fazit ist rein subjektiv und spiegelt lediglich die Meinung des Autors wider, nicht der gesamten Golf.de-Redaktion. Jeder Golfer ist anders und hat andere Vorstellungen des perfekten Schlägers. Was für den Autor passt, muss bei Ihnen nicht zum gleichen Ergebnis führen.

Zum Autor: "Bei Fittings wird mir oft unterstellt, dass ich die Kraft hätte, einen schwereren Schaft zu spielen, im Schwung dann aber zu faul sei, diese richtig und rechtzeitig einzusetzen. Deshalb sind meine Fehlschläge auch der Push und Slice. Ich bevorzuge klassische Schläger. Kleine Köpfe, eine kopflastige Gewichtsverteilung und ein etwas höheres Gesamtgewicht liegen mir mehr als superleichte Schläger, die man kaum spürt."

adk

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